Pot Limit Omaha – der Starthändespickzettel

ben lamb3
Ben Lamb kennt alle Omaha-Swings.

Unabhängig von Ihrem Spielstil hängt der Erfolg in PLO hauptsächlich davon ab, wie man seine Starthände auswählt.

Da man doppelt so viele Hände erhält wie bei Hold’em, muss man die Hände spielen, die möglichst viel Equity aufbauen können.

Unsere Gegner werden grundsätzlich Paare und potenzielle Combos halten. Wenn das auf unsere Hand nicht zutrifft, sind wir von vornherein im Nachteil und müssen auf unser Glück hoffen, um diesen wettzumachen.

Dies sind die 30 besten Starthände in Pot Limit Omaha

 

1. A-A-K-K 11. K-Q-J-T 21. Q-Q-A-K
2. A-A-J-T 12. K-K-T-T 22. Q-Q-A-J
3. A-A-Q-Q 13. K-K-A-Q 23. Q-Q-A-T
4. A-A-J-J 14. K-K-A-J 24. Q-Q-K-J
5. A-A-T-T 15. K-K-A-T 25. Q-Q-K-T
6. A-A-9-9 16. K-K-Q-J 26. Q-Q-J-T
7. A-A-x-x 17. K-K-Q-T 27. Q-Q-J-9
8. J-T-9-8 18. K-K-J-T 28. Q-Q-9-9
9. K-K-Q-Q 19. Q-Q-J-J 29. J-J-T-T
10. K-K-J-J 20. Q-Q-T-T 30. J-J-T-9

*Für all diese Hände gilt: Sie sind double suited.

Wie man sieht, sind hohe Paare auch in PLO sehr wertvoll. Der Unterschied zu Hold’em besteht hauptsächlich darin, dass man zusätzlich potenzielle Re-Draws hält.

Deshalb ist A-A-J-T die zweitbeste Hand, besser als z. B. AA-QQ double suited. Die Kombination Bube-Zehn hat ein viel größeres Straight-Potenzial als ein Paar Damen.

Es ist von entscheidender Bedeutung, zu verstehen, wie genau die Equity in Omaha-Starthänden verteilt ist. In Hold’em besitzt die beste Starthand A-A vor dem Flop eine Equity von 83% gegenüber der zweitstärksten Hand K-K.

In Omaha hat die beste Starthand (A A K K) nur eine 33%-ige Gewinnchance gegenüber der zweitbesten (A A T J) bei 41% Split Pot Chance. Das heißt, die Chance, mit der besseren Hand zu gewinnen, ist nur um 6% höher als mit der schlechteren. Zum Vergleich: Bei Hold’em beträgt der Unterschied dagegen 66%.

Je weiter wir in der Tabelle der Tophände nach untern schauen, desto größer wird die Edge der Hand AA-KK.

Vergleichen wir z. B. A K A K mit K J K J, dann liegt die Top Hand zu 69% vorn.

Die Edge von 39% ist nun deutlich größer als die oben genannten 6%. Vergleichen wir die beste Hold’em-Starthand A-A mit der zehntbesten A-Ts, so beträgt die Edge der Asse aber sogar 73%.

Wie sich die Equity auswirkt

Aufgrund dieser flachen Equity-Verteilung hat man in Omaha selten eine deutlich „bessere“ Hand als der Gegner. Es kommt selten vor, dass ein Spieler heads-up mehr als 60% Equity hält. Mit jedem zusätzlichen Spieler, der in der Hand ist, sinkt diese Equity dramatisch.

Das heißt aber auch, dass es möglich ist, sich in Omaha eine Edge zu erspielen.

Das Spiel ist also zu schlagen, es kann für einen guten Spieler profitabel sein. Aber selbst der beste Spieler ist extrem großen Swings unterworfen.

Um die enorme Varianz in Omaha zu verdeutlichen, stellen wir uns zunächst eine Hold’em-Partie vor, in der wir immer A-K halten und immer pre-Flop all-in gehen, während der Gegner immer Q-T hält und immer callt.

Obwohl wir die bessere Hand halten, hat Dame-Zehn hier eine Gewinnchance von 34%, d. h. in einem Drittel der Fälle verlieren wir mit Big Slick. Dadurch entsteht während einer Session jede Menge Varianz.

In einer Omaha-Partie haben wir selten mehr als 60% Equity. Es gibt einfach zu viele mögliche Draws, um in eine so günstige Position zu kommen.

Um ein guter Omaha-Spieler zu werden, muss man zunächst die folgenden drei Grundzüge befolgen:

1. Sorgfältige Auswahl der Starthände. Man kann es sich einfach nicht leisten, regelmäßig Hände zu spielen, die schlechter sind als die unserer Gegner. Es ist einfach zu schwierig, auf dem Flop immer wieder aufholen zu müssen.

2. Value-Bets. Da man selten deutlich gegen die gegnerische Hand vorn liegt, muss man maximalen Value erzielen, wenn es doch mal der Fall ist.

3. Verluste minimieren. Grundsätzlich gilt: Verliere das Minimum, gewinne das Maximum.

Man kann die Varianz bei Omaha nicht ausschalten, also sollte man nicht dagegen ankämpfen, sondern sie für sich arbeiten lassen. Die Downswings werden kommen, wir müssen nur versuchen, Sie so klein wie nur irgend möglich zu halten, und die Upswings dagegen so stark wie möglich.

Jedes Mal, wenn man eine Möglichkeit auslässt, zusätzliches Geld zu gewinnen, macht man den nächsten Downswing schlimmer.

Pre-Flop Raises

Manche Spieler behaupten, Pre-Flop-Raises bringen in Omaha gar nichts, weil die Stärke der Hände so ausgeglichen ist, dass sich damit kein Vorteil erzielen lässt. Vielmehr würde man damit nur die Varianz erhöhen. Diese Überlegung ist zwar grundsätzlich richtig, zerstört aber das eigene Spiel.

Erhöhungen vor dem Flop steigern die Varianz tatsächlich, weil dadurch automatisch um größere Pots gespielt wird. Wenn die eigene Hand aber vorne liegt, und sei es auch nur ein bisschen, ist es auf Dauer profitabel, die Potgröße zu erhöhen.

Je mehr Geld wir aus unseren Gegnern herausholen, wenn wir die bessere Hand halten, desto mehr können wir auf lange Sicht gewinnen. Wir dürfen eine Gelegenheit, Value zu extrahieren, einfach nicht verpassen. Auf lange Sicht ist das schlicht zu teuer.

Ein abschließender Tipp für Anfänger

Falls Sie gerade Omaha lernen oder Ihre Kenntnisse vertiefen möchten, halten Sie sich zunächst einfach daran, nur die wirklich starken Hände zu spielen. Alle 30 Hände in der Tabelle oben sind stark, auch wenn sie nicht double suited sind.

Die einzigen Hände, die Sie als Anfänger spielen sollten und die nicht oben in der Tabelle aufgeführt sind, sind Vierfach-Connectors. Solche Hände sind normalerweise auf dem Flop ziemlich stark oder sehr schwach. Das macht es einfacher, grobe Fehler post-Flop zu vermeiden.

Lassen Sie die Finger von schwachen und marginalen Händen, sonst spielen Sie Omaha niemals profitabel.

Weitere Artikel zum Thema:

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Peter 2015-03-23 20:02:29

Inhaltloses Geschwafel. Als wäre die Auswahl der Starthände Value-Bets oder Minimierung der Verluste in anderen Pokervarianten nicht wichtig...

Pepe 2011-11-01 14:13:59

Hab Omaha noch nie gespielt. Hört sich für mich sehr swingy und ziemlich nach Gambling an. Also keine echte Alternative für mich.