Poker Profil: Michael Keiners scharfer Verstand

Michel Keiner ist ein der besten Pokerspieler Deutschlands.

Viele Experten auf dem Gebiet des europäischen Pokers haben einen etwas umstrittenen Trend gestartet. Diese Gelehrten messen der Nationalität eines Spielers große Bedeutung bei und versuchen, typische nationale Eigenschaften zu erkennen. Die Diskussion darüber, wie wichtig solche Sichtweisen außerhalb des akademischen Elfenbeinturms sein mögen, wird wohl noch einige Zeit andauern. Der Test jeder Theorie ist immer das Spiel selbst. Der große deutsche Spieler Michael Keiner ist der Typus, den viele Pokeranalysten so faszinierend finden.

Dieser Mann aus Braunfels (Hessen) hat immer sehr vornehm gespielt. Inwieweit Keiners Stil durch seine Herkunft bedingt ist, mag weiter von den Theoretikern diskutiert werden. Was die meisten Pokerfans weit interessanter finden, ist Keiners lange Serie von Turniersiegen. Betrachtet man seine glänzende Karriere am grünen Tisch im Detail, ist man leicht geneigt, den Namen von Michael Keiner auf die kurze Liste der dominantesten Wettkämpfer der europäischen Szene zu setzen.

In relativ kurzer Zeit schaffte es Keiner auf den ersten Platz bei nicht weniger als sieben Turnieren. Mehr als 50 Mal kassierte er Preisgelder. Diese Zahl wächst schnell weiter. Er nahm Gewinne von fast einer halben Million Dollar mit nach Hause. Wenn Keiner weiterhin auf diesem hohen Niveau spielt, wird er alle europäischen Rekorde brechen.

Das Jahr 2006 war für Michael Keiner überaus produktiv, es war die Krönung einer Serie, die etwa zwei Jahre früher begann. Er zeigte eine große Leistung bei der 6. World Heads Up Championship, wo er im No-Limit Hold'em-Turnier den 4. Platz belegte. Das kam kurz nach einem 4. Platz Ende 2005, als er lange Zeit dominierte, bis er schließlich den ersten Preis im österreichischen Masters Pot Limit Omaha Turnier mit nach Hause nahm.

In den USA wird offensichtlich großer Wert auf die Armbänder gelegt, die die Sieger bei der World Series of Poker bekommen. Weil Michael Keiner diese Trophäe noch nicht in seinem Lebenslauf erwähnen kann, halten ihn manche Mitglieder der amerikanischen Pokergemeinde nicht für jemanden, den man ernst nehmen müsste. Aber, wie viele schlaue Konkurrenten im Laufe der Jahre gelernt haben, kann unterschätzt zu werden oft eine vernichtende Waffe sein. Michael Keiner scheint sicher zu sein, dass er viele so genannte Experten in naher Zukunft überraschen wird. Er betrachtet 2007 als sein Jahr des Durchbruchs.

Ob Keiner am Finaltisch im No Limit Texas Hold'em-Turnier des diesjährigen WSOP landen wird oder nicht, recht sicher scheint zu sein: Er wird weiterhin sein Können verbessern und eine Reputation auf beiden Seiten des Atlantiks erwerben. In seiner lange geplanten Karriere hat er eine solide Nische in der Welt des Turnierpokers besetzt.

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