Poker Night in America – Der Mike Matusow Blow-Up

Der Mike Matusow Blow-Up bei Poker Night in America

Mike “The Mouth” Matusow ist für seine Ausraster bekannt. In letzter Zeit war es etwas ruhiger um ihn geworden, und er behauptete das würde nicht mehr vorkommen. Doch als er bei „Poker Night in America“ von Shaun Deep aus Spaß geslowrollt wurde, flippte Matusow aus und verlies entnervt den Tisch.

Das $1.650 Empire State Hold’em Championship 2013

Zu Beginn der Folge ist eine kurze Zusammenfassung des $1.650 Empire State Hold’em Championship 2013 im Turning Stone Casino zu sehen.

426 Spieler sorgten im August des vergangenen Jahres für einen beachtlichen Preispool von $619.830.

Die beiden bekannten Pros Will Faila und Matt Glantz, der zugleich auch Teil der Show ist, nahmen ebenso am Final Table Platz, wie der Runner-Up des WSOP Main Event 2009 Darvin Moon.

Den Sieg holte sich am Ende mit Adam Foster ein eher unbekannter Spieler.

Das Endergebnis:

  • 1. Adam Foster $154,458          
  • 2. Matthew Parry $86,776             
  • 3. Budwey Salhab $51,198             
  • 4. David Johnston $39,360             
  • 5. Will Failla $32,851             
  • 6. Matt Glantz $26,343             
  • 7. James Rubin $20,144             
  • 8. Darvin Moon $13,946             
  • 9. Jason Nablo $10,537             

Der Matusow Blow-Up

Das Highlight der Sendung spielte sich aber beim $25/$50 Cash Game ab. Die Besetzung war mit Greg Müller, Tom Schneider, Shaun Deeb, Mike Matusow, Kristy Arnett, Adam Levi, Matt Glanzt und Gavin Smith unverändert.

Bisher herrschte am Tisch eine sehr gute Stimmung. Es wurde viel geredet, gewitzelt und von Gavin Smith wurde der ein oder andere Drink geordert.

Das war auch in der vierten Folge zunächst so. Dann verlor Mike Matusow einen $29.450 großen Pot mit Pocket Queens gegen Pocket Aces.

Nach dieser Hand war Mike „The Mouth“ wohl schon ordentlich auf Temperatur, doch das einer der bekannten Mike Matusow Blow-Ups folgen würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

Die Konstellation war klassisch, denn in der nächsten Hand bekam Mike Pocket Jacks gedealt und raiste auf 400.  Shaun Deeb callt vom Button mit 5 5.

Der Flop bringt Shaun mit T 5 5 Quads. Matusow hat immer noch ein Overpair und spielt 1000 an, Deep callt erneut.

Der Turn bringt die 4 und Mike geht von vorne All-In. Shaun tut nun so als hätte er eine schwere Entscheidung, kann sich dabei aber ein Schmunzeln nicht verkneifen. Dann fängt er an zu Lachen und Matt Glanzt und Greg Müller, die Deep gut kennen, wissen bereits was los ist.

Der Moment als Shaun Deeb seine Karten umdreht und Quads zeigt.
Als Shaun Deeb seine Karten umdreht bricht fast der ganze Tisch in Gelächter aus, nur Mike verstand keinen Spaß...

Dennoch tut Shaun weiter so, als müsse er überlegen und slowrollt Mike aus Spaß absichtlich. Nach weiteren zehn Sekunden callt er schließlich. Als er seine Karten umdreht bricht fast der gesamte Tisch in lautes Gelächter aus und es gibt sogar High Five.

Doch Mike findet das überhaupt nicht lustig und nimmt es persönlich: „Ich habe in meinem ganzen Leben noch niemanden geslowrollt und werde es auch nicht tun.“ Dann fängt er an sich richtig hineinzusteigern: „Ich hab keine Lust mehr zu spielen, das ist nicht witzig.“

Greg Müller lässt noch einen weiteren Witz folgen und darauf bricht es aus Matusow heraus: „Das ist die einzige Sache, die ich hasse und mit der ich nicht umgehen kann. Du kannst mich verarschen und mich nennen, was du willst, aber wenn du mich slowrollst, dann hau ich dir eins auf die Fresse!“

Anschließend setzt Matusow die nächste Hand aus, und Greg Müller bietet sogar an ihm Geld zu leihen, doch Mike lehnt ab und verlässt entzürnt den Tisch.

Mike verlässt entnervt den Tisch1
Mike verlässt entnervt den Tisch.

Dann versuchen die Spieler und der Produzent ihn zu beruhigen, doch Mike lässt nicht mit sich reden und macht einen auf beleidigt.

Zum Schluss der Sendung werden noch ein paar andere Spieler zum Verhalten von Matusow befragt.

Gavin Smith sagt: „Ich werde bei jedem Turnier mindestens einmal geslowrollt, damit muss man als professioneller Spieler umgehen können. Er hat sich wie ein Kleinkind verhalten, ich finde er verhält sich immer wie ein Kleinkind.“

In der Tat hatte Matusow früher den Ruf sich selbst am Tisch schlecht zu benehmen und auszuteilen, aber nicht einstecken zu können.

Wer erinnert sich nicht an den WSOP Main Event 2004 als er den späteren Weltmeister Greg Raymer mehrfach heftig anging:

Diese Szene erinnert etwas an den Jachtmann Blow-Up in der letzten Saison von German High Roller, als er mit Pius Heinz heftig aneinander geriet.

Außerdem hängt ihm der Ruf nach ein schlechter Verlierer zu sein. Dies deutet sich sowohl beim Slowroll, als auch bei der folgenden Szene an, wo er sich ähnlich verhält:

Matt Glantz kommentierte den aktuellen Blow-Up folgendermaßen: „Ich kenne Shaun schon sehr lange und als er geslowrollt hat, war mir gleich klar, dass es ein Spaß ist. Matusow hat einfach überreagiert, aber wann überreagiert er nicht? Das ist aber auch irgendwie das Schöne an Mike. Wir lieben ihn alle und wissen, auf was wir uns am Tisch gefasst machen müssen.“

Auch wir sind große Matusow-Fans und Szenen, wie diese machen ihn halt einfach aus. Trotzdem behauptet Mike immer, dass er ruhiger geworden ist und dass ihm das nicht mehr passiert. Demonstrativ trägt er bei TV-Aufzeichnungen das T-Shirt, mit der Message „No more Blow-Ups“,  dann sollte er sich auch entsprechend verhalten.

Und dann ständig zu behaupten, er hätte so viel Pech beim Poker, obwohl Matusow allein bei Liveturnieren, wo der Glücksfaktor sehr hoch ist, neun Millionen (!) Dollar gewonnen hat, ist schon paradox.

Dennoch sind es halt gerade die Ausraster und das andauernde Geheule von Phil Hellmuth und Mike Matusow, das viele von uns, wenn wir ehrlich sind, sehen wollen.

Die vierte Folge mit dem Matusow Blow-Up gibt es hier:

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