Poker - Nichts für Dummies Teil 6: Sie brauchen eine Bankroll!

Cash Flow

Im sechsten Teil unserer Serie über Strategie für Anfänger besprechen wir ein weiteres Thema, das von Rookies nur zu gern übersehen wird - den korrekten Umgang mit der Bankroll.

Sich eine ordentliche Bankroll zur Seite zu legen,  gehört zu den wichtigsten Dingen, die Sie zu Beginn Ihrer Pokerkarriere beachten sollten.

Die Bankroll ist eine bestimmte Summe, die ausschließlich für Poker gedacht ist. Dieses Geld ist Ihr „Pokergeld". Vergessen Sie alle Überlegungen, damit etwas Anderes anzufangen.

Wie ein Pokerspieler mit Geld umgeht

Die meisten Leute hängen sehr an ihrem Geld.

Das kann soweit gehen, dass sie körperlich darunter leiden, wenn sie Geld verlieren. Unglücklicherweise macht eine enge Bindung an Geld es praktisch unmöglich, erfolgreich Poker zu spielen.

Eine Poker Bankroll hat mit dem Geld, dass Sie ansonsten für Ihr Leben brauchen, nichts zu tun. Trennen Sie es von Ihrem „Haushaltsgeld" und machen Sie sich diese Trennung auch geistig bewusst.

Eines Tages könnten Sie eine Pechsträhne haben, die Sie hunderte oder sogar tausende von Dollar kosten kann. Das könnte dazu führen, dass Sie sich fragen, was Sie mit diesem Geld alles hätten tun können.

Geld, das Sie bei Poker gewinnen oder verlieren, bleibt Pokergeld. Gehen Sie davon aus, dass Sie immer mal wieder verlieren werden. Diese Verluste dürfen Ihre finanzielle Situation im Alltag nicht beeinträchtigen.

Trennen Sie sich von Ihrem Pokergeld, behandeln Sie es wie „Spielgeld" im direkten Wortsinn - dieses Geld ist nicht dafür da, für irgendetwas Anderes ausgegeben zu werden.

#img: jeanrobert-bellande-28827.jpg:left:Jean-Robert Bellande - Busto-König.#

Scared Money

Einen Poker-Dummie erkennt man unter Anderem daran, dass er mit „Scared Money" spielt.

Scared Money ist Geld, das Sie nicht verlieren möchten. Wenn Sie Angst davor haben, das Geld zu verlieren, das vor Ihnen auf dem Tisch liegt, können Sie unmöglich ein starkes Spiel in No Limit Hold'em machen.

Sie müssen gewillt und in der Lage sein, jederzeit jeden einzelnen Chip, den Sie besitzen, über die ominöse Linie zu schieben. Wenn ein Gegner erkennt, dass Sie nicht grundsätzlich bereit sind, dieses Risiko einzugehen, wird er mit Ihnen Katz und Maus spielen.

Und selbst wenn niemand am Tisch Ihre Schwäche und Ihren Unwillen, Chips zu riskieren erkennt, werden Sie Fehler machen, wenn es darum geht, im richtigen Moment einen Bluff anzusetzen oder einen schwierigen Call zu machen, obwohl Sie wissen, dass er korrekt ist.

Busto - der Bankrott

Der letzte und wichtigste Grund dafür, eine Bankroll zu haben, besteht darin, den kompletten Bankrott zu vermeiden.

Unabhängig davon, wie gut Sie spielen: Es wird immer wieder vorkommen, dass Sie verlieren und verlieren, egal was Sie tun.

Einige der besten Pokerspieler der Welt haben erlebt, wie es ist, Monate lang nur zu verlieren. Deshalb brauchen Sie eine Bankroll, die groß genug ist, um Sie durch solche Phasen zu bringen, damit Sie weiterspielen können, bis es wieder bergauf geht und Sie die Verluste wieder einspielen.

Wenn Ihre Bankroll so klein ist, dass Sie schon nach einer oder auch nach ein paar Sessions, in denen Sie verlieren, aufgebraucht ist, dann reduzieren Sie Ihre Pokerkarriere schon zu Beginn darauf, entweder Glück haben zu müssen oder sie mit einem Downswing zu beginnen.

Wenn Sie spüren, dass Sie immer mehr Geld verlieren, sollten Sie einige Levels absteigen. Dadurch wird Ihre Bankroll im Verhältnis zu der Partie, die Sie spielen, wieder größer, obwohl sie insgesamt kleiner ist als zu Beginn.

Wenn Sie auf niedrigere Levels umsteigen und trotzdem nicht gewinnen können, sollten sie vielleicht eine Pause einlegen. Bekommen Sie erst einmal einen klaren Kopf und kehren Sie erst an den Tisch zurück, wenn Sie sich frisch und ausgeruht fühlen.

Die Bankroll-Faustregel

Grundsätzlich sollten Sie nie mehr als 5% Ihrer gesamten Bankroll einsetzen. Für Einzeltischspiel bedeutet das, dass Sie immer mindestens 20 Buy-ins zur Verfügung haben. Für Multi-Tabling benötigen Sie noch größere Rücklagen.

Wenn Sie Turniere bevorzugen, achten Sie darauf, immer mindestens das 100-fache Ihres Buy-ins zur Verfügung zu haben. Wenn Sie also $5 + 0,5 Turniere spielen, brauchen Sie dafür eine Bankroll von $550.

Damit stellen Sie praktisch vollkommen sicher, dass Sie nicht „busto", also bankrott gehen - es sei denn natürlich, Sie sind ein Poker-Dummie.

Eine vernünftige Bankroll aufzubauen ist das Beste, was Sie für sich selbst als Pokerspieler tun können. Aber selbst die schönste Bankroll nutzt Ihnen gar nichts, wenn Sie nicht den nächsten Schritt unseres Leitfadens für gutes Spiel beachten: Hören Sie auf zu bluffen!

Mehr aus der Serie "Poker - Nichts für Dummies":

  1. Poker - Nichts für Dummies Teil 1: Spielen Sie weniger Hände!
  2. Poker - Nichts für Dummies Teil 2: Spielen Sie in Position!
  3. Poker - Nichts für Dummies Teil 3: Zählen Sie Ihre Outs!
  4. Poker - Nichts für Dummies Teil 4: Berechnen Sie Ihre Odds!
  5. Poker - Nichts für Dummies Teil 5: Passen Sie auf!
  6. Poker - Nichts für Dummies Teil 6: Sie brauchen eine Bankroll!
  7. Poker - Nichts für Dummies Teil 7: Hören Sie auf zu bluffen!
  8. Poker - Nichts für Dummies Teil 8: Halten Sie den Mund!
  9. Poker - Nichts für Dummies Teil 9: Schreiben Sie's auf!
  10. Poker - Nichts für Dummies Teil 10: Diskutieren Sie!
  11. Poker - Nichts für Dummies Teil 11: ABC-Poker
  12. Poker - Nichts für Dummies Teil 12: Position
  13. Poker - Nichts für Dummies Teil 13: (Beispiele) Ablenkung
  14. Poker - Nichts für Dummies Teil 14: (Beispiele) Outs zählen

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