Alternativen zum Battle of Malta?

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29 September 2013, Von: PokerZeit.com
Alternativen zum Battle of Malta?

Was tun, wenn man trotz überragendem Spiel wegen zahlloser Bad Beats aus dem Turnier geflogen ist? Zunächst mal Wunden lecken, dann den mehr oder weniger freiwilligen Zuhörern die Geschichten erzählen, wie „ungerecht“ es in einem Turnier zugeht?

Nein, das will ja ohnehin niemand hören. Also, was tun? Wie wär‘s denn mit Cashgame? Immerhin stehen unten im Casino Portomaso ca. 10 Tische zur Verfügung.

Offenbar bin ich nicht der einzige mit der Idee. Der Pokerbereich ist nämlich gerammelt voll und die Wartelisten für 1/2 sind meterlang, die für 2/5 etwas kürzer, aber trotzdem wäre langes Warten angesagt.

Eine Alternative bietet sich etwa 700 Meter Luftlinie vom Casino Portomaso entfernt:

Auf einer Felsenzunge im Meer befinde sich nämlich das traditionsreiche Dragonara Casino. Dieser Tempel Fortunas existiert schon seit Jahrzehnten. Er atmet gewissermaßen Tradition. Vor mehr als einem halben Jahrhundert, als Europa noch nicht fleckendeckend mit Spielcasinos bedeckt war, wurde das Dragonara in einem Atemzug mit den Spielbanken von Monte Carlo und Baden-Baden genannt.

Das Gebäude ist der frühere Palast eines maltesischen Adligen, der es im Stil eines antiken Tempels errichten ließ. Schon von weitem ist es durch den Neonschriftzug „Casino“ erkennbar, der abwechselnd rot und blau aufleuchtet. Eine stattliche Zufahrt führt am Luxushotel Westin Dragonara vorbei auf eine geschwungene Freitreppe zu. Ein Kolonnadengang mit griechischen Säulen säumt das quadratische Gebäude.

Mit meiner Dragonara-Card kann ich problemlos eintreten, denn sie ist von meinem letzten Besuch vor zwei Jahren noch gültig.

Der Pokerroom des Dragonara befindet sich immer noch in einem kleinen Seitenraum neben dem Hauptspielsaal. Dort befinden sich auf engem Raum fünf Pokertische. Weitere vier sind in einer Ecke des Hauptspielsaals verfügbar. Sie sind nicht in Betrieb.

Im Pokerroom sind noch vier Tische eng mit Turnierspielern besetzt. Es läuft eines der täglichen Turniere. Das Buy In betrug 40 Euro, es sind knapp über 2000 Euro im Preispool gelandet. Gerade mal fünf Prozent vom Geldaufkommen des Battle of Malta, aber immerhin.

Am fünften Tisch läuft ein Cashgame. Blinds 1/2, höhere Limits kommen lt. Floorman nur selten zustande. Ein Buy In ist von 100 bis 500 Euro möglich. Ich kaufe mich mit 150 BB ein.

Am Tisch mehrere Skandinavier. Sie sind auch wegen der BoM hier, man erkennt es an den Cardprotectoren mit dem Pokerlistings-Logo, dass jeder Teilnehmer der BoM bekommen hat. Einer hat sich für Tag 2 qualifiziert, die anderen teilen das gleiche Schicksal wie ich.

Das Spiel ist recht aggressiv. Limpen ist dort nicht angesagt. Ich spiele deswegen ziemlich tight. Folde viele Hände nach Three-Bets. Effektiv spiele ich nur zwei Hände, die ich auch gewinne. Einmal Pocket Tens, die schon im Ace-high Flop zum Set werden und mir die Stacks von zwei Gegnern bringen, beide hatten ein Ass, einer sogar Ace Ten.

Meine zweite Hand gewinne ich mit AK.

Ergebnis: Nach etwa zwei Stunden ein ansehnlicher Gewinn. Im Dragonara geht es wesentlich gerechter zu, finde ich. ;o) 

 - Rainer Gottlieb

 

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