Poker - Nichts für Dummies Teil 2: Spielen Sie in Position!

dealer button

Im zweiten Teil unserer Serie darüber, sich beim Pokern nicht dumm anzustellen, erläutern wir die Bedeutung des Spiels in Position.

Die Position ist schlicht das wichtigste und wertvollste Werkzeug, das in einer Pokerpartie zur Verfügung steht.

Falls Sie mit dem Begriff noch nicht vertraut sind: Unter Position versteht man, derjenige Spieler zu sein, der in einer Hand als Letzter agieren darf (also entweder den Button hat oder hinter dem alle anderen Spieler gefoldet haben).

Die schlechtesten Positionen in einer Hand sind im Allgemeinen die Blinds, denn ab der zweiten Setzrunde muss man aus diesen Positionen als Erster agieren.

Unabhängig von Ihren Fähigkeiten, der Spielsituation oder auch Ihren Karten verschafft Ihnen Position immer mehr Informationen über die Hände Ihrer Gegner, als diese besitzen.

Und Texas Hold'em ist ein Spiel, in dem es vor allem um Informationen geht.

Vier Vorteile des Positionsspiels

1.       Wenn Sie an der Reihe sind, haben Sie mehr Informationen über Ihre Gegner.

2.       Durch die Position erhalten Sie „Bluff Equity", d. h. Sie können aus der Position heraus besser und effizienter bluffen.

3.       Aus der Position heraus können Sie genauere Value Bets einsetzen.

4.       Die späte Position gibt Ihnen die Kontrolle über die letztliche Potgröße.

Das folgende Beispiel zeigt die Wichtigkeit der Position:

Tom „durrr" Dwan und Patrik Antonius sind in die durrrr-Challenge verwickelt, einen Online-Poker Heads-up-Wettstreit über 50.000 Hände. Der Sieger erhält nicht nur das gewonnene Geld, sondern auch noch die Siegprämie von 1,5 Mio. Dollar.

Pieter De Korver
Jede Hand ist wertvoller, wenn Sie Position haben.

Bei diesen beiden handelt es sich um zwei der besten Online-Pokerspieler der Welt. Sieht man sich die bisherige Hand History an, kommt man zu einem eindeutigen Ergebnis.

Vergleicht man die Ergebnisse in Position mit denen out-of-Position, erhält man für beide Spieler fast identische Ergebnisse. Jeder hat ou-of-Position eine beträchtliche Summe verloren, aber in Position gewonnen.

Obwohl sie die ganze Zeit gegen denselben Spieler in demselben Spiel angetreten sind, macht die Position den Unterschied zwischen Millionengewinnen und -verlusten.

Wenn einer der beiden Spieler die ganze Zeit in Position spielen dürfte, käme gar kein Wettstreit zustande. Der Spieler in Position würde auf jeden Fall gewinnen.

Unabhängig von der Variante oder der Version, die Sie spielen möchten gilt: Wenn Sie profitabel spielen wollen, müssen Sie dann möglichst viele große Pots aufbauen, wenn Sie Position haben.

Jeder große Pot, den Sie ohne Position spielen, ist eine potenzielle Katastrophe.

„Ohne Position zu spielen ist wie ohne Taschenlampe durch einen dunklen Tunnel zu wandern. Man weiß nie, was hinter der nächsten Ecke lauert." (Daniel Skolovy)

Mehr aus der Serie "Poker - Nichts für Dummies":

  1. Poker - Nichts für Dummies Teil 1: Spielen Sie weniger Hände!
  2. Poker - Nichts für Dummies Teil 2: Spielen Sie in Position!
  3. Poker - Nichts für Dummies Teil 3: Zählen Sie Ihre Outs!
  4. Poker - Nichts für Dummies Teil 4: Berechnen Sie Ihre Odds!
  5. Poker - Nichts für Dummies Teil 5: Passen Sie auf!
  6. Poker - Nichts für Dummies Teil 6: Sie brauchen eine Bankroll!
  7. Poker - Nichts für Dummies Teil 7: Hören Sie auf zu bluffen!
  8. Poker - Nichts für Dummies Teil 8: Halten Sie den Mund!
  9. Poker - Nichts für Dummies Teil 9: Schreiben Sie's auf!
  10. Poker - Nichts für Dummies Teil 10: Diskutieren Sie!
  11. Poker - Nichts für Dummies Teil 11: ABC-Poker
  12. Poker - Nichts für Dummies Teil 12: Position
  13. Poker - Nichts für Dummies Teil 13: (Beispiele) Ablenkung
  14. Poker - Nichts für Dummies Teil 14: (Beispiele) Outs zählen

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