Poker EM Final Table – Zoltan Szabo gewinnt

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Am Final Table saßen Spieler, die bereits Titel bei EPT und EPT vorweisen konnten. Es gewann jedoch ein unbekannter Ungar.

Es war ein hochkarätig besetztes Finale, an dem viele Spieler mit der besseren Hand verloren und ein Spieler mit praktisch jeder Hand gewann. Sein Name ist Zoltan Szabo.

Der Fluch der besten Hand

Gleich zwei Mal nacheinander wurde der Spieler, der mit der besseren Hand seine Chips in die Mitte brachte, dafür auch noch bestraft. Zunächst verlor der Finne Kimmo Kurko seine Chips mit A-Q an Jam Jachtmann mit A-T, dann verlor Andreas Rathje die guten alten Asse gegen Könige von Stefan Rapp.

Erst als der vormalige Chipleader Chris Lastiwka mit K-Q gegen das All-in von Kuzmin mit Q-T gewann, konnte man von einem „normalen“ Bust-out sprechen. Allerdings hatte Lastiwka schnell seinen Vorsprung eingebüßt, und bei noch sechs Spielern am Tisch gehörte er neben Khiem Nguyen und Ivo Donev zu den Shortstacks.

Duell der Shortstacks

Donev und Ngyuen suchten schließlich die Entscheidung. Kiem mit K-K gewann gegen Donev mit A-K und nahm ihm fast alle Chips ab. In der kommenden Hand stellte Donev ohne größeres Überlegen all-in, da er ohnehin nur noch eine Handvoll Big Blinds vor sich hatte. Er lief in gleich zwei bessere Hände und verabschiedete sich auf Platz 6.

khiem nguyen
Bester Deutscher - Khiem Nguyen.

Dann schlug der Fluch wieder zu, und zwar bei dem Mann, der doch als Chipleader mit den größten Chancen auf den Titel in den Tag gegangen war. Chris Lastiwka gelang es, seine Chips mit Pocket Buben in die Mitte zu bekommen und einen Call von Szabo mit Pocket Achten zu erhalten. Eine Acht auf dem Flop beendete die Titelträume des Kanadiers.

Jan Peter Jachtmann wurde Vierter der Poker EM in Baden 2011. Auf dem Flop T 3 J spielte Jan mit K Q an und bezahlte schließlich das All-in von Stefan Rapp, der A J hielt. Jachtmann konnte keines seiner Outs treffen und ließ das Feld auf ein Trio schrumpfen.

Boot schlägt Straße

Die drei letzten Spieler erreichten verdient die Podestplätze. Stefan Rapp legte über die gesamte Turnierdistanz eine bemerkenswerte Souveränität und Überlegtheit an den Tag, spielte präzise und überlegen.

Zoltan Szabo war der Fels in der Brandung. Unzählige Male bezahlte er zwei oder drei Straßen, nur um auf dem River durch eine kräftige Bet doch noch den Pot zu gewinnen. Wie viel davon Können, Geschick, Glück und Bluffs waren, weiß nur der Ungar selbst.

Khiem Nguyen war der aggressivste Spieler an Tisch, stets hochgradig gefährlich und angriffslustig wie ein Raubtier. Das hätte ihm eigentlich zum Verhängnis werden müssen, stattdessen war es jedoch eine Hand, in der Monster auf Monster traf, die ihn das Turnier kostete.

Auf dem Board J Q Q - T - A ging Nguyen mit K 7 und einer Straße schließlich all-in, doch der Ungar hatte schon auf dem Turn mit Q-T ein Full House fertig und kassierte alle Chips des letzten Deutschen am Tisch.

poker em pokale 2011
Parade der Pokale.

Heads-up

Österreich gegen Ungarn hieß also das Finale – aus historischer Sicht nicht ganz uninteressant. Trotz des Chipvorsprungs des Ungarn erwartete man zunächst, dass sich der erfahrenere und letztlich wohl auch bessere Spieler Stefan Rapp in diesem Duell durchsetzen würde.

Dennoch entspannte sich ein Finale über fast dreieinhalb Stunden, in denen Zoltan Szabo die meiste Zeit einfach das glücklichere Händchen hatte. Er bekam entweder die besseren Karten oder traf den Flop selbst mit marginalen Händen perfekt.

Über zwei Stunden wogte das Geschehen hin und her, bis es zu einer vorentscheidenden Hand kam.

Rapp limp-reraiste vor dem Flop mit A-Q. Der Flopp Q-J-J wurde von beiden Spielern gecheckt. Die 6 auf dem Turn spielte Rapp an und bekam prompt ein Raise des Ungarn. Rapp spürte schon in diesem Moment, dass TPTK hier nicht mehr gut sein würde, annoncierte jedoch den Call. Die 3 auf dem River änderte nichts, Szabo setzte 500k und Rapp rang sich sichtlich widerwillig zum Call durch. Szabo zeigte Pocket Sechsen für ein Full House und setzte sich deutlich ab.

Rapp konnte den Rückstand zu keinem Zeitpunkt mehr aufholen, wurde etwas fahrig und ließ selbst manche Chance aus. Beispielhaft dann die letzte Hand des Turniers. Rapp hielt Pocket Buben, Szabo T 7. Auf dem Flop 3 5 6 gingen alle Chips in die Mitte. Auf dem Turn erschien ein weiterer Bube, doch die Vier auf dem River brachte dem Ungarn die Straße und den Titel.

Final Table Payouts:

1. Zoltan Szabo - €150.425
2. Stefan Rapp - €106.895
3. Khiem Nguyen - €74.935
4. Jan Jachtmann - €55.100
5. Chris Lastiwka – 40.775
6. Ivo Donev - €29.200
7. Alexander Kuzmin - €19.835
8. Andreas Rathje – €14.325
9. Kimmo Kurko - €11.020

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