Poker EM in Baden - die Ergebnisse

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Mihai Manole - Europameister aus den Karpaten.

Die Poker EM in Baden bei Wien ist auf dem europäischen Poker-Kalender eine Institution. Sandra Naujoks raketenartige Karriere erfuhr hier durch einen Sieg im Main Event 2008 ihren ersten Heater und auch der Nations Cup ist in seiner Form einzigartig.

Dieses Jahr hatte man zwar einen leichten Rückgang in den Teilnehmerzahlen zu verzeichnen, die Preispools in zahlreichen Turnier-Varianten konnten sich aber dennoch sehen lassen. Gestern entschied ein Rumäne den Titelkampf im Main Event für sich. Auch alle anderen Ergebnisse findet ihr in unserer Zusammenfassung.

Er war durch das Feld gepflügt, als wolle er seinen Kontrahenten noch mal eindrücklich vor Augen führen warum er sich „ThePokerStorm" nennt. Mit einem massiven Chiplead hatte es Dragan Galic dann auch an den Final Table des Main Events der Poker EM in Baden 2010 gebracht.  Im Rennen um den Titel des Europameisters musste er sich im Heads Up dann doch dem Rumänen Mihai Manole geschlagen geben.

Dragan und Mihai lieferten sich im Heads Up einen ausgesprochen sehenswerten Kampf um den Titel und die damit verbundene Prämie von 160.800 Euro. Die Entscheidung fiel schließlich, als Dragan, der zu diesem Zeitpunkt die Nase ganz knapp vorne gehabt hatte All In pushte und in die Rockets von Manole lief. Zwei Hände später war es für Galic dann vorbei und Mihai Manole wurde zum dritten Poker-Europameister gekürt. Er feierte dabei seinen ersten richtig großen Erfolg auf internationaler Bühne.

Hier noch die Payouts des €4.000 NLHE - Events:

1. Mihai Manole, 160.800 €
2. Dragan Galic, 114.265 €
3. Markus Feurle, 80.105 €
4. Ismael Bojang, 58.900 €
5. Lukas Bachmaier, 43.585 €
6. Armend Idrizi, 31.215 €
7. Heinz Kamutzki, 21.205 €
8. Mark Bollinger, 15.315 €
9. Daniel Studer, 11.780 €
10. A. Dovzhenko, 9.425 €

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Maurizio Guerra - Omaha-Meister.

Doch bereits vor dem Main  Event waren einige Europameister in anderen Poker-Varianten gekürt worden. So zum Beispiel im  €3.000 PLO Event. Dort hatte es kurz vor dem Final Table mit Michael Keiner, Sandra Naujoks und Florian Langmann gleich ein ganzes Ensemble an deutschsprachigen Pro's erwischt. Den Titel des Bubble Boy sicherte sich übrigens EX FullTilt Pro Sigi Stockinger. Im Heads-up, welches sich fast eine Stunde hinzog, setzte sich dann der ItalienerMaurizio Guerra gegen einen deutschen Spieler mit dem Nickname „Eskimo" durch.

Hier noch die Payouts des €3.000 PLO - Events:

1. Maurizio Guerra, ITA, €72.675
2. 'Eskimo', D, €53.295
3. V. Kwaysser, HUN, €38.760
4. Toni Vardjavand,           D, €26.650
5. Ali Kahvand, D, €19.380
6. Harry Casagrande,          AUT, €14.535
7. Peter Mühlbek, AUT, €9.690
8. Peyman Lüth, D, €7.265

Wenig später war dann auch das €1.000 No-Limit Hold'em Event entschieden. Hier hatten sich immerhin 117 Spielern eingeschrieben und am Ende hatte auch diesmal kein deutschsprachiger Spieler die Nase vorn.

1. Jan Corneliussen, NOR, €31.120
2. Mike Brandau, D, €22.230
3. Richard Toth, HUN, €15.560

NationsCup-2010-Winner
Die siegreichen Finnen.

Der neben dem Main Event populärste Wettbewerb ist zweifellos der Nations Cup. Auch dieses Jahr berappten 18 Teams die €20.000 Startgebühr, sodass es am Ende um einen Gesamt-Prizepool von €342.000 ging. Jedes Team bestand aus vier Spielern und alle bekannten Spieler der vorhergegangenen Tage waren auch in diesem Turnier vertreten.

Kaum zu stoppen war am Ende das Team des Finnen Juha Helppi. So mussten nach und nach alle deutschsprachigen Teams die Segel streichen und so kam es, dass am Ende weder ein Team aus Österreich, noch ein Team aus Deutschland sich im Geld platzieren konnte. Die Schweizer hatte es nicht mal an den Final Table geschafft.

Fast mehr als die Action am Tisch beschäftigte die Spieler des Final Tables allerdings eine recht interessante und ungewöhnliche Entscheidung der Casinos Austria. Denn um das Spiel für die Zuseher interessanter zu machen, lief der Live Stream mitsamt aller Hole Cards 15 Minuten zeitversetzt im großen Turniersaal auf einer Videowall. Ein Novum, über das nicht alle Spieler besonders erfreut waren, schließlich wurde es dadurch recht schwierig sich ein Image am Tisch aufzubauen, da einen der Videostream verriet.

Am besten mit dieser ungewohnten Situation umgehen konnte Team Finnland rund um Juha Helppi. Sie setzten sich im Heads Up gegen Team Italien rund um Dario Alioto durch und durften dafür die schöne Summe von 161.000 Euro kassieren. Platz Drei ging an Team Iran rund um Pouya Pouya.

Hier noch die Payouts des €20.000 Nation Cup - Events:

  1. Finnland, Juha Helppi, €161.000
  2. Italien, Dario Alioto, €96.600
  3. Iran, Pouya Pouya, €64.400
  4. Finnland, Ilari Tahkokallio, €20.000
  5. Deutschland, Michael Keiner
  6. Österreich, Harry Casagrande
  7. Österreich, Wasi Akhund
  8. Finnland, Seppo Parkkinen
  9. Österreich, Ivo Donev

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