Poker EM Baden – bis zum Final Table

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Nach drei langen Tagen steht der Finaltisch der Poker EM in Baden fest. Chris Lastivka aus Kanada hat sich die beste Ausgangsposition geschaffen, aber auch Deutschland hat noch drei Eisen im Feuer.

Um Punkt 14 Uhr fiel der Startschuss zum dritten Tag der Poker EM. 35 Spieler waren noch im Rennen um den prestigeträchtigen Titel des Europameisters und die Siegprämie in Höhe von €150.425.

Ziel des Tages war, auf den Final Table herunterzuspielen, doch bis dahin war es ein weiter Weg. Bei Blinds von 1200/2400/ 300 lag der Durchschnitt anfangs bei 115.000 Chips. Somit hatten die Teilnehmer durchschnittlich knapp 48 Big Blinds, und es blieb eine Menge Zeit zum Taktieren.

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"Wenn ich spiele, dann um zu gewinnen" - Andreas Rathje.

Wir machten uns berechtigte Hoffnungen auf ein Finale mit deutscher Beteiligung, denn unter den ersten fünf waren gleich drei Deutsche.

Chipleader war zu diesem Zeitpunkt Andreas Rathje aus Hamburg mit 345.800 Chips. Andreas ist Hobbyspieler und war gerade beruflich in Österreich tätig, da wollte er sich dieses Event der Extraklasse nicht entgehen lassen.

Leider erwischte er keinen guten Start und büßte gleich zu Beginn fast 100.000 Chips ein, dennoch ließ er sich nicht unterkriegen: „Natürlich kann es beim No-Limit Hold’em auch schnell bergab gehen, aber wenn ich spiele, dann spiele ich auf Sieg“, sagte er uns in einem persönlichen Gespräch.

Von den deutschen Vertretern musste sich als erstes Tilo Schrimm verabschieden. Wenig später folgten ihm Heinz Traut und Bodo Sbrzesny. Letzteren erwischte es äußerst unglücklich, als er mit einem Full House in die Quads des Ungarn Zoltan Szabo lief. Außerdem blieben einige bekannte Spieler wie Harry Casagrande und Milan Joksic auf der Strecke.

Erst am Nachmittag des dritten von vier Spieltagen war dann schon die Bubble erreicht. Zum unglücklichsten Mann im Saal wurde Dominykas Karmazinas, der seine Chips mit A K gegen A 4 in die Mitte brachte. Die Doorcard war gleich eine Vier, und der junge Litauer musste als Letzter ohne Geld das Turnier verlassen. Alle anderen hatten damit mindestens €6060 sicher.

Die Story des Turniers ist aber Mario Viehböck. Er hatte gestern zwischenzeitlich nur noch eine halbe Ante und schaffte es tatsächlich noch ins Geld! Der junge Österreicher schien mehr als sieben Leben zu haben, denn er war gestern bereits bis auf eine halbe Ante abgerutscht und heute 17 Mal all-In. Damit wäre wieder einmal bewiesen wie viel Wahrheit in dem Spruch „A chip and a chair“ steckt.

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Europameister der Herzen - Mario Viehböck.

Leider erwischte es ihn schlussendlich doch noch auf Platz 11 als er mit A 9 den Kürzeren gegen A K von Jan-Peter Jachtmann zog. Trotzdem ist er der Sieger der Herzen.

Der Final Table Bubble Boy heißt Alex Kravchenko, der mit A 4 nach Raise und Reraise All-In pushte und sofort von Stefan Rapp mit Königen gecallt wurde. Keine Hilfe am Board und der Team PokerStars Pro musste sich mit €8.815 begnügen. Er verabschiedete sich in die verrückten Cash Games.

Khiem Nguyen konnte nach seinem Side Event Sieg bei der EPT London und weiteren starken Ergebnissen seinen hervorragenden Lauf auch hier in Baden fortsetzen und geht als einer der Favoriten ins Finale.

Mit Khiem Nguyen, Jan-Peter Jachtmann und Andreas Rathje haben es insgesamt drei Deutsche an den Final Table geschafft.

Mit WPT-Titelträger Alexander Kuzmin, Ivo Donev und Stefan Rapp sind auch noch einige Hochkaräter dabei. Für Spannung ist damit gesorgt. Auf Casino.at wird es morgen einen Livestream vom Final Table geben, wo ihr die Action aus dem Grand Casino Baden live mitverfolgen könnt.

Der Final Table auf einen Blick:

1. Chris Lastivka, Kanada, 886.000
2. Stefan Rapp, Österreich, 741.000
3. Khiem Nguyen, D, 678.000
4. Zoltan Szabo, Ungarn, 590.000
5. Andreas Rathje, D, 406.000
6. Ivo Donev, Österreich, 347.000
7. Jan-Peter Jachtmann, D, 298.000
8. Alexander Kuzmin, Russland, 232.000
9. Kimmo Kurko, Finnland, 173.000

- Lars Liedtke

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