Die Poker EM in Baden komplett

Zoltan Szabo
Zoltan Szabo.

Die 22. Poker EM in Baden ist vorbei. Die wichtigsten Ereignisse, Turniere und Gewinner im Überblick.

Vom 24. Oktober bis 3. November lud das wunderschöne Grand Casino in Baden bei Wien zur 22. Pokereuropameisterschaft. Das Angebot war so vielfältig wie nie zuvor, insgesamt warteten 12 Turniere auf die Spieler.

Der erste Höhepunkt war das Saisonfinale der Casinos Austria Poker Tour (CAPT). 157 Teilnehmer bedeuteten eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, und der Preispool stieg auf stattliche €298.300 an. In einem sehr stark besetzten Feld setzten sich am Ende die jungen Wilden durch, und der Österreicher Thomas Brauner ging als Chipleader an den Final Table.

Doch auch Deutschland hatte mit Onlinepoker-Legende Mario „Pokerccini" Puccini noch ein ganz heißes Eisen im Feuer. Dieser musste sich leider auf Platz 5 verabschieden. Im Heads-Up standen sich schließlich der Österreicher Clemens Manzano und der Ungar Szabolcs Mayer gegenüber. Letzterer setze sich durch und nahm für seinen Sieg stolze €81.435 mit nach Hause.

Damit stand auch der Gewinner des CAPT Jahresrankings fest. Milan Joksic zog auf der Zielgeraden noch an Erich Kollmann vorbei und darf sich nun „CAPT Player of the Year“ nennen.

Im Anschluss daran begann mit der EM im No-Limit Hold’em das wohl wichtigste Turnier der Serie. Für das Buy-In von €4.000 gab es mit 30.000 Chips und 75 Minuten Levels eine exzellente Struktur.

Szabolcs Mayer
Szabolcs Mayer.

Es fanden sich 140 Spieler an den Tischen ein. Sie sorgten für einen Preispool von €551.000. Unter dcen Teilnehmern waren auch so bekannte Namen wie Brandon Cantu, Alex Kravchenko, Richard Toth, Sebastian Ruthenberg, Marvin Rettenmaier und Vorjahressieger Mihai Manole.

Nach drei Tagen war der Finaltisch gefunden. Ivo Donev, Zoltan Szabo, Chris Lastiwka, Khiem Nguyen, Andreas Rathje, Jan-Peter Jachtmann, Kimmo Kurko, Stefan Rapp und Alexander Kuzmin hießen die Finalisten.

Im Heads-Up trafen mit Zoltan Szabo und Stefan Rapp erneut ein Ungar und ein Österreicher aufeinander und wieder ging der Sieg samt €150.425 nach Ungarn.

Am nächsten Tag stand der Kampf der Nationen auf dem Programm. Nur acht Teams hatten für den mittlerweile legendären Nations Cup gemeldet und das Buy-In von €20.000 bezahlt. Davon waren vier aus Finnland, zwei aus Deutschland, eins aus der Schweiz und eins aus Russland. Am Ende durften die Russen über den Sieg und das Preisgeld in Höhe von €76.000 jubeln.

Kimmo Kurko2
Kimmo Kurko.

Den krönenden Abschluss fand die EM dann mit dem Pot Limit Omaha Event, mit einem Buy-In von €3.000. Hier kamen die Fans des Spiels der vier Karten voll auf ihre Kosten. 58 Spieler wollten sich dieses Turnier nicht entgehen lassen und so lagen €164.940 im Pot.

Den Sieg machten der Finne Kimmo Kurko, der bereits bei der EM im No-Limit Hold’em den Finaltisch erreicht hatte, und Erich Kollmann (vier CAPT Finaltische in dieser Saison, außerdem Finalist im PLO-Event der WSOPE) unter sich aus. Letzten Endes hatte Kurko das Glück auf seiner Seite und wurde für seine ausgezeichnete Leistung in Baden mit €52.900 belohnt.

Alles in allem war die 22. Poker EM ein sehr gelungenes Event in tollem Ambiente, sodass man sich schon jetzt auf das nächste Jahr freuen darf.

- Lars Liedtke

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