PLO – Nichts für Dummies 5: Schlechte Hände versauen alles

Phil Galfond
Versuchen Sie, sich Entscheidungen leichter zu machen.

Jetzt mal Klartext: Entweder bgreifen Sie, wie man seine Hände auswählt, oder es wird nie was mit Ihrer PLO-Karriere.

Unten auf der Seite finden Sie die Links zu den anderen Teilen dieser Serie.

Leider gibt es keine simplen Regeln, nach denen man seine Hände aussucht, und es gibt auch keine Tabelle, in der steht, welche Hände wie profitabel sind.

So einfach ist das nicht.                     

Sie müssen in der Lage sein, jede einzelne Hand, die Sie bekommen, neu zu bewerten und dann zu entscheiden, ob sie Geld bringt oder Geld kostet.

Die Kriterien bleiben dabei immer dieselben, nur die Karten ändern sich ständig.

Hände sollten eine große Flopfreundlichkeit aufweisen, die nuts bilden können und einen Plan B in der Hinterhand haben.

Jedenfalls im besten Fall.

Alle anderen Hände besitzen für Omaha absteigende Werte, und es ist an Ihnen, zu bestimmen, wie weit unten die Hände auf der Skala anzusetzen sind.

Mit Königen gegen Asse laufen ist ein Fehler

Auch Könige sind für frühere Hold’em-Spieler eine problematische Hand.

Könige sind aus demselben Grund eine schwache Hand, warum Asse eine schwache Hand sind: Paare gewinnen selten im Showdown, und dort müssen Sie erst einmal hinkommen.

Im Gegensatz zu den Assen sind Könige abver eine hand, mit der Sie nicht vor dem Flop alles in die Mitte bekommen möchten.

Wenn Sie den Großteil Ihres Stacks setzen und nur Könige halten, sind Sie wahrscheinlich in Schwierigkeiten.

In Texas Hold’em kommt es selten zu einer Situation, in der Asse auf Könige treffen, so selten, dass man von einem „Cooler“ spricht.

Ben Lamb
Ben Lamb kann aus jeder Position spielen.
 

Bei vier Karten, die pro Omaha-Hand gedealt werden, kommen solche Situationen viel häufiger vor. Wenn man hier mit Königen auf Asse trifft, ist das kein Cooler, sondern ein Fehler.

Könige sollten sehr vorsichtig gespielt werden, es seid enn, dass die Könige sehr starke Beikarten haben, z. B. in Händen wie:

  • A K K Q oder
  • K K Q J

Vergleichen Sie das mal mit einer Hand wie K K 4 9. Solche Könige haben überhaupt nichts, womit sie arbeiten können.

In einer Partie mit deepen Stacks können diese Könige nur gewinnen, wenn sie ein Set floppen. Ansonsten sind sie komplett wertlos.

Hohe suited und double-suited Hände

Falls es Ihnenn noch nicht zum Hals heraushängt, wird es jetzt gleich soweit sein: Gute Omaha-Hände haben viele Stärken.

Sie können nicht nur die Nuts bilden, sondern haben auch noch einen Plan in der Hinterhand.

Hohe suited und double-suited Hände floppen nicht oft die Nuts, treffen aber gerne zwei Paare, die dann zum Full House werden können.

Hände wie A-J-K-T oder A-Q-T-9 oder K-J-T-9 sind ohnehin stark, werden aber noch viel besser, wenn sie außerdem suited oder double-suited sind.

A J T 9 ist eine exzellente Hand, wahrscheinlich besser als eine Hand A-K-Q-J rainbow, denn hier sind zwei Flushs möglich, davon ein Nut Flush.

Einen Draw zu den Nuts zu haben ist äußerst wichtig, denn Flush über Flush ist ein Szenario, dass in Omaha hjäfig vorkommt.

Ben Grundy
Position ist extrem wichtig!
 

Mit dem Nut Draw sind Sie dann in einer hervorragenden Position.

Omaha ohne Position zu spielen ist praktisch unmöglich

In Hold’em ist Position wichtig, im Omaha ist sie das Nonplusultra.

In diesem Spiel kann der Lead auf jeder Straße wechseln. Das ist sogar die Regel.

Es ist häufig sehr schwierig, abzuschätzen, wo man mit seiner Hand steht, und wenn man keine Position hat, wird alles noch schlimmer. In Omaha ist so ein Spiel praktisch unmöglich.

Um diesen Nachteil auszugleichen , sollten Sie anfangs nur wenige, sehr starke Hände spielen. Wenn Sie sich erst einmal ein bisschen in das Spiel hineingefunden haben und die kleinen Tricks und Fallstricke erkennen, können Sie auch mehr verschiedene Hände spielen.

Aber auch die besten Omaha-Spieler der Welt sind extrem vorsichtig, wenn sie eine Hand ohne Position spielen müssen. Das ist für jeden Spieler sehr, sehr schwierig.

Zusammenfassung:

Spielen Sie vor dem Flop tight, bewerten Sie die Stärke Ihrer Hand komplett objektiv, und Sie machen sich den Rest der Hand deutlich leichter.

Man kann sich schnell in der Action verlieren und zu viele Hände spielen. Ein guter Spieler kann sich aber kontrolllieren, bleibt bei seinem Plan und hat immre die Profitabilität im Blick.

Zu lernen, was eine gute Omaha-Hand ausmacht und was eine gute von einer mittelmäßigen Hand unterscheidet, ist keine leichte Sache.

Aber nur dann, wenn Sie diese Aufgabe lösen können, wird es für Sie möglich, ein routinierter PLO-Spieler zu werden – und irgendwann sogar mal ein guter.


PLO - Nichts für Dummies: die Serie

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Comment is under moderation. Thank you!

Noch keine Kommentare