PLO – Nichts für Dummies 3: Schwache Rundowns vermeiden

Kirill Gerasimov

Dritter Teil unserer Serie zur grundlegenden Strategie für Pot Limit Omaha. Heute: Connectors sind nicht gleich Connectors.

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In Omaha beginnt man jede Hand mit dem Plan, zu den Nuts zu ziehen.

Ein Rundown – damit ist eine Hand aus vier Connectors gemeint, z. B. 6-7-8-9 – gibt uns diese Chance, aber nicht alle Rundowns sind gleich stark.

Höher = besser

Je höher der Rundown liegt, desto besser.

Wir wollen grundsätzlich die Nuts halten und damit Cooler an die Spieler verteilen, die die zweitbeste Straße getroffen haben.

Wenn wir die richtigen Hände in der richtigen Position spielen, werden wir häufiger Cooler verpassen als „gecoolert“ zu werden.

Deshalb sind hohe Rundowns deutlich stärker als niedrige Rundowns.

bearded guy
Je höher der Rundown, desto besser.
 

Ein Beispiel:

T 9 8 7 ist viel stärker als 3 4 5 6. Die erste Hand trifft die Nuts einfach viel häufiger.

Hände wie zweitbeste Straßen sind in Omaha extrem teuer. Deshalb sollte man niedrige Rundowns meistens meiden.

Rundowns sind im Übrigen sehr flopfreundlich, denn wenn man zwei Paare trifft, hat man gleichzeitig auch immer noch einen Draw.

Die besten Rundowns

Die besten Rundowns sind hohe Rundowns mit wenigen Lücken.

Genau wie in Hold’em sind Suited Connectors wie 7 8 eine viel bessere Hand als Suited Two-Gappers wie z. B. 7 5.

In Omaha ist entsprechend T-9-8-7 eine viel bessere Hand als J-8-7-6.

Je mehr Lücken die Hand hat, desto schwieriger wird es, die Nuts zu treffen.

A-K-Q-J ist eine sehr gute Hand, aber nicht wirklich einer der stärksten Rundowns, weil man nur zwei Straights damit bilden kann anstatt vier.

Sehr starke Rundowns sind:

  • J T 9 8
  • Q J T 9
  • 9 8 7 6

Solche Rundowns können mehrere Straßen bilden, und wenn das funktioniert, sind es häufig Cooler für niedrigere Straights.

Dan Shak
Second Nuts sind teuer.
 

Starke Rundowns

Nicht ganz so stark, aber trotzdem gut, sind Rundowns mit einer Lücke.

Im besten Fall sollte diese Lücke zwischen den beiden niedrigsten Karten liegen, wie etwa bei J-T-9-7.

Wenn man nämlich mit so einer Hand einen „Wrap-Draw“ floppt, also einen Straight Draw mit mehr Outs als ein Open Ender hat, sind mehr dieser Outs tatsächlich Outs zu den Nuts.

Beispiel dafür sind J-T-9-7 auf Flops wie 8-9-x, 7-8-x, 6-8-x usw.

Liegt die Lücke dagegen zwischen den hohen Karten, wie bei T-7-6-5, und wir einen Wrap floppen, dann sind viele Outs nur Outs zu niedrigeren Straights, z. B. auf Flops wie 8-9-x, 8-7-x usw.

Und, wie bereits erwähnt, sind Straight Draws unterhalb der Nuts Straight keine gute Idee.

Starke Rundowns sind auch solche, die einen Nut Flush Draw ermöglichen, z. B. A 8 7 6.

Das suited Ass erhöht den Wert der Hand, weil man damit einen weiteren Nut Draw auf dem Flop treffen kann, wenn dort zwei Pik fallen.

Man kann mit diese Hand den Nut Flush Draw treffen, zwei Paare mit Nut Flush Draw, Nut Straight Draws usw. Damit ist diese Hand eine wirklich starke.

Überlegen Sie sich bei jeder Hand, wie viele Möglichkeiten sie hat, um die Nuts zu treffen. Je mehr Möglichkeiten, desto stärker die Hand.

Je mehr Möglichkeiten, die zweitbeste Hand zu treffen, desto schwächer die Hand.

Schwache Rundowns

Schwache Rundowns sind Hände, die sogar dann problematisch bleiben, wenn sie den Flop perfekt treffen.

Niedrige Rundowns wie 3-4-5-6, Rundowns mit Lücken wie 3-4-5-8 und ähnliche Hände sind sehr schwach.

Hände wie diese können zwar Straights treffen, aber selten die Nuts. Und mit zwei Paaren hat man häufig ebenfalls nicht die beste Hand.

Patrik Antonius
Suited Rondowns sind viel stärker.
 

Kurz gesagt, solche Hände sind Schrott und sollten nicht gespielt werden.

Suited Rundowns sind extra stark

Ein Rundown mit suited Karten – am besten double suited – macht die Karten enorm viel stärker.

Die Hand 5 6 7 8 ist unglaublich viel stärker als 5 6 7 8.

Zwar haben wir hier keine Nut Suits, aber die doppelten Suits fügen unserer Hand ein paar Pläne B und C hinzu.

Erinnern Sie sich? Wir wollen immer etwas floppen, das auch noch potenziell etwas Anderes werden kann.

Floppen wir z. B. die Nuts mit 5 6 7 8 auf einem Flop 2 3 4, freerollen wir Hände wie 5 6 7 8.

Suited und double suited Hände haben mehr Optionen und sind deshalb deutlich durchschlagskräftiger.

Fallstudie:

$1/$2 mit $200 effektiven Stacks.

Ein Spieler erhöht auf $5 UTG, ein weiterer bezahlt auf dem Button. Wir bezahlen im Big Blind mit T 8 7 6 und sehen uns gemeinsam den Flop an.

8 3 9.

Wir setzen $10 und der erste Raiser erhöht auf $40. Der Button bezahlt.

Phil Ivey
Rundown ist nicht gleich Rundown.
 

Was sollten wir tun?

Der richtige Spielzug ist hier ein Fold. Wir haben zwar einen Wrap Draw, aber er ist nicht besonders stark.

Wir haben wenige Outs zu den Nuts, es liegt ein Flush Draw auf dem Board, und wir haben keine Position.

Es gibt nur wenige gute Karten, die auf dem Turn fallen könnten. Oft werden wir eine Straight treffen, die trotzdem von einer besseren geschlagen wird und uns eine Menge Geld kostet.

Zusammenfassung

Denken Sie daran, dass Rundown nicht gleich Rundown ist. Mit schwachen Rundowns findet man sich oft auf der ungünstigen Seite eines Coolers wieder.

Das kostet eine Menge Geld.

Üben Sie, starke Wraps von schwachen unterscheiden zu lernen, vermeiden Sie schwache Rundowns und Sie werden bald auf der Gewinnerseite der Cooler landen.


PLO - Nichts für Dummies: die Serie

 

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