PLO – Nichts für Dummies 2: Tight spielen, Position spielen

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PLO – Nichts für Dummies finden Sie jede Woche in unserer Strategieabteilung.

Pre-Flop-Spiel ist für PLO nicht ganz so bedeutend wir für Hold’em.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Pre-Flop-Spiel für PLO unwichtig ist.

Genau wie in Hold’em lautet die erste Regel: Wer hier schwache Hände foldet, hat später keine komplizierten Entscheidungen zu treffen.

Am einfachsten stellt man sich das so vor:

  • Je mehr schwache Hände man spielt, desto mehr marginale Hände werden gefloppt.
  • Je mehr marginale Hände man floppt, desto komplizierter werden die kommenden Entscheidungen.
  • Je mehr komplizierte Entscheidungen man treffen muss, desto mehr Fehler macht man.
  • Je mehr Fehler man macht, desto mehr Geld verliert man.

So einfach ist das.

Genau wie in Hold’em benötigt man zunächst also eine Menge Disziplin, um problematische Hände zu vermeiden und die Hände zu spielen, die in Omaha auch wirklich profitabel sind.

Wer vor dem Flop die richtigen Hände auswählt, spielt nach dem Flop bedeutend einfacher weiter.

Also: Welche Hände soll ich spielen?

Bei der Frage, welche Hand eine gute Starthand in Omaha ist, geht es vor allem darum, wie man damit zu den Nuts ziehen kann.

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Die zweitbeste Hand wird teuer.

Zweitbeste Hände sind teuer. Nur die Nuts verdienen mit Sicherheit Geld.

Nach diesem Gesichtspunkt müssen wir unsere Hände auswählen. Hände, die den Flop sehr gut treffen können. Hände wie 8 9 T J.

Eine solche Hand ist grundsätzlich sogar höher zu bewerten als eine Hand mit Pocket Assen in einer PLO-Partie mit deep Stacks.

Grund dafür ist, dass diese Hand, wenn sie den Flop trifft, ihn meistens verdammt gut trifft.

Stellen Sie sich die Hand 8 9 T J z. B. auf einem Flop 7 8 9 vor.

Hier floppen Sie die Nut Straight, Top Two Pair und einen Gutshot auf den Straight Flush.

Natürlich gibt es so einen Flop nicht oft. Aber das zeigt nur, worin sich Omaha grundlegend von Hold’em unterscheidet.

Bei Omaha suchen wir nach Hände, die in mehrfacher Hinsicht den Flop treffen können. Hände, mit denen wir etwas treffen und auch noch etwas Anderes treffen.

Verbundenheit, Gleichfarbigkeit und Flopfreundlichkeit

Bei der Handauswahl gehen wir mit folgenden Filtern vor:

  • Verbundenheit
  • Gleichfarbigkeit und doppelte Gleichfarbigkeit
  • Flopfreundlichkeit

Verbundenheit

Verbundenheit ist offenkundig. Man möchte Hände spielen, die in mehrfacher Hinsicht die Nuts treffen können.

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Gut aussehen, nicht nur auf dem Flop wichtig.

In Hold’em sind Suited Connectors gute Hände, weil man damit starke Hände wie Straights treffen kann.

In Omaha sind Hände wie vier Karten in einer Reihe besonders stark, weil es damit gleich mehrere Straights und Straight Draws gibt, die man treffen kann.

Gleichfarbigkeit und doppelte Gleichfarbigkeit

Mit der Gleichfarbigkeit verhält es sich ähnlich.

Floppt man eine Straight oder zwei Paare, kann es jha nicht schaden, wenn man daneben auch noch einen Flush Draw erwischt.

Doppelte Gleichfarbigkeit, also je zwei Karten einer Kartenfarbe, können sogar zwei Flush Draws treffen.

Damit kann man zwei Pläne entwickeln bzw. hat zwei Optionen.

Mit einer Hand wie A A 3 8 auf einem Flop 9 2 5 ist unsere Haupthand zunächst mal das Paar Asse.

Dazu kommen aber auch noch ein Nut Flush Draw und ein Backdoor Nut Flush Draw, mit denen man vielleicht noch etwas anfangen kann.

Mit einer Hand wie 8 9 A T und einem Flop 5 6 7 treffen wir die Nuts. Bekommen wir jetzt aber unsere Chips mit jemanden in die Mitte, der auch die Nuts gefloppt hat, freerollen wir mit unseren Nut Flush Draw.

Flopfreundlichkeit

Die Flopfreundlichkeit einer Hand wird dadurch bestimmt, dass sie nicht nur den Flop trifft, sondern zusätzlich etwas in petto hat.

Nehmen wir eine Hand wie 8 8 7 6.

Der Flop fällt nun 8 5 3. Damit halten wir Top Set, aber dank der Flopfreundlichkeit unserer Hand haben wir außerdem noch einen Open ended Straight Draw.

Omaha ist ein Spiel, in dem wir nicht nur den Flop treffen wollen. Wir wollen den Flop treffen UND dazu noch ein paar Optionen.

Die beste Hand ist in Omaha oft auf jeder Straße eine andere, deshalb sollten wir immer mehrere Optionen haben, auf die wir im Verlauf eine Hand setzen können.

Je mehr Optionen wir haben, desto mehr müssen unsere Gegner spekulieren.

Eine kurze Geschichte der Position

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Ohne Position: erstmal tight spielen.

Wir werden darauf später noch näher eingehen, aber kurz gesagt: Position ist für Omaha von entscheidender Bedeutung.

Um entscheiden zu können, ob wir eine freie Karte nehmen oder bluffen, wenn der Gegner checkt, ist für Omaha wichtiger als für Hold’em, weil der „Lead“, also die beste Hand, mit jeder Gemeinschaftskarte eine andere sein kann.

Wer Omaha zu häufig ohne Position spielt, muss zu häufig nach Vermutung spielen und verliert deshalb auf lange Sicht Geld.

Wer Omaha gerade erst lernt, sollte ohne Position extrem tight spielen.

Wenn Sie Omaha besser beherrschen, können Sie damit beginnen, auch ohne Position mehr Hände zu spielen, bis dahin aber gilt: Werfen Sie Ihr Geld nicht aus dem Fenster.

Zusammenfassung:

Gutes Omaha-Spiel beginnt vor dem Flop.

Man kann sich schnell in der wilden Jagd auf Odds und Outs verlieren und zu viele Hände spielen, aber genau das sollte man unbedingt vermeiden.

Spielen Sie zunächst äußerst tight – vor allem, wenn Sie keine Position haben.

Nicht nur den Flop treffen, sondern zusätzliche Draws und Optionen.

Halten Sie sich daran und riskieren Sie nicht zu viel. Damit sind Sie bereits auf einem guten Weg.


PLO – Nichts für Dummies: die Serie

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