Ivey: „Ich gehe dahin, wo die Big Games sind"

Phil Ivey

Vom Binion's bis zum Mirage, von Bobby's Room im Bellagio bis zu Ivey's Room im Aria - Las Vegas war immer die Heimat der ganz großen Partien.

Die Gegenwart sieht jedoch so aus: Immer mehr High Stakes Pokerpartien finden online statt, die High Stakes Sharks jagen Wale in Person asiatischer Geschäftsleute an Orten wie Macau. Es scheint fast so, als wären die Zeiten von Las Vegas im High Roller Sektor vorbei.

Es ist erst zwei Tage her, dass genau die malaysischen Geschäftsleute, die Spieler wie Phil Ivey, Tom Dwan, John Juanda und Chiau Giang in China zu Gast hatten, sich Australien zuwandten und im Rahmen der Aussie Millions ihr Cash Game Debut im Fernsehen gaben - und nicht etwa in der Stadt von Bugsy Siegel.

Doyle Brunson hat die Zeichen der Zeit längst erkannt. Erst vor wenigen Tagen gab er bekannt, dass er sich mit dem Gedanken trägt, nach Kalifornien zu ziehen, da es in Las Vegas einfach nicht mehr genug Partien auf seinem Level gibt.

Jetzt erzählte uns Phil Ivey im Interview, dass er ähnlicher Ansicht ist.

„Als Chip Reese starb, war es eigentlich vorbei. Er war so etwas wie die Basis der High Stakes Games, und jetzt gibt es richtige Big Games kaum noch (in Las Vegas), abgesehen von der WSOP-Zeit und im Rahmen von anderen großen Turnieren."

„Also gibt es kaum noch Gründe, hier zu leben."

Es ist nicht so, dass es gar keine Action mehr gibt, aber es ist eben nicht mehr das, was es einmal war, erläutert Ivey. Es gab Zeiten, in denen die besten Spieler regelmäßig am Tisch saßen und $4000/$8000 Mixed Games spielten.

„Vor vier oder fünf Jahren konnte man sich darauf verlassen, dass es an vier oder fünf Nächten in der Woche Partien gab. Heute ist das nur noch ein- oder zweimal pro Woche der Fall."

Ivey, der aus Riverside, Kalifornien stammt und seine ersten Erfahrungen in Atlantic City machte, bevor er sich seine High Stakes Meriten in Larry Flynt's Hustler Casino in Los Angeles verdiente, hat sich mit dem Gedanken bereits angefreundet, wieder in den Golden State zu ziehen.

„Ich liebe Kalifornien, und wenn dort die Zukunft der Big Games liegt, werde auch ich da sein."

Es ist allerdings nicht Kaliforniern, dass Ivey interessiert. Genauso gut könnte er auch an jedem anderen Ort der Welt leben, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

„Wo immer die High Stakes hingehen, folge ich", lacht er. „Man muss immer wieder neu anfangen, und man weiß ja nicht, was die Zukunft bringt. Wir werden sehen."

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