High Stakes Poker: Ivey, der Zerstörer

Phil Ivey

Oft hat man Phil Ivey in den vergangenen Monaten nicht gesehen an den High-Stakes-Tischen. Zum Glück seiner Gegner muss man wohl mittlerweile wieder sagen. Denn der 35-Jährige hat im März in lediglich zehn Sessions und 1.000 gespielten Händen seinen Gegnern knapp 1,5 Millionen Dollar abgeknöpft. Getoppt wird das nur noch von einem kanadischen Mr. X namens „XWINK“, der in den vergangenen drei Tagen einen beispiellosen Heater erwischte.

Lange ward er kaum gesehen. Doch mittlerweile ist Phil Ivey auf allen Kanälen wieder beim Bankroll-Crashing zu beobachten. Ob beim Limit-Holdem oder wie am vergangenen Wochenende beim Cap PLO; „Stone Cold Nuts Ivey“ macht seinem Namen wieder alle Ehre. Die Opfer dieses Mal: Scott URnotINdanger2 Palmer und Daniel jungleman12 Cates.

In der gestrigen Session absolvierte Ivey insgesamt 730 Hände im $500/$1000 Cap PLO. Und es reichten rekordverdächtige 130 Hände, um zunächst $340k von Scott URnotINdanger2 Palmer und danach in 600 Händen weitere $635k von Daniel jungleman12 Cates zu gewinnen.

Ivey hat damit lediglich zwei Monate und etwas mehr als 100 Sessions gebraucht, um  jetzt bei zwei Millionen Dollar Jahres-Gewinn zu liegen. Dabei verzichtete er komplett aufs Multitabling und spielte in der Regel lediglich einen Tisch. Zum Vergleich: Gus Hansen spielte im gleichen Zeitraum circa 600 Sessions.

Die beiden Ivey-Opfer Cates und Palmer liegen 2011 auch noch mit ca. $600k bzw. $200k in den schwarzen Zahlen.

Die größte Konkurrenz im Wochen-Ranking bekommt Ivey kurioserweise von einem No-name. Praktisch aus dem Nichts kommend rockte ein Spieler namens XWINK in den vergangenen sieben Tagen alles, was auf den Nosebleed-Limits Rang und Namen hat.

Seit Donnerstag spielte der kanadische Mr. X ohne Pause und wirklich keiner war vor seinem unglaublichen Heater sicher. Erst traf er beim $500/$1.000 CAP PLO HU auf Phil Ivey und Andreas skjervoy Torbergsen und ließ sie mit 40.000 Dollar bzw. 50.000 Dollar noch glimpflich davonkommen.

Richtig hart nahm er dann aber den französischen High Roller Rui Cao ran und zerstörte ihn innerhalb von 48 Stunden auf ganzer Linie. Eine halbe Million lieferte Cao am Ende ab. Während sich XWINK zwischenzeitlich auf ein unglaubliches Plus von zwei Millionen Dollar gespielt hatte, wurde er dann im Limit ausgerechnet von einem Deutschen gestoppt: O Fortuna PLS spielte mit dem Unbekannten $1k/ $2k Limit Holdem und gewann 120.000 Dollar.

Am Samstag war es dann Cole South, der den XWINK-Heater endgültig abkühlte. Im PLO-Cap schnitt der Cardrunner-Coach $515k aus der gut gefüllten Bankroll des Kanadiers.

Die Frage lautet nun: wie lange hält sich XWINK dieses Mal auf den Nosebleed-Limits. Denn vor zwei Jahren hatte er sich schon mal auf Ulitmate Bet von $11 hoch auch auf einen angeblich siebenstelligen Betrag gerolled und war dann blitzartig von der Bildfläche verschwunden.

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