Aussie Millions – Ivey triumphiert, Deutsche überzeugen

Phil Ivey Aussie Millions
Genau wie letztes Jahr...

21 Turniere in knapp drei Wochen – das waren die Aussie Millions, die heute früh mit dem spektakulären Sieg von Phil Ivey bei der A$250.000 Challenge endeten. Doch nicht nur der Superstar der Pokers hatte Grund zur Freude – auch die deutschen Spieler erzielten ausgezeichnete Resultate und können mit vielen Erfolgen die Heimreise antreten.

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Phil Ivey verteidigt seinen Titel bei der A$250.000 Challenge

Zum Abschluss der Aussie Millions gab es tatsächlich noch einen weiteren Paukenschlag. Wie schon 2012 und im Vorjahr setzte sich Phil Ivey bei der hochkarätig besetzten A$250.000 Challenge durch und feierte damit seinen dritten Erfolg in gerade einmal vier Jahren – und das gegen die besten Spieler der Welt!

Begonnen hatte das Finale heute Morgen mit den zehn Qualifikanten von gestern sowie Brian Rast und Ike Haxton, die sich noch einmal eine Start gönnten und den Preisgeldfonds damit auf A$6,1 Millionen hochschraubten.

Die deutschen Hoffnungen lagen bei Ole Schemion und Igor Kurganov, doch leider konnte sich keiner von beiden nennenswert in Szene setzen.

Schemion, der als Letzter im Leaderboard angetreten war, schob direkt in der ersten Hand seine Chips in die Mitte und musste sich mit K 6 gegen Doug Polks Neunen verabschieden.

Kurganov hielt sich nur wenig länger, ehe er sich mit Sechsen gegen die Siebenen von Polk geschlagen geben musste. Die undankbare Rolle des Bubble Boy fiel dieses Mal an Richard Yong.

Der malaysische Geschäftsmann erlebte, wie eng Glück und Pech beim Poker beieinander liegen – am Samstag hatte er gegen Ole Schemion noch die A$100.000 Challenge gewonnen und zwei Tage ging er nach einem verlorenen All-In gegen Phil Ivey leer aus.

Alles läuft für Ivey

Apropos Ivey. Der amerikanische Superstar hatte schon gestern einen enormen Lauf hingelegt und die Konkurrenz als Chipleader dominiert und auch heute ließ er nichts anbrennen. Wurde es eng, kam ihm gelegentlich auch mal das Glück zu Hilfe.

Um das Ausscheiden von Erik Seidel und Scott Seiver kümmerten sich aber andere. Seidel (Aus gegen Polks Könige) durfte sich als Fünfter mit A$551.000 über ein kleines Plus freuen, während Seiver (Aus gegen McDonald) mit seinem vierten Platz und einem Preisgeld von A$735.000 sogar Verlust machte – er hatte sich im Turnierverlauf dreimal eingekauft.

Ein starkes Turnier spielte Cashgame-Spezialist Doug Polk, der dann allerdings mit A 5 gegen Mike McDonalds A Q antrat und nicht die notwendige Hilfe bekam. Damit war das Heads-Up zwischen Ivey und McDonald erreicht, in dem der Kanadier lange gut mithielt.

Schließlich war es aber ein Bad Beat, der ihn in die Knie zwang. Mit A Q trat er gegen Iveys K Q zum All-In an und der Flop mit K T T war die pure Ernüchterung. Turn und River brachten Blanks und Phil Ivey stand als Sieger und Gewinner von A$2,2 Millionen fest!

Aussie Millions, A$250.000 Challenge, Endstand:

1

Phil Ivey

USA

A$2.205.000

2

Mike McDonald

Kanada

A$1.592.000

3

Doug Polk

USA

A$1.041.500

4

Scott Seiver

USA

A$735.000

5

Erik Seidel

USA

A$551.000

 

Tolle 20 Tage auch für die Deutschen!

Auch die deutschen Spieler werden die Aussie Millions 2015 in guter Erinnerung behalten. Zwar reichte es zu keinem Sieg, aber dafür gleich zu drei 2. Plätzen bei drei der vier wichtigsten Turniere!

tobias reinkemeier aussie millions
Erfolgreich bei den Aussie Millions - Tobias Reinkemeier.

Den Auftakt machte Tobias Reinkemeier, der sich bei der A$25.000 Challenge bis ins Heads-Up vorarbeitete und dann nach einem Deal mit dem späteren Sieger Alex Trevaillon einen ausgezeichneten 2. Platz erzielte, für den es A$614.850 gab.

Ebenfalls nur knapp am Titel vorbei schrammte Ole Schemion bei der A$100.000 Challenge. Er sah sogar schon fast wie der sichere Sieger aus, als er mit AJ gegen Richard Yongs A7 vor dem Flop All-In war, der Malaysier sich aber eine Straight bastelte und direkt danach auch noch die besseren Trips bekam.

Am Ende musste sich auch Schemion mit dem zweiten Platz begnügen – A$1,35 Millionen Preisgeld waren aber ein solides Trostpflaster.

Nur geringfügig weniger Preisgeld kassierte der deutsche Senkrechtstarter dieser Aussie Millions. Der Name Lennart Uphoff war vor dem Main Event in Melbourne sicher nur absoluten Insidern ein Begriff – bislang konnte er nur im Casino Rozvadov cashen und seine letzte Platzierung im Preisgeld lag schon anderthalb Jahre zurück.

Doch beim A$10.000 Main Event der Aussie Millions schlug die große Stunde des 20-Jährigen. Um ein Haar hätte es zum ganz großen Triumph gereicht, doch am Ende musste er sich im Heads-Up nach hartem Kampf dem Australier Manny Stavropoulos geschlagen geben.

Durch den vorherigen Deal nahm er aber immer noch über A$1,2 Millionen mit nach Hause, also mehr als 25mal so viel, wie er zuvor bei Live-Turnieren gewonnen hatte.

Den großen Schlusspunkt bei den Aussie Millions setzte Phil Ivey, doch unterm Strich zeigten die deutschen Spieler einmal mehr, dass sie zur absoluten Weltspitze zählen.

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