„Ich will vier oder fünf Mal WSOP-Spieler des Jahres werden.“

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16 September 2012, Von: Dirk Oetzmann
Geposted in: PokerZeit Blog
„Ich will vier oder fünf Mal WSOP-Spieler des Jahres werden.“

Phil Hellmuth über Jetlags, warum er so selten EPTs spielt, die Wertung zum WSOP-Spieler des Jahres und seine außergewöhnlichen Schwimmfähigkeiten.

PZ: Wie fühlen Sie sich am ersten Tag derWPT Malta? Jetlag?

PH: Es ist ein langer Flug bis hierher. Ich bin am Tag vor dem Turnier angekommen und habe meine eigene Strategie angewandt, um mit dem Jetlag fertig zu werden: Ich blieb auf und bin feiern gegangen, mit Kara Scott und Vanessa Selbst.

Dadurch konnte ich lange schlafen. Außerdem wusste ich, dass ich auch um sieben Uhr abends noch in das Turnier einsteigen konnte. Also schlief ich zehneinhalb Stunden, sah Fußball im Fernsehen, schlief noch ein paar Stunden und fühle mich jetzt richtig fit.

Ich wollte nur die letzten 90 Minuten spielen von Tag 1A spielen, statt der ganzen acht Stunden. So bin ich drei Tage hier und spiele nicht einmal zwei Stunden.

PZ: Ein Blick auf die WSOP. In den letzten beiden Jahren wasen Sie ziemlich beeindruckend. Gratulation zu Bracelet Nr. 12.

PH: Danke. Die WSOP ist nunmal das Zentrum der Pokerwelt. Dafür lebe ich. Es ist eine Serie, in der man sechs Wochen lang zwöf Stunden am Tag Poker spielt. Und in dieser Zeit muss man ständig Veränderungen vornehmen.

Es peielen eine Menge Faktoren eine Rolle. Wie spielt man, wenn man sehr müde ist und wie, wenn man weiß, dass noch zwei Stunden vor einem liegen? Wann spielt man tight, wann spielt man loose, wie ist der Tisch sturkturiert, dass sind alles Dinge, an die man sich jeden Tag anpassen muss.

Die letzten zwei Jahre liefen wirklich ziemlich gut für mich. Letztes Jahr drei Mal Runner-up in großen Events, in diesem Jahr gewann ich mein Bracelet und zwar zwei Mal Vierter. Junge, ich hoffe wirklich, dass es genauso noch lange weitergeht.

PZ: Wie steht es im Vergleich mit der WPT?

PH: Ich habe die WPT immer gemocht. Die Turniere sind klasse. Aber Spieler wie Daniel Negreanu und Erik Seidel haben mindestens 30 WPTs mehr gespielt als ich. Es ist eine Frage des Timings.

Es ist ein Problem für mich, an die Ostküste zu fliegen, wenn es dabei vielleicht nur um einen Tag geht. Wenn ich z. B. Könige habe und der Amateur hat Buben und trifft einen davon auf dem Borad, bin ich genervt und will zum flughafen, und dann bekomme ich nicht einmal mehr einen Flug bis zum nächsten Tag.

Also fliege ich nicht mehr dorthin, und deshalb habe ich viele WPTs verpasst.

PZ: Die WPT ist in den letzten Jahren gerade in Europa stark gewachsen. Ist das ein Anreiz, um häufiger hierherzukommen?

PH: Die WPT ist für mich auch ein Grund für die Reise. Der andere ist die WSOP Europe. Letztes Jahr war ich vor der WSOPE Zweiter in der Wertung zum Spieler des Jahres (die WSOP-Wertung ist gemeint, Anm. der Red.), und in diesem Jahr liege ich an dritter Stelle.

Ich will die WSOP-Wertung einmal im meinem Leben gewinnen. Eigentlich will ich sie vier oder fünf Mal gewinnen. Die WPT in Malta ist für mich auch Akklimatisierung und Vorbereitung für die WSOPE.

Ich kann mch geistig und körperlich einfach besser darauf einstellen.

PZ: Warum dann nicht die WPT Prais mitnehmen?

PH: Wieder eine Frage des Timings. Die WPT in Paris ist ein toller Event, und ich hätte gerne gespielt, aber dann wäre ich eine weitere Woche von meiner Frau getrennt gewesen, wenn sie nicht mitgekommen wäre. Ich bin nicht gerne drei Wochen lang von meiner Frau getrennt.

PZ: Warum tauchen Sie nie bei der EPT auf?

PH: Die EPTs sind tolle Turniere, aber auch hier geht es um Timing. Ich habe viele Verpflichtungen, auch beim Fernsehern und für wohltätige Zwecke. Ich versuche, acht Monate im Jahr bei meiner Familie zu sein.

Wenn ich für die WSOP und die Premier League hierherkomme, bleibt einfach keine Zeit fpr EPTs.

PZ: Hat das nicht auch mit Sponsoring zu tun? Vielleicht liegt es ja daran, dass Sie nicht mit PokerStars involviert sind?

PH: Ich glaube, die EPT würde gerne für meine Buy-ins und meine Flüge aufkommen. Ich hatte einige großzügige Angebote, die ich leider ablehenen musste.

PZ: Zum Beispiel?

PH: Darüber sollte ich vielleicht nicht sprechen. Fragen Sie mich dazu eine andere Frage. Über China.

PZ: Über Macau?

PH: Vergessen Sie’s.

PZ: Wer sponsert Sie normalerweise, wenn Sie nach Europa kommen. Das Aria?

PH: Nein. Das Aria bezahlt keine meiner Ausgaben für Turniere in Europa.

PZ: Wie steht’s mit dem Triathlon gegen Tony G.?

PH: Das ist einfach eine Spaßaktion. Ich bin quasi im Schwimmbad aufgewachsen, also schätze ich da meine Gewinnchance sehr hoch ein, obwohl ich in den letzten 15 oder 20 Jahren nicht viel geschwommen bin. Aber ich war ständig im Schwimmbecken, bis ich elf war.

Was Basketball angeht, habe ich laut Vanessa Selbst eine 5%-tige Gewinnnchance, weil Tony G. scheinbar überraschend gut ist, was Basketball angeht. Auch wenn er nicht so aussieht.

Und dann wird es auf das Radfahren ankommen. Es wird ein großer Spaß, aber Ich sollte wohl besser gewinnen. Ich bin sehr ehrgeizig und nehme keine Herausforderung an, ohne gewinnen zu wollen.

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