Petersen gewinnt Heim-EPT

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Mickey Petersen. Photo: PokerStars-Blog.

Nach einem sechsstündigen Marathon Heads-up gegen Pierre „SerialQualifier“ Neuville setzte sich Mickey „mement_mori“ Petersen im Duell der Generationen durch.

Es war ein langes, aber nie langweiliges Match, in dem die beiden Kontrahenten sich die meiste Zeit mit gleich großen Stacks gegenübersaßen. Nach gut vier Stunden war es Neuville, der mit 69 Jahren bei Weitem älteste Spieler am Finaltisch, der sich gegen den jüngsten einen 2:1 Chipvorteil erspielen konnte.

Kurzfristig sah es so aus, als könnte der belgische Team-Pro im zweiten Heads-up seiner EPT-Karriere tatsächlich den Sieg einfahren. Petersen ließ jedoch zu keinem Zeitpunkt nach, holte den Rückstand wieder auf und zermürbte Neuville schließlich durch ständigen Druck.

Petersen lehnte jeden Deal ab, was ihm unter den Kommentatoren auf Twitter nicht nur Freunde einbrachte. Viele Einsender forderten Pierre Neuville auf, den Dänen für seine Arroganz zu bestrafen. Letztlich war die Einschätzung von Petersen aber wohl richtig, denn er war über weite Strecken des Heads-up der dominierende Mann.

Mehrfach rutschte Neuville unter die 10-BB-Grenze, konnte dann aber mehrfach wieder verdoppeln. Erst weit nach Mitternacht gelang es Petersen, Neuville endlich zu einem Call mit der schlechteren Hand zu bewegen. A-5 gegen A-4 hieß das letzte Duell. Damit lag zwar ein Split Pot in der Luft, vor allem, nachdem das Board K-J-6-3 verlief, aber letztlich fiel eine 5 auf dem River, die Petersen den verdienten Sieg brachte.

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Heads-up in Kopenhagen. Photo: PS-Blog.

Hudson und O’Dwyer scheitern als erste

Der Texaner Spencer Hudson konnte sich bereits in die Siegerliste für die Sunday Million eintragen. Als Shortstack musste er schnell agieren, fand mit Buben die richtige Hand und hatte dann Pech, gegen Chipleader Aage Ravn mit A-T zu verlieren.

Steve O’Dwyer, neuer Wahl-Ire, konnte keine gute Hand mehr finden und hoffte schließlich bei seinem All-in mit A-3 keinen Call zu bekommen. Aber keine Chance. Aage Ravns Lauf war noch nicht vorbei. Er bezahlte mit A-J, und O’Dwyer schied aus. Trotzdem wieder ein Klassergebnis für den Amerikaner.

Ganz anders lief das Finale anfangs für den einzigen Holländer am Tisch. Niels van Alphen fand Asse und Könige, verdoppelte und verdreifachte und schickte sich schließlich an, die Chipführung anzugreifen, bis er mit A-Q gegen A-K von Neuville lief und mit einem Schlag wieder einbrach. Platz 6.

Shortstack-Strategie

Danach schied Jacob Rasmussen aus, der einen Coin Flip mit Fünfen gegen Petersens K-Qs verlor. Daraufhin entwickelte sich eine Situation mit Mickey Petersen als deutlichem Chipleader mit fast vier Mio. Chips, Aage Ravn und Bjarke Hansen mit etwa zwei Mio. und Pierre Neuville mit einer halben Miilion und damit nicht einmal zehn Big Blinds. Neuville blieb jedoch ruhig und folgte seiner Strategie, darauf zu warten, dass die anderen Spieler sich gegenseitig aus dem Rennen werfen.

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Tatsächlich kam es bald zu der entscheidenden Konfrontation Ravn (Q-Q) gegen Hansen (A-K). Das Glück hatte der Norweger verlassen, Hansen traf ein Ass auf dem River und schickte Ravn zurück nach Oslo. Als Supershortstack fand Neuville kurz darauf Könige, floppte Quads und verdoppelte. Immer noch short, fand er kurz darauf Pocket Fünfen, gewann einen Coin Flip und war plötzlich wieder im Rennen.

Er änderte seinen Stil, machte plötzlich mehr Druck und überraschte die beden Dänen damit komplett. Dank seines tighten Image kam Neuville mit fast jeder Bet durch.

Als Hansen schließlich mit Buben gegen Petersens Damen ausschied, waren die Chipstacks der letzten beiden Spieler fast identisch. Der Rest ist Geschichte.

Payouts im Finale:

1. Mickey Petersen – €383.183
2. Pierre Neuville - €215.146
3. Bjarke Hansen - €134.466
4. Aage Raven - €99.505
5. Jacob Rasmussen - €65.888
6. Niels van Alphen - €52.442
7. Steve O’Dwyer - €38.995
8. Spencer Hudson - €25.737

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