Eastgate und Senninger am EPT-Finaltisch in London

Peter Eastgate
Der amtierende WSOP-Titelträger bestätigt sein Können bei der EPT.

Es war ein rauschender Abend im Rio in Las Vegas. Die Ränge waren gefüllt mit begeisterten Zuschauern, die Fernsehquoten waren höher als je zuvor bei einem Pokerturnier, und ein unbekannter 22-Jähriger Däne trat ruhig lächelnd ins Rampenlicht und machte sich daran, Geschichte zu schreiben.

Im Exklusivinterview erklärte Eastgate allerdings, dass er auf dem Weg zum letzten Tisch bei der PokerStars EPT London nervöser gewesen sei als letzten November in Las Vegas, als er um den Titel der WSOP 2008 spielte.

„Es hört sich vielleicht komisch an, aber ich war hier viel aufgeregter als damals im Main Event", gab Eastgate zu, der letztlich aber den Final Table erreichte und am heutigen Mittwoch als Zweiter in Chips in die letzte Runde gehen wird.

„Ich habe seit meinem Sieg bei der World Series eine ganze Menge Geld verloren, ich glaube, deshalb war ich so nervös. Die Verluste haben sich wahrscheinlich auf mein Gefühl am Tisch und mein Selbstvertrauen ausgewirkt."

Der Titel des Weltmeisters bringt einem nicht nur Ruhm und Ehre ein. Man wird auch kritischer betrachtet, und Eastgate musste sich in den letzten Monaten viel Kritik anhören. Sein Spiel wurde regelmäßig hinterfragt, seine Qualität angezweifelt.

Letztlich spielt Eastgate aber, um zu gewinnen, nicht um seine Kritiker zu überzeugen.

„ich muss niemandem etwas beweisen", bestätigt er. „Aber wenn ich dieses Turnier gewinnen könnte, würde mich das schon bestätigen und alle Zweifel verstummen lassen."

Nikolai Senninger
Nikolai Senninger.

Internationaler Finaltisch

Neben Peter Eastgate wird auch der Deutsche Nikolai Senninger, der den zweiten Tag des Turniers bereits als Chipleader abgeschlossen hatte, am Finaltisch Platz nehmen. Tobias Reinkemeier und Benny Spindler gelang zwar ebenfalls der Sprung unter die letzten 16, letztlich verloren beide aber die entscheidenden Coin Flips und beendeten das Turnier auf den Plätzen 11 und 12.

Nikolai Senninger machte erstmals auf sich aufmerksam, als er im Mai 2008 den dritten Platz bei der LAPT in Rio de Janeiro erreichte. Erst im September gelang ihm bei der Bodensee Championship in Bregenz der Sieg beim €1500 Main Event.

Die acht Spieler, die heute den Titel ausspielen werden, kommen aus acht verschiedenen Nationen und vier Kontinenten. Poker ist eben auch ein Spiel, dass die Völker der ganzen Welt verbindet.

Der Finaltisch und die Chipcounts vor dem letzten Tag:

1. Aaron Gustavson (USA) - 7,140.000

2. Peter Eastgate (Dänemark) - 3,535.000

3. Martin Gudvangen (Norwegen) - 3,510.000

4. Nikolai Senninger (Deutschland) - 2,165.000

5. Dominic Cullen (England) - 2,105.000

6. Raymond Wu (Taiwan) - 1,535.000

7. Rui Milhomens (Portugal) - 1,095.000

8. Karim Bennani (Marokko) - 845.000

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