Triple Barrel – PCA Main Event Starttage, PartyPoker als Sponsor, Ivey „pleite“

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Shankar Pillai, Foto: Neil Stoddart.

Unsere heutige Triple Barrel schaut auf die Bahamas zu den beiden Starttagen der PCA, zu einem spektakulären Sponsorendeal des Online-Anbieters PartyPoker und auf die angebliche Pleite des ehemals besten Pokerspielers der Welt.

1) Garantie bei der PCA geknackt

Nachdem die Teilnehmerzahl des Main Event der PCA letztes Jahr erstmals seit fünf Jahren unter 1.000 Spieler gefallen war, darf sich Veranstalter PokerStars dieses Jahr wieder über eine vierstellige Beteiligung freuen.

Mit exakt 1005 Spielern schaffte man die Hürde zwar nur äußerst knapp, doch damit auch die stattliche Preisgeldgarantie von 10 Millionen Dollar. Traditionell fliegen auch viele Spieler aus dem deutschsprachigen Raum auf die Bahamas, um das Jahr mit einer Kombination aus Urlaub und Poker zu verbringen.

Mit dabei aus unseren Breiten sind etwa die Bracelet-Gewinner Nikolaus Teichert und Martin Finger, Ismael Bojang, Martin Finger, Dominik Nitsche, Thomas Mühlöcker, Ole Schemion sowie Super-Highroller-Sieger Fabian Quoss.

Insgesamt 632 Spieler schafften es durch die beiden Starttage, darunter auch viele deutschsprachige, eine Top-Platzierung auf dem Leaderboard sprang für unsere Akteure dabei bislang aber nicht heraus. Bester Deutscher ist aktuell Franz Ditz, der mit 103.700 Chips als einziger die sechsstellige Marke knacken konnte.

Chipleader ist nach den beiden Starttagen der US-Amerikaner Shankar Pillai, dem eine riesige Meute meist unbekannter Spieler auf den Fersen ist. Die ersten Promis folgen mit den ehemaligen November Ninern Antoine Saout und Joseph Cheong auf den Plätzen 10 und 11.

 Stand nach Tag 1:

1. Shankar Pillai

 USA

 173.900

2. Dylan Hortin

 USA

 160.500

3. Victor Levy

 Argentinien

 150.100

4. Daniel Bavec

 Slowenien

 149.900

5. Rens Feenstra

 Niederlande

 148.400

6. Adalfer Gamarra

 Kolumbien

 145.700

7. Jörgen Lindebo

 Norwegen

 139.900

8. Leonardo Emperador

 Venezuela

 136.100

9. Sam Greenwood

 Kanada

 132.500

10. Antoine Saout

 Frankreich

 131.600

11. Joseph Cheong

 USA

 127.800

 

2) PartyPoker als Sponsor im Profisport

76ers

Mit Online-Poker ist es in den USA ja so eine Sache. Seit dem Black Friday, dem 15. April 2011, ging im Mutterland des Pokerspiels via Internet erstmal gar nichts mehr. Erst so langsam kriecht das Online-Poker wieder aus den Löchern der Illegalität, nach Nevada hat vor kurzem auch New Jersey ein entsprechendes Gesetzt verabschiedet.

Für den einstigen Branchenriesen PartyPoker, der pikanterweise nach dem Verbot des Online-Poker in den USA die amerikanischen Spieler im Gegensatz zu den Konkurrenten PokerStars und Full Tilt ausschloss und so seine weltweite Vormachtstellung einbüßte, stehen die Zeichen offenbar so, dass in den amerikanischen Markt wieder investiert werden muss.

Mit den beiden Profivereinen Philadelphia 76ers (Basketball) und New Jersey Devils (Eishockey) schloss bwin.party laut der Nachrichtenagentur Bloomberg langjährige Sponsorenverträge ab und ist damit der erste Online-Pokeranbieter überhaupt, der einen amerikanischen Profiverein sponsert.

3) Phil Ivey laut Dan Bilzerian pleite

Phil Ivey2013 WSOP EuropeEV035K Mixed MaxDay2Giron8JG9955
Bankrott unwahrscheinlich - oder?

Spätestens seit Jay Farbers Husarenritt bei der WSOP, ist Dan Bilzerian der Pokerszene ein Begriff. Der Partykönig und Millionär hatte Farber einen Teil des Startgeldes für das Main Event bezahlt und machte so reiche Beute, als das Preisgeld von rund 5,2 Millionen Dollar für den zweiten Platz verteilt wurde.

Seitdem taucht Bilzerian immer wieder in den Schlagzeilen auf, meist mit Partybildern, auf denen drogengeschwängerte, vollbusige Blondinen zu sehen sind. Oder er erzählt Geschichten von einer Highstakes-Session, in der er angeblich 10,8 Millionen Dollar gewonnen hat.

Neuestes Erzeugnis Bilzerians ist ein Interview mit dem amerikanischen Pokermagazin Cardplayer. Darin präsentiert Bilzerian unzählige unterhaltsame Geschichten über Poker, deren Wahrheitsgehalt zumindest teilweise aber fragwürdig ist.

Unter anderem heißt es: „Pokerprofis müssten ihre gesamten Ausgaben budgetieren. Das tun sie aber nicht und gehen deshalb Pleite. Schau Dir Tom Dwan an, er ist pleite, Phil Ivey ist auch gerade Pleite gegangen. Alle diese wirklich talentierten Spieler, die eine Menge Geld verdient haben, verprassen ihr Geld schließlich sinnlos. Die Liste der Pokerprofis, die nicht Pleite gingen, ist nicht lang. Verrückt.

Na, dann. Bilzerian muss es ja wissen.

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