PCA - Comback Kid Galen Hall gewinnt

galen hall

Der Student und Teilzeit-Profi aus San Francisco Galen Hall holte einen 4:1 Chiprückstand auf und schlug am frühen Morgen Chris Oliver im Heads-up des PCA Main Event 2011.

„Das war vielleicht aufregend", ächzte Hall nach dem Sieg. „Volle Konzentration die ganze Woche, 12 Stunden am Tag, auf Poker und darauf, jede einzelne Hand so gut zu spielen wie möglich. Es war ein langer, brutaler Finaltisch, vor allem das Heads-up."

„jetzt, da plötzlich alles vorbei ist, ist es gar nicht so einfach, abzuschalten und zu genießen. Ich kann überhaupt noch nicht realisieren, was hier passiert ist."

Hall findet sich in den Top 50 der besten Online-Spieler bei Pocket Fives. Im letzten Jahre verdiente er über eine Million Dollar online.

Live ist der Sieg bei der PCA aber erst sein dritter Cash, dafür aber der bei Weitem größte.

Nach diesem Titel wird Hall nun wahrscheinlich noch einige weitere große Turniere spielen, aber dennoch hat der 24-Jährige fest vor, nächstes Jahr Wirtschaft an der Universität von Stanford zu studieren.

„Ich könnte ewig weiterspielen und nie wieder einen solchen Erfolg feiern", gibt sich Hall realistisch. „So etwas lässt sich kaum noch toppen, deshalb werde ich genau abwägen, was ich in Zukunft tue."

Sicher ist, dass ich kein Vollzeit-Profi werde, aber abgesehen davon weiß ich wirklich noch nicht genau, was ich später einmal machen werde."

Chris Oliver war mit großem Abstand Chipleader, als der Finaltisch in der Nacht zum Sonntag begann.

Während nacheinander Franko-Kanadier Philippe Plouffe, US-Amerikaner Max Weinberg, der Panamaer Bolivar Palacios und die beiden erfahrensten Spieler - WPT- und WSOP-Finalist Mike Sowers sowie NAPT- und WPT-Finalist Sam Stein den Tisch verließen, geriet Olivers Führung nie in Gefahr.

Als schließlich auch der Rumäne Anton Ionel als Dritter das Turnier beendete, hatte Oliver noch immer dreimal so viele Chips wie Galen Hall. Nach einigen Händen heads-up vergrößerte er diesen Vorsprung sogar auf fast 4:1.

Dann drehte sich der Wind plötzlich, als beide Two Pair floppten, aber Hall mit den Assen die Nase vorn hatte und verdoppeln konnte.

Nur Minuten später gingen wieder alle Chips in die Mitte, und Halls Könige gingen ohne Schwierigkeiten gegen Olivers Baby-Ass durch. Damit ging Hall deutlich in Führung.

Schon davor sah sich Hall allerdings einer extrem schwierigen Entscheidung gegenüber: Auf dem River traf er ein Wheel (Straight A-5), doch Oliver vervollständigte gleichzeitig ein Full House Zweien voller Asse. Oliver spielte einen gefährlichen Checkraise all-in, und Hall war in der Lage, seine Straight zu folden. Das hätte seine letzte Hand sein können.

„Dieser Checkraise kann nur bedeuten, dass er mindestens eine höhere Straight hat. Der einzige Grund, warum er soviel setzt, ist Value", erläutert Hall.

„Wenn man sich das so überlegt, ist es eigentlich kein allzu schwieriger Fold. Es sieht nur so aus, weil der absolute Wert meiner Hand so hoch ist."

Nachdem er am Finaltisch erstmals die Führung aus der Hand geben musste, war Oliver sichtlich demoralisiert - und nicht lange danach auch geschlagen.

Am Ende kam dann auch noch Pech dazu, Oliver ging mit Damen all-in, Hall bezahlte mit A-8 und traf gleich auf dem Flop zwei Paare.

Das 2011 PCA Caribbean Adventure begann mit einer Rekordteilnehmerzahl von 1560 Spielern. Damit wurden im Atlantis Hotel & Casino auf den Bahamas $15.132.000 Preispool ausgespielt.

Das Endergebnis:

  1. Galen Hall, $2.300.000
  2. Chris Oliver, $1.800.000
  3. Anton Ionel, $1.350.000
  4. Sam Stein, $1.000.000
  5. Mike Sowers, $700.000
  6. Bolivar Palacios, $450.000
  7. Max Weinberg, $300.000
  8. Philippe Plouffe, $202.000

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare