PCA 2010 - High Roller, Isildur, Main Event

katchalov

Eugene Katchalov gewinnt das $100.000 Super High Roller vor Daniel Negreanu, Viktor Blom ist Isildur, und das Main Event führt zunächst ein alter Bekannter an.

Der 29-jährige Einwanderer aus der Ukraine, der heute in Brooklyn, New York lebt, setzte sich gegen 36 Gegner durch und gewann $1,5 Millionen. Es ist neben dem Sieg beim WPT Five Diamond 2007 sein größter Triumph.

Die Hölle oder Negreanu

Am Finaltisch saßen u. A. auch Humberto Brenes, der mit Platz fünf den ersten Geldrang errreichte, und Nick Shulman, der als Chipleader startete, nach einem geplatzten Bluff gegen Negreanu aber als Vierter ausschied. Katchalov nahm danach mit Q-Q Bryn Kenney mit 8-8 vom Tisch.

Als letzter stellte sich Daniel Negreanu in Katchalovs Weg zum Titel, und er hinterließ einen nachhaltigen Eindruck: „Er machte mir das Leben zur Hölle. Er kämpfte um jeden einzelnen Chip und spielte den Shortstack hervorragend."

Negreanu verlor nach dem WSOPE-Finale im letzten Jahr wieder ein Turnier im Heads-up, zieht aber dank einer Million Dollar Gewinnsumme in der ewigen Geldrangliste wieder an Phil Ivey vorbei und liegt nun bei $14,1 Millionen.

Katchalov steht mit den $1,5 Mio. für den Sieg nun bei $6,1 Mio. In einer entscheidenden Hand traf Negreanu auf dem Turn eine Straight, aber Katchalov fand auf dem River das eine Out zu Quads. Trotzdem gelang es Negreanu irgendwie, noch Chips übrig zu behalten. In der letzen Hand gewann Katchalov dann mit Pocket Vieren gegen Negreanus Pocket Fünfen: eine Vier auf dem Turn.

Katchalov gab sich nach dem Turnier entsprechend bescheiden: „Ich hatte Glück."

blom

Viktor Blom ist - *gähn* - Isildur

Das am schlechtesten gehütete Geheimnis der Pokerszene ist gelüftet. Während eines 100 Hände Schaukampfes zwischen Viktor Blom und Bertrand Grospellier wurde die Identität von Isildur offiziell bestätigt. Es ist Blom, nicht Grospellier.

Der 20-jährige Schwede versuchte denn auch nicht, aus der Bekanntgabe eine Sensation zu konstruieren: „Ich schätze, eine Menge Leute wussten schon lange, dass ich es bin, also macht es nun auch keinen großen Unterschied für mich."

13 Monate nach dem plötzlichen Auftauchen von Isildur auf Full Tilt, und einen Monat nach Bloms Aufnahme ins Team PokerStars hat die Szene damit einen neuen Helden, bzw. Eigentlich das Gegenteil, wenn man sich seine Bilanz in dieser Zeit so ansieht. Nach seinem Rekordgewinn in kürzester Zeit ging es schließlich insgesamt immer nur bergab.

Trotzdem, seine Spielweise ist faszinierend und zurecht gefürchtet. Und es gibt wohl keinen anderen Spieler auf der Welt, der gegen Ivey, Dwan, Antonius und das halbe Full Tilt Team gleichzeitig an über zehn Tischen heads-up antreten würde. Diesen Mut muss erst einmal jemand aufbringen.

Bloms Rhetorik nähert sich langsam seiner Spielweise an: „Ichglaube, ich bin der beste NLHE Heads-up Spieler der Welt, aber ich freue mich darauf, von den anderen Team Pros zu lernen und ihnen zu helfen."

Dass Blom aber auch Humor hat, zeigt seine Antwort auf die Frage, wie er zu diesem außergewöhnlichen Spieler geworden sei: „Ich verliere einfach viel, und dabei lerne ich eine Menge."

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Main Event - Pieter de Korver vorn

Ein alter EPT-Bekannter hat nach Tag 1A des PCA Main Events mehr Chips gesammelt als jeder anderer der 647 Starter: Pieter de Korver. Der sympathische Holländer machte aus seinen 30.000 Starting Chips ein 245.000 großes Monster und blickt nun von der Tabellenspitze aus gelassen auf die Konkurrenz.

Unvergessen bleibt de Korvers Kunststück, beim EPT Grand Final 2009 mit noch vier verbliebenen Spielern und nur noch wenigen Big Blinds zu überleben und das Turnier sogar noch zu gewinnen. Phil Ivey und Joe Cada gehören neben 270 weiteren Spielern ebenfalls zu denen, auf die wir uns an Tag 2 freuen können.

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