PPT Posse – Ichai tritt ab, Partouche bezahlt und die Medien sind Schuld

partouche garantierter preispool

Neue Wendung in der Posse um die Partouche Poker Tour. Patrick Partouche hat offiziell erklärt, die fehlenden €700k auszugleichen. Trotzdem macht er alles nur noch schlimmer.

Der Main Event der PPT läuft, aber die Chipstacks und Ergebnisse sind längst in den Hintergrund getreten. In aller Munde ist dagegen das Verhalten der Veranstalter.

Nachdem die Spieler sich bereits darüber gefreut hatten, dass der offiziell garantierte Preispool von fünf Millionen nicht erreicht worden und deshalb ein Overlay von €700k zu erwarten war, reagierte Chef Patrick Partouche umgehend.

Allerdings nicht so, wie man es erwartet hatte. Statt für die Differenz aufzukommen, begann man hinter den Kulissen hastig, das Wort „Garantie“ von Bannern und Webseiten zu streichen. Nachdem ihm die Nutzlosigkeit dieses Unterfangens aufgegangen war, erklärte Gründer Patrick Partouche die PPT für aufgelöst. Natürlich nach diesem Event.

Marketing-Chef Jean-Jacques Ichai hat inzwischen seine Kündigung eingereicht, was etwas merkwürdig anmutet, wenn man bedenkt, dass die PPT ja sowieso aufgelöst wird.

Ichai erklärte, er habe keine Erinnerung an das Fernsehinterview (fraglich, ob er wirklich so viele davon absolviert), aber er wies die Schuld nicht von sich, sondern entschuldigte sich öffentlich bei Patrick Partouche und der gesamten PPT für seine falschen Angaben.

Auch das merkwürdig, denn der Preispool wurde ja offiziell proklamiert, Ichais Angaben waren also zu diesem Zeitpunkt korrekt.

Nachdem Patrick Partouche seinen und den Ruf seines Events damit mit bemerkenswerter Gründlichkeit ruiniert hat, gab er nun bekannt, die fehlenden €736.880 zu bezahlen, damit die fünf Millionen Euro Preispool erreicht werden. U. A. hat Matt Savage die Zahlung per Twitter bestätigt.

patrick partouche report

Offenbar sieht Partouche diesen Zug als Wiederherstellung seiner Ehre an. Ein Trugschluss, denn die Schuld sieht Partouche weiterhin nicht bei sich. Vielmehr seien die Spieler falsch informiert worden, und zwar von den Medien. Er selbst habe davon bis heute nichts gewusst. Aus dem Originaldokument:

„Es ist mir zugetragen worden, dass es zu Problemen mit den externen Medien gekommen ist, die dazu geführt haben, dass widersprüchliche und falsche Informationen verbreitet wurden, die die Spieler möglicherweise zu der Überzeugung verleiteten, dass ein garantierter Preispool existierte!

Während die offiziellen Dokumente eindeutig zeigen, dass die einzige garantierte Summe €500.000 für den Sieger waren, erkenne ich an, das es durch die Art und Weise, wie dieser Event in den Medien präsentiert wurde, zu Missverständnissen gekommen ist…

Ich habe deswegen veranlasst, dass die Partouche-Gruppe die Konsequenzen trägt und die fehlenden 736.880 Euro ausgleicht…!“

Es folgen einige Ausführungen über die eigene Ehrenhaftigkeit und eine rätselhafte Phrase, in der Partouche erklärt, eine Kündigung, die heute Morgen bei ihm eingegangen sei, nicht zu akzeptieren, da jeder Fehler mache. Es ist nicht 100%-ig sicher, ob damit die Kündigung von Jean-Jacques Ichai gemeint ist.

Anstatt einen Fehler einzugestehen, hat Patrick Partouche also beschlossen, Tatsachen und Belege weiter zu ignorieren und andere vor den Kopf zu stoßen, um selbst in besserem Licht dazustehen. Ein Verhalten, das auf wenig Gegenliebe stoßen wird.

Das komplette Dokument finden Sie links. Zum Vergrößern anklicken.

Verantwortlich für das Desaster sind nach Meinung von PPT-Chef Patrick Partouche also die Medien.

Va te faire foutre, Partouche!

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