„Lust auf mehr“ - Online-Qualifikanten bei der WSOPE

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Plötzlich WSOP. Online-.Qualifikanten im Rampenlicht.

Sie sind Spieler wie du ... und du. Sie alle gewannen das Buy-in für Event Nr. 2, €1100 NLHE sowie für ein Main Event Satellite bei 888poker. Keiner von ihnen ist Profi. Plötzlich sind sie bei der WSOP.

Christian.

Der 39-jährige Luxemburger mit Wohnsitz in Deutschland ist erst seit einem Jahr in der Live-Szene aktiv.

„Online spiele ich schon ein paar Jahre, aber jetzt bin ich nach einem Autounfall Frührentner, und wenn Live-Poker mehr für mich werden könnte als nur ein Hobby, dann würde für mich ein Traum in Erfüllung gehen.“

Bei 888poker hat sich Christian auf 1-Table SnG spezialisiert, aber in der jüngeren Vergangenheit kamen zunehmen auch MTTs dazu.

Pütz kam zu 888poker, „weil es dort ein besonders gutes Bonusangebot gab. Ich habe mir verschiedene Bonurprogramme angesehen und mich dann für das beste entschieden.“

Christian Pütz
Brüllend durch die Wohnung - Christian Pütz.

Die WSOPE ist sein erstes internationales Pokerfestival. Bis jetzt war er nur in kleineren lokalen Clubs aktiv. Trotzdem reichte es in seiner ersten „Saison“ schon für Platz 3 in der internen Clubwertung.

„Als ich nachts um halb drei als Sieger des Satellite-Turniers feststand, bin ich erstmal laut ‚ich fahre nach Paris‘ brüllend durch die Wohnung gerannt.“

Über die Organisation von 888poker sagt er: „Im Vorfeld gab es ein paar Kommunikationsprobleme, aber hier war es vom Empfang bis hin zur abendlichen Bootsfahrt auf der Seine perfekt durchorganisiert.

Ich habe mir vorher vorgenommen, nichts zu erwarten, um nicht enttäuscht zu sein. Das funktioniert. Es ist ein Erlebnis, hier dabei zu sein, und es macht Lust auf mehr.“

Max

BWL-Student in Nürnberg und spielt inzwischen genung Online-Poker, um sich mit Kollegen Shares zu teilen.

Inzwischen hat er mehrere Poker-Accounts bei verschiedenen Anbietern, „auch um die Varianz ein bisschen in den Griff zu bekommen“.

„Die beste Software hat PokerStars, da gibt es wohl keine Duskussion, aber bei 888poker sind die Teilnehmerfelder kleiner und insgesamt etwas schwächer. Daher wachsen die Chancen in Online-Satellites.“

888poker ist damit vor allem für unerfahrene Spieler ein gutes Pflaster zum Üben, wo man dennoch von Anfang an gute Chancen auf Profit hat.

„Bei PokerStars sind schon in den $1-Turnieren verhältnismäßig viele gute Spieler dabei, bei den $10-Turnieren sogar schon Team Pros. Das ist bei 888poker anders.“

Max Blümig
Die Varianz in den Griff bekommen - Max.

Nach der Estrella Poker Tour in Valencia 2012 ist die WSOPE das zweite große Live-Event, für das Max sich online qualifizieren konnte.

„In Valencia habe ich es bis in den zweiten Tag geschafft. Wenn ich mich hier für den Main Event qualifiziere, würde ich natürlich gerne weiterkommen.“

Im Normalfall treibt sich Max in den Turnieren bis zu $33 Buy-in herum. Satellites sind nur in Ausnahmefällen dabei.

Zu viel Zeit kann sich der Nürnberger für sein wahrscheinlich aber nicht mehr lange nehmen. Immerhin will irgendwann auch das Studium beendet werden. Wann, ist noch nicht ganz sicher.

„Ich habe eine Zeitlang gebraucht, um zu verstehen, wie wichtig es ist, das Diplom zu machen“, grinst er. "Abe jetzt werde ich Poker aber ein wenig zurückstellen und mich mit vollem Elan meinerm Abschlulss widmen."

Daniel

Geboren in Tübingen, Student der Psychologie in Wien. Wie lange schon? „Och, schon ziemlich lange.“ Und wie lange noch? „Och, wahrscheinlich noch ein bisschen länger.“

Der Trick des 30-jährigen ist so einfach wie wirkungsvoll. Wer nur jedes zweite Semester studiert, ist eben auch nach zehn Jahren noch deutlich vor der Regelstudienzeit.

daniel
Nicht alles so ernst nehmen - Daniel.

Poker ist erst seit zwei Jahren auf seinem Lebensplan, der ansonsten auf drei Säulen basiert: Arbeiten, reisen, studieren, immer so im viermonatigen Wechsel.

Innerhalb dieser relativ kurzen Zeit hat sich Daniel schon für diverse Main Events qualifiziert, darunter erstaunlicherweise die Main Events der WSOP in Las Vegas 2012 und der APAC im vegangenen April.

„Davor dachte ich, Poker ist Zeitverschwendung. Kennen gelernt habe ich das Spiel dann während eines Urlaubs in Kalifornien. Danach habe ich mich dann immer mehr dafür intereessiert.“

Inzwischen ist der Weltenbummler quasi ein Spezialist für Satellites geworden, der sich auch schon durch die kompletten Steps-Turniere bis zu einem Major Event hochgespielt hat, ohne dafür mehr als einen Dollar auszugeben.

Den Battle of Malta hat er leider verpasst, da er zeitgleich für ein Unibet-Event in Cannes qzualifiziert war.

„Mehr als hundert Dollar Buy-in zahle ich fast nie“, sagt Daniel, der das Leben ebenso wie Poker nicht ganz so ernst nimmt.

„Satellites spiele ich besonders gerne wegen der Dynamik, die sich von anderen MTTs deulich unterscheidet.

In einem größeren Turnier ist man sogar dann erstmal enttäuscht, wenn man Zweiter wird, obwohl das eigentlich ja ein sehr gutes Ergebnis ist.

Bei Satellites ist das anders. Da muss man nur einen bestimmten Platz erreichen, und dann bekommen alles den gleichen Preis.

Es schadet natürlich nicht, wenn man sich ein bisschen mit dem ICM-Modlel auskennt und weiß, wie man auf der alles entscheidenden Bubble spielen muss.“

Poker ist für ihn „ein schöner Zeitvertreib“, aber ob daraus mal mehr werden wird, das ist sich Daniel überhaupt noch nicht sicher. „Ich lege mich da ungern fest“, sagt er und macht sich auf zur nächsten Reise. Irgendwohin.

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