Steht die Legalisierung von Onlinepoker in den USA unmittelbar bevor?

mgm hotel

Die großen amerikanischen Casinos gehen vermehrt Partnerschaften mit Online-Pokerräumen ein. Das könnte auf eine bevorstehende Legalisierung von Onlinepoker in den USA hindeuten.

Die Bemühungen, Onlinepoker in den Staaten zu legalisieren, sind nichts Neues. Bereits am 28. Juli 2010 wurde im Unterhaus der Entwurf, genannt Internet Gambling Regulation, offiziell verabschiedet.

Er sieht ein legales Angebot von Onlinepoker und Internet Glücksspielen vor und regelt deren Besteuerung und den Verbraucherschutz. Dabei handelt es sich um ein Lizenzmodell, das dem der europäischen Staaten Italien oder Frankreich ähnelt.

Kurz darauf begannen die Casinokonzerne und Online-Pokerräume sich in Stellung zu bringen und nach profitablen Partnerschaften zu suchen. Nur wenige Tage später fusionierten bwin und PartyPoker und Gespräche über Kooperationen von Wynn und PokerStars sowie Harrahs und 888 Poker folgten.

Gary Loveman
"Fünf Milliarden sind eine konservative Schätzung." - Gary Loveman.

Doch dann kam der Black Friday und die Verhandlungen wurden erst einmal auf Eis gelegt. Seit kurzem kommt aber wieder Bewegung in die Sache. Wie das Magazin „Forbes“ kürzlich berichtete, war der Geschäftsführer von bwin.party Jim Ryan mehrere Wochen in den USA unterwegs, um mögliche Partner zu suchen.

Nun wurde er bei den Casinokonzernen MGM und Boyd fündig. Anschließend räumte er ein: „Dass man tatsächlich eine Rückkehr in die USA überlege.“ Sollte sich der Markt in den USA öffnen, dann benötigt bwin.party eine Lizenz. Diese soll nach dem aktuellen Entwurf aber zunächst nur an Firmen gehen, die bereits eine Glücksspiellizenz haben, wie z.B. MGM und Boyd.

Weitere Online-Pokerräume, die sich schon für den US-Markt in Position gebracht haben, sind Playtech (die Mutterfirma von iPoker) und 888 (mit Caesars Entertainment).

Letztere machen sich momentan ganz besonders für eine Legalisierung stark, weil sie enormes Potential im Onlinepoker sehen: „Ich halte die Einnahmen von fünf Milliarden Dollar pro Jahr für eine sehr konservative Schätzung und glaube, dass der Onlinepoker Markt in den USA deutlich lukrativer ist“, so Gary Loveman, Präsident von Caesars Entertainment.

Zudem gibt es auch Casinos, die eigene Projekte starten, darunter das South Point Hotel & Casino oder Fertitta Interactive. Sogar US-Milliardär Donald Trump hat sein Interesse am Onlinepoker Markt inzwischen offen bekundet.

Diese Deals könnten Vorboten einer Legalisierung von Onlinepoker in den USA sein. Zwar ist es noch völlig unklar, wann und ob der Gesetzesentwurf zur Regulierung von Onlinepoker in Kraft tritt und wie man nach dem Black Friday mit Unternehmen, wie Full Tilt oder PokerStars, umgehen wird, aber die Weichen sind gestellt.

 

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