High Stakes Poker – Das war 2012

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Ben sulsky ist der beste Online-Spieler des Jahres.

Waren die größten High Stakes Profiteure 2011 noch Altbekannte, stürmte 2012 eine neue Generation die Positiv-Bilanzen. Lange gab es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen einem Amerikaner und einem Iren. Dunkle Nacht wurde es in den vergangenen zwölf Monaten hingegen für zwei Skandinavier. Als größter Fisch 2012 entpuppte sich allerdings mal wieder Guy Laliberté.

Im Jahr 1 nach dem Black Friday startete kein Geringerer als Viktor Isildur1 Blom den Run auf die Top 5 der größten Profiteure.

Allerdings zeigte der Schwede gleich in der ersten Woche, wohin ihn sein Weg 2012 führen würde.

Nach einer gewaltigen Spielfrequenz von knapp 400.000 gespielten Händen, die in ähnlichen Dimensionen nur noch von Jens Jeans89 Kyllönen und dem Iren EireAbu erreicht wurde, summierten sich die Verluste des „King of Swing“ aus Göteborg auf 2,6 Millionen Dollar.

Damit war die Zeit bei PokerStars zumindest bezüglich der eigenen Online-Bilanz wenig erfolgreich. Im November wechselte Blom allerdings zu FullTilt Poker und konnte das Jahr dort mit einem Gewinn in Höhe von $400k abschließen.

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Gus Hansen.
 

Die erste Erfolgsgeschichte auf den Nosebleed Limits wurde bereits im Januar von einem Deutschen geschrieben. Niklas Ragen70 Heinekker schaffte es in nur wenigen Wochen ein High Stakes Plus von über einer Million Dollar einzufahren.

Danach zog er sich dezent von den teuren Tischen zurück, bevor ihn die Varianz einholen konnte. In der Jahres-Bilanz reicht es trotzdem zu einem respektablen sechsten Platz.

In den Wochen danach debütierten immer wieder neue Spieler an den teuersten Tischen. Mysterious MaiseE sorgte für ein kurzes Strohfeuer und wurde kurz nach seinem Auftauchen als Ex-PokerStars Pro William Thorson enttarnt. Der Schweizer Ronny Kaiser kam und blieb. Der einstige Scrabble-Weltmeister David Deldar182 Eldar zog Guy Laliberté die Spendierhosen aus und Ben Ben86 Tollerene startete einen Siegeszug, der ihn bis in die Top 5 der größten High Stakes Profiteure 2012 tragen sollte.

Die mit Abstand erstaunlichste Vorstellung gab allerdings der Ire EireAbu. Bis Ende Juli lieferte sich der Spieler, hinter dessen Nick sich wohl Andrew Grimasson versteckt ein Kopf an Kopf Rennen mit dem Amerikaner Ben Sulsky.

Ab März hatte EireAbu fast jede Woche in den Top 5 der größten Gewinner verbracht. Es gab kaum noch eine Session, aus der der Ire nicht als Sieger hervorgegangen wäre.

Auch wir stellten uns die Frage, ob es einen Spieler gibt, der EireAbu nur halbwegs das Wasser reichen konnte oder ob er zu diesem Zeitpunkt schlicht und ergreifend einfach nicht zu schlagen war.

Die Antwort gab schon wenig später Gus Hansen . Bis zum August hatte sich der regierende King der Online-High Stakes nie nach ganz vorn auf das High Roller-Schlachtfeld gewagt. EireAbu spielte hohe Frequenzen auf den $50/ $100 PLO-Limits und ließ die Sahamies, Bloms und Galfonds die harten Swings an den $200/ $400 PLO-Tischen erleiden.

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Fuhr die größten Verluste des Jahres ein.
 

Doch dann hatte sich der Super-Ire 2012 eine Bankroll von über 3,5 Millionen Dollar aufgebaut und kam wohl nicht mehr drum herum an seine eigene Stärke zu glauben. Auf den $200/ $400 PLO-Limits erlebte EireAbu dann aber ein Waterloo nach dem anderen.

Erst gegen Gus Hansen und später gegen alle anderen Nosebleed-Regulars verlor der einstige Herrscher fast 1,5 Millionen Dollar und zog sich schon kurze Zeit später komplett von den High Stakes zurück. Seine 2,2 Millionen Dollar Jahres-Gewinn machen ihn allerdings immer noch zum drittprofitabelsten Spieler des vergangenen Jahres.

Der konstanteste Dominator der High Stakes 2012 hieß allerdings Ben Sauce123 Sulsky. Seine 19 Dollar Profit pro Hand sprechen dabei eine eigene Sprache. In einem Interview zeigte sich der 26-jährige Amerikaner aus Massachusetts furchtlos und erklärte, dass er Heads Up PLO oder NLHE sowieso keinen fürchten würde.

Er habe außerdem das Gefühl, dass er auf den High Stakes gegen gewisse Gegner und bei gewissen Games einen leichten Plus EV habe. Namen nannte er diesbezüglich aber vorsorglich nicht.

Mit dabei könnte allerdings durchaus Gus Hansen sein. Der Däne hatte das Jahr 2011 mit knapp vier Millionen Dollar Gewinn als goldener High Stakes König abgeschlossen. Ein Jahr später führt er die gleiche Bilanz nun von unten an.

Als broksi war er nach einjähriger Abstinenz auf die Online High Stakes bei PokerStars zurückgekehrt und hatte innerhalb von nur zwei Wochen einen Verlust von über einer Million Dollar gemacht.

Nach dem Relaunch von FullTilt und dem Erhalt seiner gewaltigen Bankroll wurde Hansen dann unter Klarnamen bei FullTilt endgültig zum Kanonenfutter. Weitere drei Millionen Dollar wurden in nur sieben Wochen verbrannt.

Insgesamt beläuft sich der Jahres-Verlust von Hansen damit auf über vier Millionen Dollar. Damit hat es der alte und neue FullTilt Pro geschafft sogar Super-Fisch Guy Zypherin Laliberte als größten Loser des vergangenen Jahres zu überholen.

 

Hier noch die aufschlussreichen Zahlen in Tabellenform:

Die Gewinner 2012:

  1. Ben Sauce123 Sulsky, $3.581.763
  2. Jens Jeans89 Kyllönen, $2.492.278
  3. Andrew EireAbu Grimasson, $2.176.527
  4. Ben Ben86 Tollerene, $2.136.109
  5. Alexander Kanu7 Millar, $1.635.244
Guy Laliberte
Hat kein Problem damit, den Clown zu spielen - Guy Laliberté.
 

Die Verlierer 2012:

  1. Guy Zypherin Laliberte, $-3.552.742
  2. Gus Hansen, $-3.109.619
  3. Viktor Isildur1 Blom, $-2.673.899
  4. Patpatman, $-1.791.987
  5. Rui PepperoniF Cao, $-1.377.402

 

Die Gewinner 2011:

  1. Gus Hansen, $3.941.703
  2. Ilari Ilari FIN Sahamies, $2.183.832
  3. Rafael Refaelamit Amit, $2.105.597
  4. Dan jungleman12 Cates, $1.952.994
  5. Alexej NoPasaran Makarov, $1.875.348

 

Die Verlierer 2011:

  1. Tom Durrrr Dwan, $-2.474.309
  2. Eugene fishosaurusREX Yanayt, $-1.399.950
  3. kagome kagome, $-1.377.281
  4. cadillac1944, $-1.336.308
  5. Guy Esvedra Laliberte, $-1.182.259

 

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