Omaha – Das Spiel auf dem Turn

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Der Turn ist die wichtigste Straße für Omaha. Wer sie richtig spielt, hat den Schlüssel zum Erfolg in der Hand.

Korrektes Spiel auf dem Turn ist der Schlüssel zum Erfolg in PLO. Wenn die Mehrheit der Spieler am Tisch der üblichen Handauswahl folgt, öffnet fast jeder Flop mehreren Spielern starke Draws. Deshalb ist Omaha vor allem ein Turn- und Riverspiel.

Häufig sieht man ein geflopptes Set gegen einen Flush Draw und einen Wrap Straight Draw antreten. Es kommt eher selten vor, dass man in Pot Limit Omaha einen Pot auf dem Flop gewinnt.

Die Textur des Boards

Der Turn kann eine Hand komplettieren oder ruinieren. Es ist von entscheidender Wichtigkeit, den Gegner lesen und das Board interpretieren zu können – vor allem die Veränderungen des Boards von Straße zu Straße.

Das Interpretieren des Boards ist eine Kunst, die erlernt werden muss und eine Menge Praxis erfordert. Man muss alle potenziellen Draws, Made Hands und möglichen Outs gleichzeitig im Blick haben.

Außerdem muss man den Zustand der eigenen Hand ständig begleiten. Bei welchen Treffern liegt man zurück? Was brauche ich, um wieder zu überholen? Welche Outs habe ich? Welche Outs sind vergiftet? Habe ich Blocker zu gegnerischen Outs? Habe ich Redraws, wenn ihn der Turn trifft?

Wenn Sie Schwierigkeiten damit haben, all diese Ausdrücke zu verstehen, empfehle ich Ihnen diesen Artikel.


beach 23756
Woran Sie nicht denken sollten, wenn der Turn fällt.

Woran ich bin (und was er glaubt, woran ich bin)

Haben Sie die Textur des Boards verinnerlicht und kennen alle Odds und Outs, können Sie Ihren Gegner auf eine ziemlich genaue Range setzen.

Herauszufinden, wo man selbst steht, ist aber nur ein Teil der Schlacht. Man muss außerdem herausfinden, wo der Gegner steht, und was vielleicht noch wichtiger ist, erkennen, auf welche Range der Gegner uns setzt.

Wenn wir einen Flush Draw und Straight Draw mit 13 Outs haben und bereits zweimal gesetzt haben, was wird unser Gegner dann glauben, was wir halten?

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass er uns auf die Hand setzt, die wir tatsächlich halten (obwohl er sie nicht ausschließen kann). Wahrscheinlich glaubt er, dass wir auf einer Made Hand sitzen, wahrscheinlich einem Set oder Top Two Pair.

Haben wir die Hand stark gespielt, setzt er uns vielleicht auf Top Set mit Flush Draw.


daniel negreanu 23630
Ein falsch gelesenes Board ist wie ein Schlag ins Gesicht.

Wenn wir den Flop mit einem großen Wrap Draw check-callen, den Turn verpassen und noch einmal check-callen, wird unser Gegner uns auf einen Draw setzen.

Flsuh Draws sind einfacher zu erkennen als Straight Draws, und sie lösen auch leichter Befürchtungen beim Gegner aus. Deshalb haben wir gute Chancen, mit unserem Wrap Draw zu gewinnen.

Im Übrigen haben wir mit dem letztgenannten Spielzug auch die Möglichkeit geschaffen, auf dem River zu bluffen, wenn eine dritte Karte derselben Farbe fällt.

Schauen wir uns z. B. den folgenden Flop an:

7 8 A

Unser Gegner kann uns hier nicht auf einen einzelnen Draw setzen. Wir könnten ebenso gut zur Straight wie zum Flush ziehen.

Hat unser Gegner selbst vier Herz auf der Hand, kann er eine Bet leichter bezahlen, aber in den meisten Fällen ist eine genaue Einschätzung praktisch unmöglich.

Solange unser Gegner nicht genau den Draw hält, den wir gerade repräsentieren, haben wir legitime Outs plus neun Bluff Outs zum Flush. Wenn wir das auf dem Flop erkennen, können wir den Bluff auf dem River vorbereiten.

Woran der Gegner ist

Wir müssen die Textur des Boards, die Setzfolge und alle Tells, die wir eventuell erkennen, dafür nutzen, um die Range unseres Gegners so klein wie möglich zu halten.

Eine Situation wie diese sollten wir vermeiden:

Board: A 8 9 8

Unsere Hand: T J 6 7

Wir haben alle Draws der Welt, zwei Flush Draws und einen großen Wrap Draw. Wir haben so viele Outs, dass wir sie gar nicht erst zu zählen brauchen. Es genügt zu wissen, dass es sehr viele sind.


barry greenstein 23597
Einer der meistunterschätzten Omaha-Spieler - Barry Greenstein.

Unser Gegner ist ein Spieler, der bevorzugt Premium-Hände wie Pocket Asse spielt. Er hat den Flop gecheckraist und dann auf dem Turn den halben Pot gesetzt. Was tun wir?

In dieser Situation besteht eine große Chance, dass wir mit unseren ganzen Draws schon drawing dead sind. Falls wir uns hier zu einem Call überreden, sind wir auf direktem Weg in die Hölle.

Natürlich ist es möglich, dass wir in dieser Situation eines von unseren vielen „Outs“ treffen. Wenn man den Turn mit einem Draw bezahlt, wäre es ja Unsinn, dann auf dem River zu folden, wenn wir den Draw vervollständigen. Das Problem ist, dass wir auf dem Turn und dem River dominiert sind und trotzdem zwei Bets bezahlen.

Vor allem in Omaha gilt: Wenn du glaubst, dass du geschlagen bist, stimmt das wahrscheinlich auch. Omaha ist ein echtes Nut Game – wenn man nicht wirklich die Nuts hält, sollte man sich zweimal überlegen, ob man den Pot noch weiter aufbaut.

Der Turn ist die Karte in PLO, die unsere Hand entweder aufwertet oder zerstört – oder eine Reihe neuer Outs eröffnet, die es wert sind, einen River zu sehen.

Konzentrieren Sie sich auf Value Bets, lassen Sie schwache Hände rechtzeitig los und planen Sie Ihren Spielzug auf dem River, und Sie werden Ihre Spielstärke dramatisch verbessern können.

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