Obrestad und das Aussie Millions Déjà-vu

Annette Obrestad

18 Spieler sind nach Tag 3 der Aussie Millions noch im Feld, Level 18 (5000/10.000) wurde soeben beendet. Noch mit dabei ist die Norwegerin Annette Obrestad, die unangenehme Erinnerungen an das Turnier plagten.

Im letzten Jahr war sie hier unter den Chipleadern, als noch 21 Spieler im Feld waren. Nach einem Raise des Kanadiers Zach Fellows ging sie mit A-T all-in und erwartete, wenn überhaupt, mit einer sehr starken Hand gecallt zu werden.

Fellows überraschte jedoch mit einem eher loosen Call mit einem Paar Fünfen.

Das Pocket Paar hielt, und die zornige Annette Obrestad hatte Fellows ein paar passende Worte zu sagen. Kurz danach lief sie mit Neunen in buben und schied aus. Als 21.

„Es war ein miserabler Call," sagte sie später. „Sehr frustrierend."

Ein Jahr später ist das Feld ähnlich zusammengeschrumpft, und Obrestad ist wieder mit einem großen Stack dabei. Jetzt verlässt sie sich darauf, dass sich Geschichte nicht wiederholt.

„Das hoffe ich wirklich," lacht sie. „Ich will in jedem Turnier, das ich spiele, auch gut abschneiden. Welches es ist, spielt dabei keine Rolle, aber weil ich letztes Jahr schon so weit gekommen bin und so nah am Finaltisch war, will ich jetzt endlich wissen, wie es sich dort anfühlt."

Die für Betfair spielende Norwegerin erklärt, dass nichts Geheimnisvolle daran sei, warum sie in diesem Turnier zwei Mal hintereinander so weit gekommen ist. Das Turnier passe einfach gut zu ihrem Spiel.

„Die Struktur ist wirklich gut," erklärt sie, „und es läuft eben auch für mich."

Sicher ist es kein Nachteil, dass die Gewinnerin der ersten WSOPE im Jahr 2007 das Image einer einer höchst loose-aggressiven Spielerin hat. Offrenbar glaubt ihr niemand eine gute Hand.

„Nie glauben sie mir, dass ich etwas habe. Sogar wenn ich die Nuts habe und das eigentlich offensichtlich ist, glaubt mir niemand."

„Manchmal regt mich das richtig auf, denn cih spiele gerne viele Hände. So ist es natürlich keine gute Idee, sich auf etwas einzulassen, ohne eine gute Hand zu halten. Aber warum sollte ich auch? Mir glaubt man ja nichts. Also muss ich das ja nicht. Ich spiele tighter und nutze das aus."

Wie so viele Internet Kids, die heute die Pokerwelt bevölkern, hat auch Obrestad fast nur Hold'em gespielt. Seit einiger Zeit hat sie sich aber von PLO anstecken lassen und ihr Repertoire erweitert. Nun gewann sie erst vor wenigen Tagen in Australien das $1k PLO Event.

„Das war eine tolle Sache. Ich habe online schon viel gespielt. Inzwischen ist das mein Lieblingsspiel online, und ich habe mich in letzter Zeit deutlich verbessern können.

„Man kann viele Pots spielen, sehr aggressiv sein und oft bluffen. Es gibt jede Menge Action. Ich mag das Spiel sehr."

Am morgigen Tag wird von 18 Spielern bis zum Finaltisch heruntergespielt. Im Falle der Aussie Millions sind dies acht Spieler.

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