November Nine Countdown 6: Kevin Schaffel

Kevin Schaffel

Er spielt seit 40 Jahren Poker und ist damit der bei Weitem erfahrenste Spieler am letzten Tisch. Mit 51 ist der Mann aus Florida auch der älteste. Es ist seine vierte Teilnahme am Main Event. Er ist zum dritten Mal im Geld.

Schon in Level 2 war Kevin Schaffel nur eine Karte vom Ausscheiden entfernt. Jetzt sitzt er am letzten Tisch. Fünf Jahre nach seiner ersten Teilnahme am Main Event (damals wurde er 42.) bekommt er nun die Möglichkeit, seinen Traum zu verwirklichen. Nach der letzten Hand am 10. Juli lauteten seine Pläne „vielen Leuten eine Menge Drinks auszugeben und zu feiern bis 5 oder 6 Uhr am Morgen".

Schaffel gab die Firma, in der er seit Beendigung des Studiums gearbeitet hatte, vor gut einem Jahr auf und spielt seitdem „7-10 Tage pro Monat Karten". Er war hauptsächlich in Las Vegas und Kalifornien unterwegs und versuchte, sich mit Poker den Lebensunterhalt zu verdienen, was „die meiste Zeit ziemlich hart war".

Kevin Schaffel
Gute Vorbereitung für November.

Schaffel schätzt seine Chancen „gegen alle Spieler bis auf Ivey durchaus reell" ein, obwohl er weiß, dass er gegen die Internet-Kids wohl einen Nachteil hätte: „Ich spiele selten online, und wenn, dann auch nur einen Tisch, während diese Jungs 120 Tische spielen. Dazu bin ich geistig einfach nicht mehr in der Lage."

Wozu er in der Lage ist, zeigte Schaffel bei den „Legends of Poker" Ende August. Er beendete das $10.000 Turnier im Bell Gardens in Los Angeles als Zweiter hinter Pralahd Friedman, der in diesem Jahr 64. des WSOP Main Events wurde. November Niner Steven Begleiter schloss das Turnier als Neunter ab und verpasste den Finaltisch damit knapp, weil bei der WPT immer nur sechs Spieler am letzten Tisch sitzen.

„Es war eine hervorragende Vorbereitung für den November", erklärte Schaffel nach dem Turnier. „Ich fühlte mich  gut und ich war ganz ruhig. Ich hoffe, dass es bei der der World Series genauso sein wird. ... Ich werde vielleicht ein bisschen nervöser sein, aber nicht viel."

Im Oktober erreichte er bei der EPT London im Main Event Platz 19 und untermauerte damit seine derzeit hervorragende Form. Im Main Event spielte er sich dagegen praktisch unbeobachtet von den Kameras an die letzten zwei Tische. Erst an Tag 8 war er erstmals in einer Hand zu sehen, als er Pocket Asse hielt.

Schaffel hat in diesem Jahr schon mindestens 1,7 Mio. Dollar gewonnen. Das ist zehnmal so viel wie in den fünf Jahren davor insgesamt.

Schaffel wurde vor vier Jahren geschieden. Als seine frühere Schwiegermutter von seinem Erfolg erfuhr, machte sie ihm telefonisch spaßeshalber einen Heiratsantrag. Schaffel nahm an, besteht aber auf einem Ehevertrag.

Der zweifache Vater gilt auch als ausgezeichneter Golfspieler. Er spielt ohne Handicap und ist damit beinahe auf internationalem Niveau. Sollte Schaffel genügend Geld gewinnen, um seine Firma aufgeben und sich seinen Hobbys widmen zu können, wüsste er also schon, womit er sich die Zeit vertreiben könnte.

Mindestens 1,2 Mio. Dollar werden es für den sympathischen Teilzeitspieler auf jeden Fall sein.

Kevin Schaffel

  • Online-Name: nicht bekannt (Vorschlag: "Das Phantom")
  • Siegchancen laut WSOP-Umfrage: 0,75%
  • Chips: 12.390.000
  • Seat: 4

Der November Nine Countdown

  1. November Nine Countdown 10: Apokerlypse Now
  2. November Nine Countdown 9: James Akenhead
  3. November Nine Countdown 8: Antoine Saout
  4. November Nine Countdown 7: Phil Ivey
  5. November Nine Countdown 6: Kevin Schaffel
  6. November Nine Countdown 5: Joseph Cada
  7. November Nine Countdown 4: Jeff Shulman
  8. November Nine Countdown 3: Steven Begleiter
  9. November Nine Countdown 2: Eric Buchman
  10. November Nine Countdown 1: Darvin Moon

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