Nicoals Chouity gewinnt das EPT Grand Final

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Nicolas Chouity.

Um 12 Uhr mittags begannen die letzten acht Spieler ihren Kampf um den Titel. Der schon zu Anfang des Finaltisches massive Chipleader Nicolas Chouity feierte letztlich einen ungefährdeten Sieg. Alle Bust-out Hände im Überblick.

Auf dem achten Platz landete Mesbah Guerfi, der als Zweiter in Chips an den letzten Tisch gekommen war.

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Mesbah Guerfi. Photo: Neil Stoddart.

Level 28: 40.000/80.000, Ante 5000

Auf einem Flop 8 3 4 checkten Guerfi und Chouity zur 4 auf dem Turn. Guerfi setzte 310.000, und Chouity bezahlte. Auf dem K auf dem River setzte Guerfi 785.000, und Chouity ging all-in.

Preisgeld: €140.000

Level 29: 50.000/100.000, Ante 10.000

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Roger Hairabedian. Photo: Neil Stoddart.

Siebter wurde Roger Hairabedian. Aufgrund der ungleich verteilten Chips zu diesem Zeitpunkt -  Chouity hatte fünfmal so viele Chips wie der Zweitplatzierte, und die beiden Shortstacks verweigerten schlicht jede Hand, während die mittleren Stacks nicht gegen Chouity antreten wollten, um womöglich früher auszuscheiden als die Shortstacks - entwickelte sich eine Partie, die nicht besonders aufregend war.

Hairabedian war schon auf drei Big Blinds, als er schließlich mit J 3 den Sprung wagte und auf Couitys A 3 traf. Der Flop fiel A A 5. Die Q generierte ein paar Outs für den Franzosen, aber der River Q beendete sein Turnier.

Preisgeld: €200.000

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Aleh Plauski. Photo: Neil Stoddart.

Level 30: 60.000/120.000, Ante 10.000

Sechster wurde Aleh Plauski. Er ging mit K T all-in, und wurde von Chouity mit A Q gecallt. Das Board blieb in dieser Hand vollkommen unauffällig, und die Q auf dem River war nur Makulatur.

Preisgeld: €300.000

 

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Andrew Chen. Photo: Neil Stoddart.

Auf Platz 5 landete der Kanadier Andrew Chen. Nachdem er einige Zeit keine Hand gepsielt hatte, hoffte er auf den Respekt der Gegner, als er mit 9 7 all-in ging. Klinger wachte mit Königen im Big Blind auf und bezahlte ohne Zögern. Das Board verlief mit T J J, Turn 5, River 9 eher unauffällig, und Chen war aus dem Spiel.

Preisgeld: €400.000

 

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Herve Costa. Photo: Neil Stoddart.

Level 31: 80.000/160.000; Ante 10.000

Herve Costa gelang mit seiner Strategie, jegliches Spiel komplett zu vermeiden, der Sprung auf den vierten Platz. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er nur eine einzige Hand am Finaltisch gespielt, was alle Umstehenden und wohl auch die Technik derart überraschte, dass sofort der Live-Stream zusammenbrach. Eine Dreiviertelstunde Zwangspause folgte.

Preisgeld: €500.000

 

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Dominykas Karmazinas. Photo: Neil Stoddart.

Der bisher völlig unbekannte Litauer Dominykas Karmazinas spielte sich unter der genauen Beobachtung von Tony G. bis auf den ersten Podestplatz vor. Seine Enttäuschung währte nur kurz: „Ich bin jung und habe meine Karriere noch vor mir. Ich bekomme meinen Titel schon noch, keine Sorge", strahlte er.

Mit A 7 sah er schon fast wie ein sicherer Sieger gegen Chouitys A 6 aus, zumal der Flop 5 Q 3 keine Änderung brachte. Auf dem Turn ... 6. Boom! Karmazinas konnte keines seiner sieben Outs treffen, der K beendet schließlich auch sein Turnier.

Preisgeld: €700.000

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Josef Klinger. Photo: Neil Stoddart.

Das Heads-up wurde schließlich keine allzu lange Angelegenheit. Nach wenigen Händen gingen die beiden Spieler all-in und zeigten ein paar Achten (Klinger) und - ein Paar Asse (Chouity)!!!

Das Board wollte Klinger keine Acht mehr zeigen, und damit war das Finale so plötzlich beendet wie ein Regenschauer an der Cote d'Azur.

Klinger: 8 8; Chouity A A

Board: 9 T K 4 Q

Nicolas Chouity heißt der überglückliche Gewinner des PokerStars EPT Grand Final in Monte Carlo. Schachgroßmeister Josef Klinger aus Österreich war ein würdiger Zweiter. Er war am Finaltisch der einzige, der immer wieder versuchte, den kaum einholbaren Chiprückstand auf Chouity aufzuholen.

ept monaco
Der Finaltisch.

Ihm gelang es auch als einzigem der Verfolger, die 5-Mio.-Grenze zu knacken. Chouity lag fast ununterbrochen bei über 15 Mio. und hatte die meiste Zeit das Vier- bis Fünffache an Chips des jeweils Zeitplatzierten.

Platz 2 und €1.000.000 gehen an Josef Klinger, der Sieg und €1.700.000 an Nicolas Chouity aus dem Libanon, in dem es ab morgen einen noch nie da gewesenen Pokerboom geben wird. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass ein Land mit 4 Mio. Einwohnern (Berlin: 3,5 Mio.) die Pokerwelt in ihren Grundfesten erschüttert.

Damit ist die sechste Saison der PokerStars European Poker Tour Geschichte. Die siebte Saison beginnt am 11. August an einem neuen Spielort: Tallinn, Estland, erlebt seine Premiere.

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