Niall Farrell: Kleine Turniere helfen gegen Downswings

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Niall Farrell – Nach David Vamplew der erfolgreichste schottische Pokerspieler

Er ist die Nummer zwei auf der schottischen All-Time-Money-Liste, hat in Malta einen EPT gewonnen und war zum 888-Festival im Kings Casino in Rozvadov.

Seinen großen Durchbruch hatte Niall Farrell 2015 als er das Mail-Event der EPT Malta gewann. Danach schaffte er es unter anderem an den Finaltisch des FPS-Turniers in Monte Carlo, das Finale des $111k-One-Drops in Las Vegas und er gewann die WPT Punta Cana in der Karibik.

Im GPi-Ranking belegt er derzeit den 17. Platz und er zählt zu den beliebtesten Spielern im Pokerzirkus. Wir haben in Rozvadov mit dem Schotten gesprochen.

PL: Was ist dein Deal mit 888-Poker?

Niall Farrell: Die Jungs waren so nett, mich einzuladen, ich hatte sonst nichts vor, also schaute ich vorbei. Ich weiß nicht, ob dies zu weiteren Kooperationen führt, ich freue mich einfach, dass ich hier sein darf.

Ludovic Geilich Roxzvadov 2017
Schotte 2, Ludovic Geilich

PL: Der einzige Schotte bist du aber nicht hier...

NF: Das stimmt. Ich habe auch Ludewig Geilich mitgebracht. Ich hatte ihn gefragt, ob er mitkommen mag und es brauchte nicht sehr viel Überzeugungsarbeit, schließlich liebt er das Pokerspiel. Ich bin aber nur dafür verantwortlich, dass er hier ist, nicht dafür was er hier so macht.

PL: Du hast auf der ganzen Welt große Turniere gespielt. Wie fühlt sich dieses Event hier an?

NF: Ganz klar, dieses Event ist anders. Man hat hier mit anderen Spielsituationen zu tun. Das Buyin ist niedriger und entsprechend sitzen sehr viel mehr Freizeitspieler am Tisch. Diese sind nicht ganz so gut wie die Top-Spieler in andere Turnieren und man muss sein Spiel entsprechend ein wenig anpassen, um davon zu profitieren. Theoretisch zumindest, denn ich persönlich habe hier noch keine einzige Hand gewonnen.

PL: Was ist wichtiger für dich, große Preispools oder schwache Gegenspieler?

NF: Man braucht beides. Am Ende geht es darum, welchen Erwartungswert man in den Turnieren hat. Bei diesem hier hat man einen höheren ROI, aber niedrigere Buyins. Bei einem Turnier mit einem Buyin von 800 Euro hat man, wenn man einen ROI von 200 Prozent hat – und das ist enorm – auch nur einen Erwartungswert von 1600 Euro.

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Niall Farrell hat oft viele Chips zu sorttieren

Und das vergleiche man jetzt mit einem 25.000 Euro teuren Turnier bei dem man nur einen ROI von zehn Prozent hat. Hier hat man einen Erwartungswert von 2500 Euro – sehr viel mehr, trotz niedrigerem ROI.

Aber Turniere wie dieses hier helfen. Es ist etwas einfacher, Geld zu verdienen und so kommt man besser durch die Swings der größeren Turniere.

PL: Man hat sich beschrieben als "Typen, der Turniere nur gewinnt, um fertig zu sein und endlich ein Bier trinken zu können". Passt das?

NF: Hah! Nun, ein oder zwei Bier sind immer gut und die trinke ich gern, so viel stimmt. Aber den Großteil der Zeit habe ich vor allem an Pokerturnieren Spaß.

PL: Aber später gibt es ein Bier?

NF: Auf jeden Fall!

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