Drei neue deutsche Pokerbücher

drei neue deutsche Pokerbuecher
Foto: Michael Berkholz

Vergangenes Wochenende hat der Gamblerstore in Regensburg fünfjähriges Firmenjubiläum gefeiert.

Grund genug drei fast neue Bücher seiner prominenten Autoren bei einem Weißwurstfrühstück vorzustellen.

Von Stephan Kalhamer - Verfasser des ersten deutschen Pokerbuchs - gibt es sein Erstlingswerk nun endlich zum guten Preisleistungsverhältnis als Taschenbuch für 9,95 Euro. Die Aufmachung ist identisch mit der 30 Euro-Version seines ersten Versuchs und der Inhalt ist ein wenig überarbeitet. Für Einsteiger ist es nun auch vom Preis ein Buch, in das es sich lohnt einen Blick zu werfen, um einen ersten Eindruck vom Pokerspiel zu bekommen. Tiefer gehende Aspekte wie Finanzen oder Psychologie fehlen aber weiterhin, um das Buch vollständig zu machen.

DSF-Kommentator Michael Körner macht Stefan Raab für sein Buch verantwortlich. Dieser wollte vor einem Fernseh-Turnier von Körner zehn Tipps haben, wie man pokert. Nachdem viele Spieler im TV den Zettel mit den Ratschlägen in den Metzgerfingern von Raab gesehen hatten, wurde Körner immer öfter gefragt, wo es diese zehn Tipps zu kaufen gäbe. Was hatte er also für eine andere Wahl, als auf den Zug zu springen und dem Volk zu geben, nach was es verlangte. In „Die 10 Goldenen Poker Regeln" erklärt er absoluten Anfänger die Grundregeln und worauf es zu achten gilt. Auf rund 150 Seiten erfährt nun der Poker-Noob z.B. bei welchen privaten Pokerrunden er mitspielen sollte, und wovon er lieber die Finger lässt, bis er mehr Sachverstand angesammelt hat. Warum ein Bluff nur eine Notlösung ist und wie viel man in welcher Situation wetten sollte. Für alle, die von Pokern noch gar keine Ahnungund wenig Lust haben sich ein Buch zu kaufen, dass sehr tief in die Materie einsteigt, ist dies eine gute Lösung. Bunt und verständlich beschrieben bringt es dem Beginner das Pokerspiel näher und die 14,80 Euro, die das Buch kostet, hätte man bei privaten Turnieren sehr schnell verloren, ohne dieses Wissen zu bekommen.

Das tatsächliche Highlight ist aber das Buch von Pokerprofi Michael Keiner „Living on the Edge". Leider hat „The Doc" sein WSOP-Bracelet erst nach dem Druck des Buches gewonnen, so dass nun ein hübscher Aufkleber seines Erfolges in Las Vegas auf seinem Werk klebt. Inhaltlich ist es zwar mehr autobiografisch, doch lernt der Leser in vielen Teilen über die Psychologie des Spiels, die Keiner immer wieder hervorhebt und auch über Bankroll Management. Er schreibt amüsant und lesenswert über Anekdoten von seinigen Erlebnissen in Las Vegas. Schließlich hat er als einziger der drei Autoren große Turniere schon live gespielt. Die 29,95 Euro scheinen auf den ersten Blick etwas viel, weil es aber Bereiche abdeckt, die in vielen anderen Pokerbüchern fehlen und weil auch ein paar schöne farbige Bilder mit drin sind, ist der Preis gerechtfertigt. Außerdem: Er ist der einzige deutsche Bracelet-Gewinner, der ein Buch herausgebracht hat - das kann man sich auch bezahlen lassen.

Animazing arbeitet übrigens schon an einem neuen Buch mit den aktuellen deutschen Stars Thater, Bihl, Keiner & Co. Der Titel heißt Pokermatrix und soll ca. um Weihnachten herum auf den Markt kommen.

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