Neu im BIG ONE – Hellmuth, Esfandiari, Gruissem, Kyllönen

Phil Hellmuth
Mit 80%-iger Sicherheit dabei - Phil "11" Hellmuth.

Auf 48 Spieler ist die Teilnehmerzahl des teuersten Pokerturniers aller Zeiten begrenzt. Mit Jens Kyllönen ist nun Nummer 39 auf den Hochgeschwindigkeitszug aufgesprungen.

Auch Phil Hellmuth, Antonio Esfandiari und der Deutsche Philipp Gruissem sind so gut wie sicher dabei. Das Problem: Selbst für die besten Turnierspieler der Welt ist das Buy-in von einer Million Dollar zu hoch. Und der Verkauf von Anteilen läuft eher zähflüssig. Schon ein Prozent ist so viel wie das Buy-in eines normalen High Roller Events.   

„Geiles Turnier“, mit diesen Worten betitelte der deutsche High Roller Event König Philipp Gruissem das Big One, das vom 1. Juli an in Las Vegas ausgetragen wird. Ähnlicher Meinung scheinen nun mehr und mehr High Roller zu sein, denn langsam wird der Platz eng auf der Teilnehmerliste.

Die hat Initiator Guy Laliberte auf 48 Spieler begrenzt. Und gestern trug sich der Finne Jens Kyllönen als 39. Spieler in die Teilnehmerliste ein. In einem Interview erklärte er: „Ich habe in den letzten Monaten sehr gut verdient und will mich mit diesem Turnier einfach belohnen. Da viele Amateure mitspielen, ist das Turnier eigentlich sehr soft. Durch einige schwächere Profis steigt der Wert des Turniers zusätzlich. Außerdem ist es toll, mit all diesen Geschäftsleuten zu spielen, da viele von ihnen große Persönlichkeiten sind.“

Philipp Gruissem
"Geiles Turnier" - Philipp Gruissem.

Das Startgeld will der Gewinner der EPT Kopenhagen 2009 komplett selbst aufbringen. Ein Luxus, den sich in Deutschland nicht mal Größen wie Tobias Reinkemeier oder Sebastian Ruthenberg leisten können oder wollen.

Ein Pferd wird die deutsche Poker-Community wohl trotzdem am Start haben. Philipp Gruissem aus Krefeld gewann bei der European Poker Tour 2011 die High Roller-Events in Barcelona und London und wurde bei denselben Veranstaltungen in Prag und Monaco Dritter.

Er will auch beim Big One dabei sein. Drei Gründe nannte er für seine Teilnahme. Erstens: Nirgends würde man mit so vielen interessanten Leuten wie beispielsweise Andy Beal an einem Tisch sitzen. Zweitens: Seit vier Jahren sieht sich Philipp nun auf der Jagd nach einem Bracelet. Und bei nicht mal 50 Teilnehmern sei die Chance darauf so gut wie nie. Drittens: Schätzungsweise 48 Teilnehmer bedeuten bei einer Abgabe von jeweils 111.000 Dollar, mehr als fünf Millionen Dollar für das „One Drop-Projekt“ für sauberes Wasser in Afrika. Sowas, so Gruissem, müsse man einfach unterstützen. 

Schwierig gestaltet sich allerdings der Verkauf von Anteilen. Gruissem dazu: „Jeder würde was nehmen, aber keiner genug. Die ersten 300.000 bis 400.000 Dollar könnte ich schnell eintreiben, aber für mehr reicht die Kasse der deutschen Poker-Community eben nicht aus. Und so bin ich jetzt eher auf der Suche nach potenten Geschäftsleuten, als in der Community von hunderten „Kleinanlegern“ die Kohle einzusammeln, um sie dann mühsam wieder zurückzugeben, wenn es doch nicht klappt.“

jens kyllonen 28777
"In letzter Zeit gut verdient." - Jens Kyllönen.

Auch Spieler wie Antonio Esfandiari versuchen noch, das Buy-in zu verkaufen. In einem Interview mit PokerStrategy bot der „Magician“ Anteile für mindestens ein Prozent, also 10.000 Dollar an.

Sogar der nach eigener Auffassung beste Turnierspieler der Welt Phil Hellmuth macht seine Teilnahme davon abhängig, wie der Share-Verkauf läuft. Vor zwei Tagen sagte der Poker Brat: „Ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass ich spiele, liegt bei 80 Prozent.” Mittlerweile lägen ihm Angebote für den Kauf von mindestens 550.000 Dollar vor. Das dürfte auch für einen Phil Hellmuth Absicherung genug sein, um bei „der Mutter aller Pokerturniere“ an den Start zu gehen.

Unter den bisher feststehenden Teilnehmern befinden sich unter anderem Patrik Antonius, Tom Dwan, Jonathan Duhamel, Bertrand Grospellier, Tony G., Gus Hansen, Daniel Negreanu, Erik Seidel und Bobby Baldwin.

Auch über Satellites konnte man sich qualifizieren. Carlos Nahas aus Ottawa zum Beispiel hat sich bei einem $25k Satellite für das Millionen-Turnier qualifiziert. Andere Spieler versuchen Shares über Ebay zu verkaufen. Das dürfte bei einer solch gewaltigen Summe allerdings ein aussichtsloses Unterfangen sein.

Die komplette Spielerliste finden Sie hier.


Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare