Der Deutsche Sebastian Pauli gewinnt die EPT London!

SebastianPauliNeil Stoddart
Sebastian Pauli - EPT London Champion; Photo: PS-Blog.

Wieder ein deutscher Sieg. Sebastian Pauli konnte den Main Event der EPT London souverän für sich entscheiden. Auf Platz 2 landete Onlinelegende Kevin „ImaLuckSac“ MacPhee. Der zweite Deutsche am Final Table, Artur Koren, wurde Vierter. Zu guter Letzt gibt es noch das Siegerinterview.

Sebastian Pauli gewann in der Nacht den Titel der EPT London. Damit geht auch der zweite Main Event der elften Saison der European Poker Tour nach Deutschland.

Im August hatte sich André Lettau in Barcelona durchsetzen können.

An einem extrem stark besetzten Finaltisch benötigte Pauli rund zwölf Stunden, um sich den Sieg zu sichern.

Im Heads-up sah er sich Kevin MacPhee gegenüber, der nach Vicky Coren im Mai der zweite Spieler hätte werden können, der einen zweiten EPT Main Event gewinnt.

In der letzten Hand hielt Pauli A-Q und dominierte damit MacPhees A-T. Das Board verpassten beide Spieler, und damit genügte das bessere Ass für den Sieg und eine halbe Million Pfund.

Es war erst das zweite Mal, dass zwei frühere EPT-Champions gemeinsam an einem Finaltisch saßen.

Beim Grand Final der neunten Saison hatten Jason Mercier und einmal mehr Jake Cody das Finale erreicht. Allerdings konnte keiner der beiden damals den Titel gewinnen.

In London hatte Cody nun ein zweites Mal diese Chance, und auch Kevin MacPhee rechnete sich gute Chancen aus.

270 Minuten bis zum ersten Bustout

Obwohl der Finaltisch von Anfang an eine Menge Action zeigte, viele Hände mindestens bis zum Turn gespielt wurden und es regelmäßig zu größeren Pots kam, dauerte es viereinhalb Stunden, bis der erste Spieler ausschied.

Pablo Gordillo konnte auch seinen zweiten EPT-Finaltisch innerhalb einer Saison nicht gewinnen. Hatte er in Wien noch den vierten Platz erreicht, reichte er es dieses Mal nur zu Platz acht.

Gordillos A-T verlor gegen Killeens Pocket Dreien bei einer drei auf dem Flop. Vor wenigen Wochen hatte der Spanier für Schlagzeilen gesorgt, als er in einer einzigen Nacht drei große Online-MTTs gewinnen konnte.

Auf Platz sieben landete wenige Minuten später der Franzose Jonathan Bensadoun, der mit A-Q gegen Korens Pocket Könige zwar eine Dame auf dem Board traf, aber eben auch nicht mehr.

Es dauerte dann wieder dreieinhalb Stunden, bis der nächste Spieler ausschied. Jakub Mroczek konnte mit A-8 nichts gegen die Pocket Zehnen von Kevin Killeen ausrichten. Platz sechs für den Polen.

Mit Jake Cody verlor das Turnier dann den ersten der zwei verbliebenen EPT-Titelträger. Er wurde Fünfter nach einer dramatischen Hand.

Mit Pocket Damen hatte Kevin MacPhee eröffnet, und Cody bezahlet mit K-T. Auf dem Flop J-K-K ware Cody plötzlich meilenweit vorn.

Es gelang Cody, alle seine Chips in die Mitte zu bringen, und MacPhee staunte nicht schlecht, als er sah, was gerade geschehen war.

ept london final table
Die Finalisten: Kevin MacPhee 2. v. l., Sebastian Pauli 3. v. r.

Schon am Turn kam dann aber die Dame zum Full House für den Amerikaner, und die 2 auf dem River half Cody nicht mehr.

Kurz danach war das Turnier auch für Artur Koren vorbei. Er bezahlte einen Push pre-Flop von Kevin MacPhee mit Pocket Achten.

Der Amerikaner zeigte Q-J, traf zwei Paare auf dem Board und nahm den vorletzten Deutschen vom Tisch.

Die letzten drei Spieler besprachen dann einen Deal, der allerdings nicht zustande kam. Sebastian Pauli war als deutlicher Chipleader nicht bereit, sich auf einen ICM-Deal einzulassen, während die anderen beiden einen Chip-Chop-Deal ablehnten.

Also wurde weitergespielt. Gegen Mitternacht Ortszeit war dann die letzte Hand von Kevin Killeen gekommen.

Mit A-7 war er vom Button aus all-in gegangen, und MacPhee bezahlte mit A-Q. Wieder kam es zu einem dramatischen Board.

Auf dem Flop traf Killeen die sieben, aber dann verliefen die Gemeinschaftskarten 7-8-4 --- A ---Q, und der River entschied gegen den Iren.

Heads-up jagten also Kevin MacPhee seinen zweiten und Sebastian Pauli seinen ersten Titel.

Sebastian Pauli wurde auch in der letzten Phase vom Kartenglück begünstigt. Er baute seinen Vorsprung nach und nach aus und hatte MacPhee schließlich so nah am Rande der Niederlage, dass der Amerikaner in Zugzwang geriet.

Der erfahrenere MacPhee konnte sich mehrfach wieder herankämpfen, aber letztlich war Pauli der Spieler mit den besseren Karten.

Das Endergebnis der EPT London:

  • 1. Sebastian Pauli, D, £499.700
  • 2. Kevin MacPhee, USA, £308.500
  • 3. Kevin Killeen, IRL, £220.500
  • 4. Artur Koren, D, £168.900
  • 5. Jake Cody, ENG, £133.800
  • 6. Jakub Mroczek, PL, £104.200
  • 7. Sebastian Bensadoun, £75.900
  • 8. Pablo Gordillo, £51.900

Das Siegerinterview: 

 

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