Triple Barrel – LAPC im Finale, Negreanu im Müllsack, Becker für GPI

three triple burger

Ein extrem stark besetztes Turnier in Los Angeles, ein Daniel Negreanu auf Abwegen und ein Boris Becker, der in der Pokerszene weiter mitmischt – das sind die Themen der heutigen Triple Barrel.

1) Finaltisch der L.A. Poker Classics

Eines der großen Traditionsturniere der World Poker Tour sind die L.A. Poker Classics, die seit 2003 (damals gewann Gus Hansen) alljährlich im Commerce Casino der kalifornischen Metropole Los Angeles ausgetragen werden.

Mit 534 Teilnehmern und einem Preisgeldfonds von 5.126.400 Dollar war das Turnier auch dieses Jahr gut besucht, mit Marvin Rettenmaier, Dominik Nitsche und Bastian Fischer war auch eine kleine deutsche Abordnung vor Ort.

In Preisgeld schaffte es von den Dreien aber nur Fischer, der als 42. immerhin $26.660 mit nach Hause nehmen konnte.

chris moorman
Wieder ein Finaltisch für Chris Moorman.

Um die richtig großen Summen aber spielen andere, und ganz vorne mischt ein Mann mit, der vor allem als Online-Grinder längst eine Legende ist.

Der Brite Chris Moorman erreichte neben fünf Amerikanern als einziger Europäer den sechsköpfigen Finaltisch und darf sich Hoffnungen auf seinen ersten großen Live-Titel machen.

Bisher schaffte er es bei der WSOP viermal und bei der EPT einmal an den Finaltisch, zu einem Sieg reichte es aber nie.

Der Finaltisch stand fest, als Dan O’Brien mit Assen an K Q von Michael Rocco scheiterte, weil dieser auf dem River einen Flush produzierte. Als Siebter musste sich O’Brien mit $137.900 begnügen und ist nur Zuschauer, wenn es morgen um den Titel geht.

Nach diesem fetten Pot ist Michael Rocco auch Chipleader, ihm als Erster auf den Fersen ist der bekannteste Mann im verbliebenen Feld, Chris Moorman. Der Sieger erhält über 1 Million Dollar.

L.A. Poker Classics, Stand vor dem Finaltisch:


1

Michael Rocco

5.615.000

2

Chris Moorman

3.190.000

3

Patrick Bruel

2.280.000

4

Josh Neufeld

1.930.000

5

Glenn Lafaye

1.855.000

6

Adam Friedman

1.150.000

 

2) Sackhüpfen mit Daniel Negreanu

Die PCA ist zwar schon ein wenig her und über die Sieger der insgesamt 39 Turniere ist so ziemlich alles geschrieben worden, aber ein Kleinod haben wir noch in der Hinterhand.

Verpassen Sie auf keinen Fall, wie Daniel Negreanu während der Turnierserie auf den Bahamas in einem spektakulären Müllsackhüpfen gegen den mexikanischen Team-Ivey-Pro Matias „festivus“ Gabrenja antritt und es – sagen wir einmal – nicht immer ganz fair zugeht.

Nicht überliefert ist, wer am Ende zum Sieger erklärt wurde, doch muss man dem kanadischen PokerStars Pro zumindest zugestehen, dass er mit harten Bandagen zu kämpfen weiß.



3) Boris Becker nun Aushängeschild des GPI

Nach mehreren Jahren als Werbefigur des Branchenprimus PokerStars ist Boris Becker im Pokerzirkus zurück. Sein Vertrag bei PokerStars war nach fünf Jahren im Mai vergangenen Jahres ausgelaufen und nicht verlängert worden.

Umso mehr setzt der größte Internetanbieter seitdem auf Rafael Nadal, der als Tennisspieler im Gegensatz zu Bobbele noch aktiv ist.

boris becker
Neuer Werbevertrag für Boris Becker.

Mit dem Global Poker Index (GPI) hat Becker nun einen neuen Partner in der Pokerszene gefunden, für den er sich stark machen will. „Tennis und Poker haben viele Ähnlichkeiten, denn die Spieler müssen in jedem Spiel zum richtigen Zeitpunkt gute Entscheidungen treffen.

Dank der Weltrangliste wurden Tennisprofis zu weltweit bekannten Superstars, und ich hoffe, dass ich dasselbe für Poker und die Pokerspieler bewirken kann.“

Als neues Aushängeschild soll Becker den GPI auch außerhalb der Pokerszene bekannt machen und – darauf darf man sicher gespannt sein – im kommenden Jahr die Verleihung der European Poker Awards als Ehrenpräsident leiten.

Wer die Verbindung Becker/GPI und vor allem den gegenseitigen Nutzen noch nicht recht versteht, dem kann vielleicht GPI-Chef Alex Dreyfus helfen.

Der meinte, „Boris ist einer der bekanntesten Sportler der Welt und seit einigen Jahren als Pokerspieler aktiv. Ich bin sehr stolz, dass eine solche Legende zur Zusammenarbeit mit unserer Organisation bereit ist und sich dafür einsetzen will, das Pokerspiel und seine Akteure populärer zu machen.“ 

Keine Informationen gibt es übrigens darüber, ob Becker für seinen neuen Job Geld bekommt.

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