Negreanu chancenlos gegen Suck-out Isildur

Daniel Negreanu
Schwerer Abend für Daniel Negreanu.

Da war nichts zu machen. Wenn der Gegner jeden Gut Shot trifft, sodass es ihm selbst schon peinlich ist, kann es nur bergab gehen. Nach nur 1439 Händen hatte Negreanu seine gesamten $150k verloren.

„Ich treffe ständig die Nuts.“ Sogar Blom selbst war überrascht darüber, wie gut es bei ihm lief. Er konnte anstellen, was er wollte, es funktionierte. Negreanu muss sich die Nägel blutig gekaut haben.

Ein Beispiel: Auf einem Flop K-J-6 mit zwei Pik schaukelten sich die beiden Kontrahenten bis zum All-in hoch. Negreanu hielt K-6, Blom J-3 in Pik. Pre- und Post-Flop standen die Chancen hier 60:40. Turn: 9.

Oder: Negreanu hält T-T, Blom hält A-3. Odds: 70:30. Flop: 5-2-4 Rainbow. Odds: 3:95.

Oder: Negreanu hält A T, Blom hält K 7. Odds: 62:37. Flop 3 2 T. Odds: 55:45. Turn: T. Odds: 84:16. River 9.

Oder: Auf einen Flop T-9-6 lockt Blom Negreanu aus der Reserve, um ihm das letzte Geld an einem der Tische abzunehmen: All-in. Blom: 9-8. Negrenau: A-9. Odds: Pre-Flop 33:65. Post-Flop: 28:70. Turn: 8.

So schmolz Negreanus Stack dahin, und er fand kein Mittel, um den Trend umzukehren. Eigentlich sollte der Wettkampf auf PokerStars  ja am kommenden Sonntag fortgeführt werden, wenn beide Kontrahenten mit den Stacks, die ihnen gestern verblieben, weiterspielen würden. Das ist jetzt natürlich hinfällig, aber es ist zu erwarten, dass man sich auf ein Revanche-Match verständigen wird.

Auf seinem Twitter-Account erklärte Negreanu jedenfalls schnell, den Verlust „offiziell“ überwunden zu haben und am nächsten Sonntag mit „frischen“ $150k wieder antreten zu wollen. In einem Blogeintrag ließ er die großen Pots noch einmal Revue passieren, und die Enttäuschung war ihm deutlicher anzumerken.

„Es ist frustrierend, wenn es so schlecht läuft, aber wenn man bei Verstand bleiben will, muss man das akzeptieren und nach vorne schauen“, schreibt er dort. „Manchmal ist das leichter gesagt als getan.“

Natürlich war Blom erwartungsgemäß der aggressivere Spieler. Schon pre-Flop erhöhte er bei Blinds $50/$100 grundsätzlich auf $300, während der Kanadier generell das Min-Raise auf $200 bevorzugte. Auch die Quote der Raises war bei Blom deutlich höher.

Das allein dürfte bei Negreanu allerdings keine Schweißausbrüche verursacht haben. Sein Ziel war es, die großen Pots zu gewinnen. Aber auch das ging eben mehrheitlich schief. Von 14 großen Pots über $25k gewann Blom 12.

Auch den letzten: Pre-Flop ging das Geld am letzten Tisch all-in. Negrenau lag mit K-J ausnahmsweise klar hinten gegen Bloms A-K. Der Flop fiel jedoch T-7-J, und einen Moment lang sah es so aus, als könnte der Kanadier das Ruder im letzten Moment noch herumreißen.

Turn: Q.

Es passte irgendwie zu diesem ungleichen Duell.

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