Esfandiari und Negreanu im Persönlichkeitstraining

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Daniel Negreanu - sektenähnliche Vereinigung?

Die beiden Pokerstars Antonio Esfandiari und Daniel Negreanu haben sich einer besonderen, aber auch umstrittenen Methode bedient, ihre persönlichen Fähigkeiten zu steigern.

Wie die amerikanische Internetseite Donkdown.com meldet, haben die zwei Top-Spieler die Dienste des Choice Center Las Vegas in Anspruch genommen, einer Firma, die bei näherer Betrachtung einen zumindest dubiosen Eindruck hinterlässt.

Laut seiner Internetseite bietet das Choice Center als Universität für Führungskräfte Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung und Menschenführung an.

Direkt auf der Startseite sind die Konterfeis von Esfandiari und Negreanu abgebildet, mit dem Hinweis auf die Ehrungen, die die beiden vom Bluff Magazine für ihre Leistungen im vergangenen Jahr erhielten.

Vielfach unterstellt wird dem Choice Center, es sei eine sektenähnliche Organisation, die als vorgebliche Wohltätigkeitsorganisation betrügerische Absichten hege. Andernorts wird das Unternehmen als Scientology für Arme bezeichnet.

Eine Verbindung von Esfandiari zum Choice Center konnte bereits nach seinem Sieg beim Millionenspektakel „Big One for One Drop“ hergestellt werden.

In seiner Dankesrede nannte er neben seinem Vater, der ihm zum ersten Mal bei der WSOP beim Pokern zusah, als zweite Person Robyn Williams, die Gründerin und Chefin des Choice Centers. Dort hatte Esfandiari im Vorfeld einen Kurs belegt.

Offenbar haben Esfandiaris Erfolge im Vorjahr nun auch Daniel Negreanu dazu inspiriert, einen Kurs beim Choice Center, dessen Ruf vorsichtig ausgedrückt eher zweifelhaft ist, zu belegen.

antonio esfandiari big one
Antonio Esfandiari - positive Veränderungen?

Nach dem Bericht von Donkdown.com ging Negreanu in die Offensive und schilderte das Geschehen aus seiner Sicht.

Sein Agent und ein guter Freund hätten ihm das Choice Center vermittelt und er habe gerade einen 100-tägigen Kurs in Emotionaler Intelligenz belegt, der läppische 2.700 Dollar gekostet habe.

Wie Antonio Esfandiari, so Negreanu weiter, hätten mit Nick und Michael Binger zwei weitere bekannte Pokerprofis einen Kurs beim Choice Center belegt. 

Der Kurs sei zwar mitnichten der Grund für Esfandiaris Sieg beim Big One, doch habe er positive Veränderungen bei dessen Konzentration und Auftreten am Pokertisch festgestellt. Außerdem habe er dessen Leben eine neue, bessere Richtung geben können.

Genau das wünscht sich offenbar auch Daniel Negreanu, der vergangenes Jahr beim Poker gute Ergebnisse erzielte, aber weitere Ansprüche an sein Leben stellt. Er wolle nicht mehr so viel reisen und mit 38 Jahren sei es nun an der Zeit, allmählich Kinder in die Welt zu setzen, ließ Negreanu jüngst verlauten.

Die Nummer 6 der All-Time-Money-List im Turnierpoker will in Zukunft also an den Tischen etwas kürzer treten und mit dem frischen Wind seiner Persönlichkeitsentwicklung etwas an seinem Leben ändern.

Über die Firma Choice Center und deren Methoden kann an dieser Stelle allenfalls spekuliert werden. Sicher ist nur, dass Antonio Esfandiari das wichtigste Pokerturnier aller Zeiten gewann, nachdem er dort einen Kurs belegt hatte.

 

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