Nach Mordserie: Casino-Razzien in Macau

Macau

Eine Reihe von Morden und Mordversuchen schreckt die Glückspielszene in Macau auf. Die Polizei bemüht sich um Kontrolle.

Die Polizei führte in Zusammenarbeit mit chinesischen und einheimischen Behörden mehrere Razzien in Casinos und Hotels durch, nachdem mehrere Gäste – darunter dein Casinobesitzer - angegriffen und ermordet worden waren.

Fast 1300 Personen wurden verhört, 150 von ihnen festgenommen. Die Aktion trug den Namen „Thunderbolt“ und wurde in der Nacht zum 4. August durchgeführt.

Der Schlag gegen das organisierte Verbrechen ist auch eine Reaktion gegen die Bandenkriege der späten 1990er Jahre, als Macau noch eine portugiesische Kolonie war.

Damals kämpfte die mafiöse Organisation „Triaden“ um die Kontrolle über die High-Roller-Bereiche in Casinos und das illegale Kreditgeschäft. Allein im Jahr 1999 kamen bei Schießereien 40 Personen zu Tode.

Wan Kuok-koi, damals Anführer der Triaden, hat seine Strafe von 15 Jahren Gefängnis fast abgesessen.

„Wo Casinos sind, da ist immer auch Kriminalität“, erklärte ein Sprecher der Behörden der Agentur Bloomberg in einem Telefoninterview.

Schon am 2. August waren 17 Personen in drei Casinos der Stadt festgenommen worden. Sie waren an einem Betrugsversuch beteiligt, bei dem bestochene Croupiers winzige Kameras einsetzten, um die Karten eines Baccara-Tisches aufzunehmen.

Bei der Aktion ging wurden fast €10 Mio. geraubt, bevor die Polizei zuschlug.

Im Rahmen der Aktion „Thunderbolt“ wurden etwa €900.000 in bar beschlagnahmt, außerdem elf Armbanduhren und zwei Autos.

Den Festgenommenen wird u. A. Geldwäsche, Betrieb illegaler Etablissements, Mord, Mordversuch und weitere Verbrechen vorgeworfen, die häufig von den Triaden begangen werden.

Macau ist derzeit das größte Glückspielzentrum der Welt. Der Umsatz stieg im Vorjahr auf umgerechnet 2,4 Milliarden Euro (2010: 2,1 Milliarden).

Quelle: Bloomberg

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