Mörder Fanelli plädiert auf unzurechnungsfähig

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Ron "Mad Yank" Fanelli während der Gerichtsverhandlung.

Der im Juli dieses Jahres wegen Mordes an einer Prostituierten in Thailand verhaftete Ex-Pokerprofi Ron „Mad Yank" Fanelli befindet sich derzeit in psychiatrischer Behandlung. Wird er für gesund erklärt, droht ihm die Todesstrafe.

Fanelli war im Sommer verhaftet und beschuldigt worden, die Barhostess Wanpen Pianchai erstochen und ihren Körper danach zerteilt, in eine Reistasche gesteckt und am Rand einer Überlandstraße abgelegt zu haben. Er ist geständig (PokerZeit berichtete). Das Opfer hinterlässt zwei Kinder.

Der 37-jährige ehemalige Navy-Offizier lebte seit mehreren Jahren in Phuket   und versuchte mit allerdings sehr mäßigem Erfolg, von Poker zu leben. Er war für seinen Jähzorn und Hang zur Gewalttätigkeit bekannt.

Seit September hält sich Fanelli im Suan Saranrom Hospital von Surat Thani auf. Er wird dort auf seinen geistigen Gesundheitszustand hin untersucht. Die Ärzte versuchen festzustellen, ob Fanelli voll zurechnungsfähig ist bzw. zum Zeitpunkt der Tat war.

In den ersten Wochen seiner Haft hatte daran kein Zweifel bestanden. Inzwischen aber hat sich sein Verhalten offenbar komplett verändert. Laut Angaben der Gefängnisbeamten sei er „nicht mehr in der Lage, ein normales Gespräch zu führen, und gibt zusammenhanglose Äußerungen von sich".

Fanelli hatte sich vier Wochen lang vor der Polizei versteckt und nach seiner Verhaftung zunächst versucht, den Mord als „furchtbaren, furchtbaren Unfall" dazustellen. Dagegen sprach allerdings unter Anderem, dass das Opfer in Brust und Rücken gestochen worden war.

Die thailändischen Ärzte erklärten, sie würden die Untersuchungen so lange fortsetzen, bis sie eine abschließende Diagnose stellen können. Das Strafmaß für Fanelli wird von diesem Ergebnis entscheidend abhängen.

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