Chris Moneymaker wieder im Rampenlicht – und zwar gern

chris moneymaker

Mal ehrlich: Ohne Chris Moneymaker gäbe es gar keine NBC National Heads-up Championship. Ohne Moneymaker würde ich diesen Artikel nicht schreiben, und Sie würden ihn nicht lesen.

Seine Geschichte ist Legende.

Im Jahr 2003 gewann der unbekannte Buchhalter Chris Moneymaker aus Tennessee ein $39 Satellite auf der Seite des Internet-Pokeranbieters PokerStars. Dadurch gewann er das Startgeld und die Reiskosten zur inoffiziellen Pokerweltmeisterschaft, dem Main Event der World Series of Poker, einem $10.000 NLHE Turnier.

Ein paar Tage später reiste Moneymaker nach Las Vegas, setzte sich in einem Feld von 838 Spielern in Binion’s Horseshoe durch und gewann das Turnier sowie $2,5 Mio.

Nach dieser unfassbaren Geschichte wurde Moneymaker Teil des professionellen Pokerzirkus. Aber ein richtiger Star wurde er nie. Seit jenem Sommer 2003 gewann er nur ein weiteres Turnier, und in den Jahren 2005-2008 hatte er nicht einen einzigen Cash in einem namhaften Turnier zu verzeichnen.

„Ich hatte damals eigentlich keine Ahnung von Poker“, erklärte Moneymaker, der erst seit Kurzem online gespielt hatte, als er sich für den Main Event qualifizierte. „Ich habe mich nicht auf das Spiel konzentriert und dafür einen hohen Preis bezahlt.“

Anfang des Monats konnte Moneymaker einmal mehr zeigen, dass er sich entwickelt hat. Bei der NBC Heads-up Championship im Caesar’s Palace wurde er Zweiter. Er verlor das Finale gegen Erik Seidel und kassierte $300.000. Es war sein größter Gewinn seit der WSOP 2003.

Moneymaker erläuterte, sich seit Beginn des letzten Jahres wieder verstärkt Poker zu widmen. Im Zuge dessen verpflichtete er auch einen Coach, der ihm helfen sollte, mit dem Auf und ab während eines Pokerturniers fertigzuwerden.

Vor den Heads-up Championship spielte Moneymaker zwei Turniere seines Sponsors PokerStars im Rahmen der PCA. Bei einem davon wurde er Elfter und gewann $130.000.

Mit diesen beiden Ergebnissen meldet sich Moneymaker nicht nur eindrucksvoll auf vorderer Pokerbühne zurück, sie bescheren ihm auch einen ordentlichen Schub für sein Selbstbewusstsein.

64 Top Profis waren in Las Vegas angetreten, um sich durch mehrere K.O.-Runden in das Finale zu spielen.

„In der Vergangenheit habe ich mich nicht wirklich auf das Spiel eingelassen, und es gab jede Menge gute Spieler, die viel mehr Erfahrung hatten als ich. Jetzt verwende ich mehr Zeit auf das Spiel und konzentriere mich besser. Ich habe gelernt, negative Gedanken nicht mehr an mich heranzulassen.“

 Erik Seidel hatte Moneymaker im letzten Jahr in der Runde der letzten 16 eliminiert und war dort bereits ins Finale vorgestoßen. Erst im Finale gelang es Annie Duke, ihn zu stoppen. In diesem Jahr gelang Seidel der große Wurf. Er siegte auch im Finale und erhielt dafür Trophäe und $750.000.

„Ein gutes Zeichen“, grinste Moneymaker.

Nach Moneymakers Triumph bei der WSOP 2003 explodierten die Teilnehmerzahlen beim WSOP Main Event, ebenso wie die Zahl der Online-Pokerspieler. Im letzten Jahr wurden bei der WSOP $187 Mio. ausgeschüttet.

Chris Moneymaker zu Ehren wird diese Entwicklung auch als „Moneymaker-Effekt“ bezeichnet.

Darauf angesprochen, zuckt der ehemalige Buchhalter aus Tennessee nur mit den Schultern: „Ich genieße die Aufmerksamkeit“, lautet sein einziger Kommentar.

Auf seinem Weg ins Finale schlug Moneymaker den letzten Zweitplatzierten des Main Events, John Racener, sowie die lebende Legende Doyle Brunson.

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