Micro Limits Legende Nathan “BlackRain79” Williams im Interview

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Wir hatten schon vor einiger Zeit über Nathan “BlackRain79” Williams berichtet. Er hat es geschafft aus ein paar Cent ein kleines Vermögen zu machen und hat eine der höchsten Win Rates überhaupt auf den Micro Stakes. Auf PokerZeit.com wird er euch in einer Serie von Strategieartikeln verraten, wie er das geschafft hat.

Nathan Williams wurde unter dem Namen „Herr der Micro Stakes“ berühmt, denn ihm gelang das Kunststück auf NL2 und NL5 auf PokerStars aus $60 mehr als $30.000 zu machen!

Geboren und aufgewachsen in Vancouver, Kanada lebt Williams mittlerweile den Traum vieler Pokerspieler. Er zog nach Thailand, um das Leben in vollen Zügen genießen zu können.

In den kommenden Monaten wird er einige Strategieartikel auf PokerZeit.com veröffentlichen und Euch dabei helfen die Micro Stakes nachhaltig zu schlagen.

Zunächst einmal möchten wir ihn Euch im Rahmen eines Interviews näher vorstellen. Seine Strategieartikel und eine monatliche Frage und Antwort Stunde, in der Williams eure Fragen beantwortet werden folgen.

PZ: Was ist das Geheimnis deines Erfolgs und wie konntest du diesen über einen so langen Zeitraum aufrechterhalten?

BlackRain79: Einer der Gründe ist mit Sicherheit, dass ich eine sehr rationelle Einstellung zum Spiel habe. Auch ich habe meine schlechten Tage an denen ich verliere, allerdings benutzte ich diese als Motivation, um noch besser zu werden.

Ich versuche Schritt mit der Entwicklung zu halten und mich anzupassen. So spiele ich beispielsweise weniger Tische und nicht mehr 24 gleichzeitig und beschäftige mich dafür mehr mit der richtigen Tischauswahl.kRain79's first strategy book has become the micro-stakes strategy 

Außerdem halte ich Selbstbewusstsein für den Schlüssel, um beim Pokern langfristig erfolgreich zu sein. Ich glaube einfach daran, dass ich gewinnen werde und wenn man sich an einen Tisch setzt, dann sollte man nicht nur annehmen, dass man der beste Spieler ist, sondern überzeugt davon sein. 

PZ: Hältst du es immer noch für möglich das zu wiederholen, was du geschafft hast oder haben sich die Zeiten geändert?

BlackRain79: Die Win Rates, die ich vor fünf Jahren hatte, sind heutzutage über einen längeren Zeitraum nicht mehr möglich, da die Games um einiges tighter geworden sind.

Win Rates
Von solchen Win Rates träumt wohl jeder von uns!

Trotzdem kann man mit genug Ehrgeiz und Disziplin immer noch sehr viel Geld mit Poker verdienen. Außerdem sind die Rakeback Angebote in den letzten Jahren um einiges besser geworden.

PZ: Wann und wie viel spielst du?

BlackRain79: Ich habe es mit in den letzten Jahren angewöhnt morgens zu spielen. Da ist meine Konzentration am höchsten. Außerdem lebe ich ja in Asien und vormittags sind die Games dort am besten.

Nach dem Aufstehen spiele ich für ein paar Stunden und ab und zu lege ich am Nachmittag noch eine weitere Session ein.

PZ: Musstest du deine Spielweise verändern, um weiterhin Profit zu machen?

BlackRain79: Ich habe meinen Spielstil über die Jahre definitiv angepasst. Früher reichte es sehr tight zu spielen, doch das hat sich mittlerweile geändert.

Von einem Nit wurde ich zum TAG (tight-aggressive), dann zum SLAG (semi-loose und aggressive) und inzwischen spiele ich eher loose-aggressive, wenn es der Tisch erfordert.

PZ: Was ist deiner Meinung nach der beste Weg um an seinem Spiel zu arbeiten und die Micro Limits zu schlagen?

BlackRain79: Meiner Meinung nach ist der beste Weg eine Mischung aus Spielen und sich mit Strategie beschäftigen. Als ich mit Poker anfing gab es noch nicht viele Pokerschulen oder Bücher, also habe ich mir das meiste selber und durch Spielen beigebracht.

Die Zeiten haben sich geändert und die Trackingsoftware (Pokertracker 4/Hold’em Manager 2) ist ebenfalls sehr gut und wichtig geworden.

PZ: Was ist deiner Meinung nach der größte Fehler, den Beginner auf den Micro Stakes machen?

BlackRain79: Tilt ist ganz klar das größte Problem. Dazu kommt, dass Beginner dazu tendieren sich Entscheidungen zu verkomplizieren.

Sie machen eine Unmenge an unnötigen und unprofitablen Plays und spielen zu viele Hände. Der einfachste Weg war auf den kleinsten Limits immer schon der Beste.

PZ: Du bist vor zwei Jahren von Kanada nach Thailand gezogen. Wie siehst du diese Entscheidung rückblickend und was würdest du Pokerspielern raten, die darüber nachdenken dasselbe zu tun?

BlackRain79: Es war eine gute Entscheidung. Ich war an einem Punkt in meinem Leben, wo mich nichts mehr in Kanada hielt. Ich liebe das Wetter, die niedrigen Lebenshaltungskosten, die Strände, das Essen und vieles mehr in Thailand.

Nathan Williams
Nathan liebt Thailand und will dort so schnell nicht mehr weg.

Zudem gibt es hier eine sehr große Pokercommunity. Dennoch ist Thailand nicht für jeden etwas. Man muss viel Gelduld haben, denn es ist hier bei weitem nicht so organisiert und viele Sachen dauern einfach länger als in der westlichen Welt.

Außerhalb der großen Städte spricht auch längst nicht jeder Englisch und es ist nicht immer einfach sich zu verständigen. Alles in allem überwiegen aber ganz klar die Vorteile. Wer sich ernsthaft überlegt hier her zu ziehen, dem würde ich empfehlen sich das Land vorher erstmal genau anzuschauen, um zu sehen ob es etwas für ihn ist.

PZ: Kann man in Thailand seinen Lebensunterhalt mit dem Grinden der Micro Limits bestreiten?

BlackRain79: Ja, das kann man durchaus, wenn man nicht wie ein Rockstar leben will.

Mit 500 Euro kann man gut über die Runden kommen, wenn man sich damit zufrieden gibt in einer kleinen Wohnung zu leben und hauptsächlich Thai Food zu essen. Es ist jedoch definitiv empfehlenswert ein bisschen was auf der Seite zu haben.

Generell ist das Leben, verglichen mit den meisten anderen Ländern, hier aber sehr billlig.

PZ: Dein erstes Buch “Crushing the Microstakes” hat sich zum Standardwerk auf den Micro Stakes entwickelt. Wie fühlt es sich an das Super System der Micro Limits geschrieben zu haben und was erwartet uns in der Fortsetzung?

BlackRain79: Vielen Dank. Ich kann es immer noch nicht wirklich fassen wie erfolgreich das Buch war. Ich habe nicht mit so einer Ressonanz gerechnet, da mir nur ein paar regelmäßige Besucher meines Blogs gesagt haben, dass sie es sich holen werden.

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mit “Crushing the Microstakes” so vielen Menschen helfen konnte bessere Ergebnisse auf den kleinen Limits zu erzielen.

Im zweiten Teil werde ich mich mehr mit dem Limits NL25-NL100 beschäftigen. Es ist mir sehr leicht gefallen das Buch zu schreiben, da ich auf diesen Limits mehrere Millionen Hände gespielt habe.

Wie ich von meinem ersten Buch weiß, hängt der langfristige Erfolg aber von der Mundpropaganda ab, die die Qualität des Inhalts widerspiegelt. Ich muss also etwas Gutes abliefern, damit die Fortsetzung ein Erfolg wird.

Wir werden in den nächsten Tagen den ersten Artikel von Nathan Williams in der Strategiesektion veröffentlichen.

Mehr über Nathan Williams und sein Buch “Crushing the Microstakes” findet ihr auf seiner Seite www.blackrain79.com.

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