MCPlanlos - Poker-Rap aus Deutschland

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Stefan D'Andrea ist 24 Jahre alt, Rapper aus Berufung und Pokerspieler aus Leidenschaft. Was liegt da näher, als das eine mit dem anderen zu verbinden? D'Andrea nahm vier bekannte Rap-Songs und bedachte sie mit neuen Texten. Wir sprachen mit dem Multitalent aus Karlsruhe.

PZ: Was hat es denn mit den Poker-Songs auf sich?

SD: Hip Hop ist schon seit zehn Jahren meine Musik. Ungefähr 2007 habe ich dann angefangen, mich auch für Poker zu interessieren. Schließlich kam ich auf die Idee, ein paar neue Texte zu schreiben.

PZ: Nach welchen Kriterien hast du die Songs ausgewählt?

SD: Hauptsächlich nach phonetischen. Ich wollte, dass der deutsche Titel sich so ähnlich anhört wie das Original, wie in  „why I'm hot" und „Das beste Blatt".

PZ: Es hat also keine Rolle gespielt, wer das jeweilige Original herausgebracht hat? Oder wie gut die Texte sind? Bushido hat ja sogar eine Biographie veröffentlicht, die inhaltlich doch recht peinlich ist.

SD: Nein. Die sind alle in der Szene bekannt. Und Bushido hat damit Geld verdienen wollen, und das ist ihm ja auch gelungen.

PZ: Stimmt. Bist du mit der Musik schon mal aufgetreten?

SD: Nein. Die Lieder kann man aber umsonst aus dem Netz herunterladen.

PZ: Und wie sieht es mit Live-Erlebnissen in Sachen Poker aus?

SD: Ich habe meine regelmäßigen Home Games. Ansonsten spiele ich aber meistens online.

PZ: Welche Pokerräume gefallen dir am besten?

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Zwei Seiten eines Pokerspielers.

SD: Am Anfang habe ich nur auf PartyPoker gespielt, später bin ich dann auf PokerStars und Full Tilt umgestiegen.

PZ: Und welche Limits spielt ein Rapper?

SD: Ganz konsequent Micro Limits. Ich habe mich bei einer Online-Pokerschle angemeldet und werde mich nun langsam nach oben arbeiten. Inzwischen bin ich in der Lage, vier Cash Tische gleichzeitig zu spielen und nebenher noch drei Turniere, wenn es meine Bankroll erlaubt. Am liebsten MTT.

PZ: Da ist schon ein bisschen Routine zu erkennen. Und wie viel Zeit verbringst du damit?

SD: Ich spiele bis zu fünf Tage in der Woche. Anfangs habe ich gerne mal ein paar Dollar eingezahlt und dann in einer halben Stunde drei Turniere angespielt und das Geld verzockt. Jetzt gehe ich systematischer vor. Trotzdem muss für mich der Spaß im Vordergrund stehen.

PZ: Sind noch mehr Poker-Songs geplant?

SD: Eigentlich habe ich noch einen, der praktisch fertig in der Schublade liegt. Im Moment ist das aber wohl nicht so interessant, da der ganz große Hype ja doch vorbei zu sein scheint.

PZ: Warst du vorher schon aktiv in der Musikszene?

SD: Ja, ich habe auch damals schon angefangen, auf Partys freestyle zu rappen, später aber damit aufgehört, weil es plötzlich immer mehr Leute gab, die das machten. Mir wurde das Ganze dann zu sehr Mainstream. Ich habe mich dann vorübergehend E-Musik gewidmet, bin aber später wieder zurückgekommen.

PZ: Gibt es „Beweise" für deine Tätigkeit aus der Zeit?

SD: Ich habe in Eigenregie ein Album produziert und auch selbst finanziert. Der ganze Prozess hat vier Jahre gedauert. Die Kosten dafür konnte ich zum Glück bei einem Wettbewerb gewinnen.

PZ: Wurde das Album auch tatsächlich verkauft?

SD: Jede Menge (grinst). Bestimmt 300 Stück.

Die Songs:

Bushido - Sonnenbank Flavour („...am Pokertisch jeder")
Mims - This is why im hot („Das beste Blatt")
Sido - Straßenjunge („Drawjunge")
Kool Savas - Tot oder lebendig („So oder so gamble ich")

Und hier stehen die Songs zum Download bereit:

http://rapidshare.com/files/253325369/MCPlanlos-HipHopsBigPotPREVIEW.zip

MC Planlos im Internet:

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