WPT Paris – Salsberg gewinnt, Gruissem Dritter

matt salsberg winner

Nach zwei Stunden Heads-up setzt sich Salsberg gegen Theo Jorgensen durch. Gruissem scheidet unglücklich aus.

Der vermeintlich schwächste der sechs Spieler am Finaltisch der WPT Paris hat sich durchgesetzt und hält den Siegerpokal in die Höhe.

Matt Salsberg ist eigentlich Fernsehproduzent und z. A. für fir Produktion der Serie Weeds verantwortlich. Jetzt zeigte er, dass er auch am Pokertisch eine führende Stellung einnehmen kann.

Zu Beginn erwarteten wir, dass Salsberg angesichts der Konkurrenz aus dem Profilager einbrechen könnte, aber schnell zeigte sich, dass das Gegenteil der Fall war.

Zunächst trafen aber Timothy Adams und Theo Jorgensen aufeinander. Das A-K des Kanadiers hatte den Assen des Dänen allerdings nichts entgegenzusetzen.

Damit übernahm der Däne, der nach seinem Sieg in 2010 die Chance hatte, als erster Spieler zwei WPTs am selben Ort zu gewinnen, vorerst die Chipführung, während Adams an das Ende des Felds zurückfiel.

Gute Nachrichten für die beiden Deutschen Philipp Gruissem und Fabian Quoss, die das Finale als Shortstacks begonnen hatten.

Aber dann kam wieder einmal alles anders. Jorgensen musste den Chiplead nach kurzer Zeit wieder an Salsberg zurückgeben, der ihm mit einem Nut Flush eine Menge Chips aus dem Stack schneiden konnte.

philipp gruissem wpt paris
Platz 3 für Philipp Gruissem.

Nicht Adams schied nach dem großen verlorenen Pot aus, sondern Quoss. Er stellte seine Chips mit K-J in die Mitte, und der Call kam von Pocket Damen – ausgerechnet in den Händen von Philipp Gruissem.

Quoss wurde damit Sechster, übergab seine Chips aber immerhin an den einzigen verbliebenen Deutschen.

Adams dagegen doppelte zweimal auf und überlebte sogar das Ausscheiden von EPT Grand Final Champion Mohsen Charania, der gegen Salsberg ausschied.

Dann aber war das Turnier auch für den Kanadier vorbei. Philipp Gruissem (A J) bezahlte dessen All-in (A 8) und traf den Nut Flush schon auf dem Flop.

Zu dritt schoben sich Gruissem, Jorgensen und Salsberg die Chips mehrfach hin und her, bis Gruissem sich schließlich als Shortstack wiederfand.

Pocket Buben schienen die ideale Hand für einen Verdoppler, zumal sich Jorgensen mit K-9 zu einem Call hinreißen ließ. Schon die Doorcard war jdoch ein König, und das Board bescherte Gruissem kein Comeback. Platz 3.

Damit stand Jorgensen vor der historischen Chance, seinen zweiten Titel bei der WPT Paris zu gewinnen.

Der erfahrene Profi versuchte das zweistündige Heads-up zu bestimmen, aber Salsberg hielt gut dagegen und hatte schließlich zweimal das Glück auf seiner Seite.

Zunächst dominierte Jorgensen ein All-in mit A-5 gegen Salsbergs A-4, doch der Amerkaner traf die Vier. Später hatte der Däne Salsberg wieder all-in und dominierte wieder mit A-Qo gegen A-To.

Auf dem River fand der Amerikaner einen Vier-Karten-Flush.

In der letzten Hand limpte Jorgensen mit Q-T, Salsberg erhöhte mit Pocket Damen, Jorgensen schob all-in und wurde natürlich gecallt. Nur niedrige Karten auf dem Board beendeten das Turnier, und nach einem langen Finaltag hatte Matt Salsberg um viertel vor vier Uhr morgens den Titel gewonnen.

Payouts im Finale:

1. Matt Salsberg, USA, €400.000
2. Theo Jorgensen, DK, €264.600
3. Philipp Gruissem, D, €170.065
4. Timothy Adams, CAN, €125.775
5. Mohsen Charania, USA, €95.615
6. Fabian Quoss, D, €75.765

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