Triple Barrel – MCOP 10, WPT Kopenhagen, überschätzte Spieler

drei fragezeichen

In Amsterdam erreichen die MCOP das Finale, in Kopenhagen ist es schon gelaufen, und auf 2+2 streitet man darüber, welcher Spieler der am meisten überschätzte ist.

Haben Sie einen Vorschlag, worüber wir in der Triple Barrel endlich mal berichten sollten? Tragen Sie ihn unten in das Kommentarfeld ein.

1) Master Classics of Poker Amsterdam

Gestern noch lauerte eine Riege deutscher bzw. deutschsprachiger Spieler auf den Sieg bei dem holländischen Traditionsturnier.

Jetzt sind noch zehn Spieler übrig, aber von diesen spricht keiner deutsch. Jedenfalls nicht als Muttersprache.

Bester Deutscher wurde Nikolai Kramer, der auf Platz 14 landete. Ole Schemion, im letzten Jahr Sieger des Turniers, belegte einen bemerkenswerten 20. Platz.

Die Geldränge, aber nicht den Finaltisch, erreichten auch Michiel Brummelhuis, Eoghan O’Dea und Thomas Mühlöcker.

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Könnte die Master Classics gewinnen - Noah Boeken.

Um den Siegerscheck über €300.000 spielen heute mit Noah Boeken einer der ganz frühen Stars des Pokerbooms und mit Rob Hollink einer der Pioniere der holländischen Pokerszene.

Zu beachten ist auch der Kanadier Andrew Chen, der bei der letzten EPT in Berlin Zweiter wurde.

Chipcount vor dem Finale:

  • Clyde Terlaan, 1.300.000 Chips
  • Noah Boeken, 1.092.000
  • Luuk Gieles, 1.075.000
  • Simon Persson, 1.054.000
  • Dimitry Nemirovsky, 1.040.000
  • Johan Verhagen, 868.000
  • Zeus Post, 854.000
  • Rob Hollink, 674.000
  • Andrew Chen, 552.000
  • Charlie Combes, 470.000

Der Big Blind steht bei 30.000 Chips.

2) WPT Kopenhagen

Ein Qualifikant konnte den WPT National Event in Dänemark für sich entscheiden.

Younas Roenhoff
Hat die WPT Kopenhagen gewonnen - Younas Roenhoff.

Younas Rønhoff war an den ersten beiden Tagen nicht weiter aufgefallen, stürmte aber am dritten Tag das Leaderboard und ging als überwältigender Chipleader an den Finaltisch.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Rønhoff mit 2,3 Mio. Chips schon mehr als doppelt so viele wie der zweitplatzierte Helge Rahbek und hielt damit rund 40% der Gesamtchips.

Sodann lehnte sich Rønhoff zurück und ließ die seine Kontrahenten sich gegenseitig aus dem Turnier werfen.

Am Ende war es Rahbek, der Rønhoff den Titel noch streitig machte. Rønhoff war jedoch mit dem Deck im Bunde.

In der letzten Hand traf er auf einem Board

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mit J 7 ein zweites Paar auf dem River und schlug damit A K von Rahbek.

Rønhoff setzte sich gegen 240 Spieler durch und gewann rund €100.000 – für den Profi aus Kopenhagen der erste größere Gewinn bei einem Live-Event.

3) Alle doof, außer ich

Im renommierten 2+2-Forum findet man jeden Tag interessante Diskussionen, bei denen sich kompetente Pokerspieler aus aller Welt über relevante Themen des Tages austauschen.

Jason Mercier
Gewinnt nie was - Jason Mercier.

Oder das hier: Einer der Foristen stellte unvorsichtigerweise die etwas allgemeine Frage, welcher internationale bekannte Spieler wohl am meisten überschätzt würde.

Sofort überschlugen sich die Diskutanten, um vornehmlich Spieler wie Phil Hellmuth, Tom Dwan, Daniel Negreanu, Doyle Brunson und Phil Ivey zu schmähen.

Irgendwie sieht die Liste aus wie die der erfolgreichsten Spieler aller Zeiten, also war da möglicherweise war da ein wenig Neid im Spiel.

Der Umstand, dass Phil Hellmuth 13 Bracelets und 100 WSOP-Cashes vorzeigen kann, Tom Dwan jeden Tag in Macau um Millionen von Dollar spielt, Daniel Negreanu allein in diesem Jahr zwei WSOP-Bracelets gewann, Doyle Brunson z. B. bei High Stakes Poker zu den größten Gewinnern gehörte, war den 2+2-Postern wohl entgangen.

Und Phil Ivey? Ehrlich?

Besonders bemerkenswert auch der Beitrag von „Loopshot1“ aus Seattle, der erklärte, am meisten überschätzt werde dieser Jason Mercier, weil der zwar ständig um Welt reise, die ganzen Highroller spiele und verrückte Prop Bets mache, aber doch nie etwas gewinne.

Da fehlt es dann auch an ein wenig an der Fähigkeit, zu recherchieren.

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