Schemion und Kurganov dominieren Master Classics of Poker
Das traditionsreiche Main Event der Amsterdamer Master Classics of Poker wurde am Wochenende eine Beute des Deutschen Ole Schemion.Im High Roller Event wurde Igor Kurganov Zweiter.
Bereits Anfang September hatte Schemion im Finale der Partouche Poker Tour zugeschlagen und das gesamte Feld hinter sich gelassen.
Mit seinem erneuten Turniersieg innerhalb von nur zwei Monaten konnte er damit einen beachtlichen Doppelschlag landen.
Damals gab es über 1,1 Millionen Euro, während sich Schemion nun bei seinem Sieg in Amsterdam unter 212 Kontrahenten mit 286.200 Euro „bescheiden“ musste.
Das Finale hatte Schemion bereits als Chipleader erreicht, doch musste er sich unter den letzten Neun mit Weltklassespielern wie Bryn Kenney (17 WSOP-Cashes, SCOOP-Gewinner, $2,3 Mio. Turniergewinne), Kristijonas Andrulis(Zweiter beim Bellagio Cup 2012, $1,2 Mio. Turniergewinne) und dem einstigen EPT-Grand-Finale-Gewinner Pieter de Korver auseinandersetzen.
Umso stärker ist seine Leistung einzuordnen, in diesem Finale die Oberhand zu behalten.
Natürlich gehört dazu auch das entsprechende Quäntchen Glück, ohne das es beim Poker eben nicht geht. Das hatte Schemion auch in der letzten Hand des Turniers gegen den Niederländer Pieter de Korver.
Dieser hielt A♠ K♠ und traf direkt Two Pair, als der Flop A♥ K♦ 8♠ brachte.
Schemion blieb aber mit J♠ T♠ samt Gutshot in der Hand, und schon der Turn brachte mit der Q♦ die entscheidende Wende.
Auf dem River mit der 5♠ schob de Korver dann seinen kompletten restlichen Stack in die Mitte und wurde von Schemion natürlich prompt gecallt. Das Turnier war damit zugunsten des Deutschen entschieden.
Die niederländischen Spieler belegten die Plätze 2 bis 5, der Sieg aber ging ins ungeliebte Nachbarland.
Endstand Main Event:
|
|
Name |
Land |
Preisgeld |
|
1 |
Ole Schemion |
DE |
€ 286.200 |
|
2 |
Pieter de Korver |
NL |
€ 171.720 |
|
3 |
Fatih Aydin |
NL |
€ 100.700 |
|
4 |
Ivo Hermans |
NL |
€ 76.850 |
|
5 |
Erik Tabak |
NL |
€ 66.250 |
|
6 |
Bryn Kenney |
US |
€ 55.650 |
|
7 |
Richard Witschge |
NL |
€ 45.050 |
|
8 |
Guy Goossens |
BE |
€ 34.450 |
|
9 |
Kristijonas Andrulis |
LT |
€ 23.850 |
Igor Kurganov verpasst Sieg beim High-Roller-Turnier knapp
Ebenfalls am Wochenende wurde das High-Roller-Turnier entschieden, bei dem für die 40 Teilnehmer ein Startgeld von 10.000 Euro fällig geworden war.
Die acht Finalisten brauchten allerdings einige Geduld, bis es zur Entscheidung kam, da das Turnier wegen des Main Events seit Mittwoch eine Pause einlegte.
Am Samstag war es dann aber soweit, und unter den acht Finalisten befand sich mit Igor Kurganov erfreulicherweise auch ein Deutscher.
Der High-Roller-Spezialist hatte vor dem Finale die drittmeisten Chips und konnte sich am Ende noch um einen Platz verbessern.
Als Zweiter erhielt Kurganov 88.000 Euro und musste sich nur dem Niederländer Reen Feenstra beugen, der als Sieger einen Scheck über 148.000 Euro erhielt.
Endstand des High-Roller-Turniers:
|
|
Name |
Land |
Preisgeld |
|
1 |
Rens Feenstra |
NL |
€ 148.000,00 |
|
2 |
Igor Kurganov |
DE |
€ 88.000,00 |
|
3 |
Andrey Demidov |
RU |
€ 60.000,00 |
|
4 |
Alexander Roumeliotis |
SE |
€ 44.000,00 |
|
5 |
Serkan Kurnaz |
TR |
€ 32.000,00 |
|
6 |
Ilkka Koskinen |
FI |
€ 28.000,00 |

