WSOPE - Massieren verboten, wegen Tekintamgac

massage
Am Tisch gern gesehen - die Masseurinnen.

Die WSOPE hat Muskelkater. Grund dafür ist die merkwürdige Gesetzgebung der Grande Nation, die den Masseurinnen jeglichen Zutritt zum Turnierbereich verbietet.

Was ist das eigentlich mit den Franzosen, dass sie alles anders machen müssen als alle anderen?

Nehmen wir nur als Beispiel die WSOP Europe hiner in Enghien-les-Bains. Hier wurden die Masseurinnen, die seit Jahren auf den internationalen Turnieren zum Inventar gehören und überall gern gesehen sind, aus dem Turnierbereich komplett verbannt.

Um genau zu sein, besteht diese Situation schon seit 2011 – und zwar ausschließlich in Frankreich.

Die bekanntesten Gruppen bei großen Pokerfestivals sind Thee Best Hands und Goldfingers.

Wir fragen Maeva Tranne, was hinter dem Verbot steckt:

ali-tekintamgac
Jetzt auch noch am Msseurinnenverbot schuld? - Ali Tekintamgac.

„Wir können in jedem Land der Welt ganz normal arbeiten, aber die französische Aufsichtsbehörde hat entschieden, dass wir uns nicht mehr den Tischen nähern dürfen, weil wir versehentlich die Karten der Spieler sehen könnten.

Es hat irgendetwas mit einem Skandal zu tun, bei dem es um einen Blogger ging.“

Bei dem genannten Skandal handelt es sich um Ali Tekintamgac und seine (angebliche) verbotene Kommunikation mit einem der akkreditierten Blogger.

Dieser sollte Tekintamgac mittels Zeichensprache gegnerische Hände verraten und ihm so einen unlauteren Vorteil verschafft haben.

Tekintamgac sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Das Gesetz ist ... das Gesetz

Der Turnierleitung bleibt nichts anderes übrig, als sich nach den Regularien zu richten.

Das bestütigen auch Lucille Denos, Turnierleiterin bei Barrière Casinos, und WSOPE-Manager Jack Effel:

„Wenn man ein Tunrier organisiert, in einem Casino oder an einem anderen Ort, wie etwas dem Grand Hotel Barrière hier, muss man sich den Vorschriften beugen.

Man muss speziell dafür autorisiert sein, um den Turnierbereich überhaupt betreten zu dürfen, und wir können diese Autorisierung nur den Mitarbeitern zukommen lassen, deren Präsenz bei den Events von essenzieller Bedeutung ist, wie etwa Journalisten. Bisher gilt das aber nicht für Masseurinnen.“

Aus demselben Grund werden auch Zuschauer aus dem Turniersaal ausgeschlossen.

Für Maeva eine höchst unglückliche Situation.

massage
Äußerst unglückliche Situation - "wir verlieren Geld und Kunden".

„Ich habe noch nie eine Beschwerde von einem Spieler gehört. Im Gegenteil, normalerweise sind sie froh, dass wir da sind.“

Und die Spieler selbst machen auch so ihre Gedanken. Jeder, mit dem wir sprachen, vermisst die Masseurinnen.

Jonathan Duhamel outet sich geradezu als Fan:

„Wenn man zwölf Stunden am Stück am Tisch sitzt und Rückenprobleme bekommt, ist eine Massage eine Wohltat. Es sit eine Schande, dass die Mädchen nicht da sind.

Die Mädhcen könnten die Karten sehen? Ja, das ist ein Risiko. aber es ist an den Spielern, ihre Karten so zu schützen, damit sie niemand sehen kann.

Außerdem glaube ich, dass die Masseurinnen hier im Allgemeinen vertrauenswürdig sind.“

Pokerprofi Manuel Beavand aus Frankreich stimmt zu:

„So etwas gibt es nur in Frankreich. Wir lassen die Masseurinnen nicht an die Tische, ernsthaft? Das ist schlecht für uns, und es ist vor allem schlecht für sie, denn sie können weniger Geld verdienen.“

Maeva Tranne:

„Wir waren alle ziemlich wütend, als wir davon erfuhren, denn wir verlieren Klienten, Geld und gute Partner wir Partouche und Barrière – und dadurch auch Events wie hier in Enghien-les-Bains oder in Cannes.“

manubwsope1
Manuel Bevand - "Jetzt verbieten wir den Leuten schon, zu arbeiten und Geld zu verdienen."

Bevand stellt schließlich die vielleicht entscheidende Frage:

„Das passiert also aus Sicherheitsgründen? Es hat noch nie Schwierigkeiten gegeben. Tekintamgac? Natürlich habe ich davon gehört, aber die Masseurinnen können sich ja nicht aussuchen, zu wem sie gehen.

Das ist schon eine tolle idee, gerade im Sinne des Arbeitsrechts. Jetzt verbieten wir den Leuten also, zu arbeiten und Geld zu verdienen.“

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare