Marvin Rettenmaier: „Jeder hat Respekt vor den Deutschen"

Marvin Rettenmaier WSOP 2014

Selten hat es sich so gut angefühlt deutsch zu sein, wie zurzeit. Nicht nur sind wir nach 24 Jahren wieder Weltmeister, sondern auch unsere Pokerspieler sind mittlerweile in der ganzen Welt gefürchtet. Wir sind dem Geheimnis des deutschen Erfolges gemeinsam mit Marvin Rettenmaier auf den Grund gegangen.

Gemeinsam sind wir stark

Deutschland ist nicht nur Weltmeister, sondern auch beim Pokern sind unsere Jungs, egal ob live oder online, im Turnier- oder Cash Game Bereich, absolute Weltklasse.

George Danzer gewann bei der diesjährigen WSOP gleich zwei World Championship Events innerhalb von nur zwei Wochen. Zunächst shippte er das $10.000 Seven Card Razz, und nur elf Tage später gewann er auch noch das 10k Seven Card Stud Hi/Lo.

Deutschland ist Weltmeister
Nicht nur beim Fußball sind unsere Jungs Spitze, sondern auch beim Pokern.

Doch damit nicht genug, denn Danzer coachte zudem Fußball-Nationalspieler Max Kruse, der es anschließend sensationell an den Finaltisch von Event #36 schaffte und das beim 2-7 Triple Draw! Kruse wurde am Ende fantastischer Dritter für $36.494.

Und genau das ist das Geheimnis des deutschen Erfolgs! Es ist nicht mehr so, dass sich niemand in die Karten schauen lässt, ganz im Gegenteil, die Spieler tauschen sich über Strategien aus und spornen sich gegenseitig an.

Das Geheimnis des deutschen Erfolgs

Unsere Jungs haben schon vor Jahren begriffen, dass sie gemeinsam viel stärker sind und jeder von diesem Austausch profitiert. Sie leben und spielen seit langem in WGs zusammen und das trägt nun Früchte.

Ein weiteres sehr gutes Beispiel dafür ist Dominik Nitsche.  In London lebte er in einer WG mit u.a. Manig Loeser. Anschießend zog er nach Edinburgh und bildet dort derzeit eine Wohngemeinschaft mit Top-Spielern wie EPT London Champion David Vamplew und Andrew Teng.

Auch Nitsche holte bei der WSOP 2014 gleich zwei Bracelets. Das erste beim WSOP National Championship und das zweite bei Event #21, einem $1.000 No-Limit Hold’em.

Laut Marvin Rettenmaier sind Disziplin und Einheitlichkeit die Schlüssel des Erfolgs: „Deutsche sind sehr diszipliniert und arbeiten hart. Die High Roller sind in ständigem Kontakt. Sie arbeiten gemeinsam an ihrem Spiel und obwohl sie mittlerweile schon ein super hohes Niveau erreicht haben, pushen sie sich immer weiter.“

„Außerdem glaube ich, dass jetzt jeder eine Menge Respekt vor den Deutschen hat, und dieses Image hilft natürlich auch.“

„Ich habe gerade richtig Lust zu feiern.“

Nicht umsonst nennt man ihn „Mad“ Marvin, denn er ist für seine Partyexzesse bekannt. Rettenmaier erzählt uns wie er zu diesem Spitznamen kam: „Den Spitznamen hat mir ein Mitarbeiter von PartyPoker gegeben, als ich es mal so richtig hab krachen lassen.“

Hermance Marvin
So sieht das aus, wenn Marvin am Feiern ist.

Als Rettenmaier in einer Beziehung war, hat er dann stark zurückgeschraubt, umso mehr genießt er nun das Singleleben: „Seitdem ich Single bin geht es nur noch ab. Ich habe gerade so richtig Lust zu feiern.“

Des Weiteren spielt Marvin natürlich auch nach wie vor professionell Poker, allerdings will er in Zukunft weniger spielen, als in den letzten Jahren.

Der Gewinn des WSOP Main Event würde ihn beide Welten perfekt miteinander verbinden lassen: „Das wäre die beste Party aller Zeiten, ganz unabhängig davon wo wir hingehen, würde ich drei Tage am Stück feiern und zwar mit allem Drum und Dran.

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