Martin McCormick: „Ich habe eigentlich nur versucht zu busten“

Martin McCormick

Viele wünschen sich wieder mehr Charaktere beim Poker. Die PCA brachte mit dem durchgeknallten Schotten Martin McCormick endlich wieder einen hervor. Martin hatte sich online auf PokerStars qualifiziert und verwandelte auf den Bahamas $27 in satte $51.260. Am Feature Table redete und drank er nonstop und brachte die Zuschauer des Live Streams ein ums andere mal herzhaft zum lachen. Sei es durch einen witzigen Spruch, seinen unverwechselbaren Akzent oder einen krassen Bluff. Wir trafen den aufsehenerregendesten Typ der PCA 2016 bei nur noch 14 Spielern left auf einer seiner unzähligen Zigarettenpausen zum Interview, und wollen ihn euch genauer vorstellen.

Martin McCormick verwandelt $27 in $51.260

Der Schotte Martin McCormick aus Glasgow saß beim PCA Main Event fast den gesamten Tag 4 und Tag 5 am Feature Table, und sorgte dort für mächtig Furore.

PCA 2016 Martin McCormick und Calvin Anderson
Martin McCormick herzt Onlinelegende Calvin Anderson.

Während er den Spielern mit seinem ununterbrochenen Gelaber sichtlich auf die Nerven ging, lieferte er den Zuschauern eine grandiose Show.

McCormick ist kein professionelller Pokerspieler und hat seit neun Jahren eine eigene Firma. Er gewann sein Ticket in einem Online Satellite.

Mehrere blinde Hände und jedes Level drei Zigarettenpausen

Dennoch hat er am Pokertisch einiges zu bieten.

An Tag 4 spielte er eine der unterhaltsamsten, überraschendsten und besten Hände der PCA gegen Toby Lewis:

Außerdem spielte er eine Hand blind ohne seine Holecards anzuschauen, und brachte den Gegner tatsächlich dazu bis zum River zu checken. Die Riverbet callte er blind und verlor, setzte damit aber definitiv eine Duftmarke.

McCormick ist sowohl am als auch abseits des Pokertisches ein Spaßvogel, und man sollte nicht alles ernst nehmen, was er sagt.

„Man hat mir sogar das Reden verboten“

PokerZeit: Hast du nun da es um so viel geht und nur noch 14 Spieler übrig sind immer noch Spaß?

Martin McCormick: Die ersten beiden Tage hatte ich eine Menge Spaß, mittlerweile aber nicht mehr. Erst verbat man mir zu trinken, und heute wurde ich sogar dazu aufgefordert mit dem Reden aufzuhören.

Jetzt macht es keinen Spaß mehr. Ich versuche nur noch zu busten, damit ich zurück auf mein Hotelzimmer kann.

PZ: Das sagst du doch schon seit drei Tagen, was es nicht gerade sehr glaubhaft macht.

MM: Es ist aber die Wahrheit, bloß callt mich niemand. Ich möchte Golf spielen gehen, und meine Freundin zu einem schönen Abendessen einladen. Ich will die Zeit hier einfach genießen.

In diesem Moment erblickt McCormick aus der Ferne Ole Schemion: „Ist das Ole Schemion? Sorry, ich muss da jetzt hingehen und ihn etwas nerven. Hey, Ole…!

Martin McCormick
Eines der Bilder und definitiv der krasseste Typ der PCA 2016 - Martin McCormick.

Nach unserem Gespräch war Martin noch zwei weitere Stunden im Turnier und wurde letztendlich beachtlicher Elfter von 928 Teilnehmern.

Er verpasste den Final Table also nur denkbar knapp. Dennoch gelang ihm das Kunststück das Buy-In von $27 für das Online Satellite in sage und schreibe $51.260 zu verwandeln.  

Nach seinem Bustout war McCormick sichtlich gelöst und ein ganz anderer Mensch. Er zeigte sich bescheiden und dankbar: „Ich könnte gar nicht glücklicher sein. Ich habe mit vielen großartigen Spielern gespielt und hatte eine Menge Spaß.

„Ich hätte in diesem Turnier niemals soweit kommen dürfen“

In Wahrheit hätte ich in diesem Turnier aber niemals soweit kommen dürfen.

Nun habe ich einen Sonntagabend zu 51.000 Dollar gemacht, wie kann man da nicht gut drauf sein? Jetzt gehe ich erstmal mit meiner Freundin essen, und dann versuche ich die restliche Zeit auf den Bahamas in vollen Zügen zu genießen.”

Eins steht fest Typen und echte Charaktere wie Martin McCormick können langfristig nur gut für Poker sein, und wir hoffen ihn auch bei der EPT Dublin im Februar wieder an den Tischen zu sehen!

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