Local Hero gewinnt EPT Prag

Jan Skampa
Jan Skampa, der Held von Prag.

In der tschechischen Republik wurde Sonntag Nacht ein neuer Stern am Pokerhimmel geboren. Wie in Portugal sorgte ein Lokalmatador dafür, dass der Titel im Land blieb.

Nachdem er erst vor wenigen Wochen den Finaltisch der EPT Vilamoura in Portugal erreicht hatte, setzte Jan Skapma in seiner Heimatstadt gleich zum nächsten Schlag an und gewann schließlich das Turnier in Prag.

Es war erst das vierte EPT-Turnier, an dem er überhaupt teilgenommen hatte..

„Ich fühle mich fantastisch", freute sich Skampa. „Das ist einer der größten Titel, die man im Poker gewinnen kann."

Mit 584 Spielern und €682.000,- für den Sieger war es das bisher größte Pokerturnier in Tschechien überhaupt. Ein Umstand, der auch Skampa bewusst war.

„Es gab noch nie so ein großes Turnier in Tschechien, das macht es natürlich noch schöner," sagte er. „Die Zuschauer haben mich fantastisch unterstützt."

Am Finaltisch fand sich eine bemerkenswerte Kombination: Nicht nur fand sich dort der 23-jährige Skampa, dem tatsächlich zwei Finaltische nacheinander gelangen, sondern auch Luca Pagano, der sage und schreibe an seinem sechsten EPT-Finaltisch.

Außerdem saßen WPT- und WSOP-Finalist Stefan Mattson und WSOPE-Finalist Anthony Roux am Tisch, die ebenfalls auf der Jagd nach dem Titel waren.

Sven Eichelbaum war der einzige Deutsche am Finaltisch. Leider ging sein toller Lauf zuende, als er mit A-Js in Laurence Ryans Pocket Asse lief. Er belegte Platz acht.

Dasselbe Schicksal war auch dem Shortstack Gustav Ekerot bestimmt, dessen All-in-Move zu dem unglücklichen Zeitpunkt geschah, als Eyal Avitan die Rockets hielt. Kurz darauf übernahm Mattson die Führung am Tisch.

Es war Pagano, der mit einer 4-Bet und A-J all-in ging und von Mattsons Assen abgefangen wurde. Damit war der Rekordversuch von Luca Pagano beendet.

Ryan lief kurz darauf gegen den momentan vom Kartenglück begünstigten Mnattson (Q-Q). Derr aggressive Schwede baute damit seinen Chiplead aus.

Nun erst trat schließlich Skampa auf den Plan. Mit K-K gelang es ihm, Mattson (wieder) mit Q-Q dazu zu bringen, seine 5-Bet all-in zu bezahlen. Er verdoppelte und übernahm damit die Führung.

Anthony Roux schied als Nächster aus. Er verlor einen Coin Flip gegen Avitan. Bei npch drei Spielern lagen Skampa und der Isaraeli praktisch gleichauf. Mattson folgte mit kurzem Abstand.

Avitan war zunächst der aktivste Spieler. Er erobert sich langsam aber sicher den Chiplead, doch es dauerte drei Stunden, bis es zu einer großen Hand gegen Mattsson kam: Mit J-T floppte Avitan eine Straight, die gegen Mattssons Q-T und einen Combo Draw bis zum River hielt.

So ging Avitan mit einem 2:1-Chiplead ins heads-up gegen den Lokalmatador, doch der junge Tscheche arbeitete sich in den folgenden drei Stunden immer näher heran und übernahm schließlich die Führung.

Am Ende ging Avitan auf ein Raise von Skampa mit J-9 all-in. Skampa bezahlte mit J-J, nd Avitan war schon auf dem Turn drawing dead. Das begeisterte Publikum hängte Skampa die tschechische Nationalflagge um und feierte ausgelassen.

„Wir versuchten beide, ein Race zu vermeiden, aber mit fortschreitender Zeit kam es mir so vor, als ob mein Gegner langsam müse wurde," analysierte Skampa. „Vor allem im letzten Level versuchte ich, den Druck weiter zu verstärken. Ich hatte das Gefühl, ihn da schon ziemlich gut im Griff zu haben."

Der Wirtschaftsstudent an der Karls-Universität spielt seit drei Jahren recht erfolgreich online und erklärte, dass sich durch diesen Gewinn sein Leben nicht dramatisch ändern werde. Allerdings wird er auch über die laufende Saison hinaus weiter an den Turnieren der EPT teilnehmen.

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