„Frauen sind noch immer unterrepräsentiert“

Liv Boeree
Sollte für mehr Frauen ein Statement sein - Liv Boeree.

Liv Boeree ist eine Ikone des modernen Poker. Das Mitglied im Team PokerStars spricht in Barcelona über männliche Dominanz.

Sie ist jung, sieht gut aus, und ihr Stern ging in kürzester Zeit auf, als sie im Jahr 2010 die spielerreiche EPT in San Remo gewann.

Seitdem ist die Frau mit dem akademischen Grad in Astrophysik nicht mehr aus der Szene wegzudenken.

Unsere spanische Kollegin Esther Amores traf Liv Boeree am Rande der EPT in Barcelona. Obwohl die Engländerin alleine in San Remo 1,6 Mio. Dollar gewann, scheint das nur wenige Frauen zum Pokern inspiriert zu haben.

PL: Wie sieht es heute mit der Beteiligung von Frauen aus?

LB: Ich glaube, sie steigt an. Man sieht mehr Frauen auf den Turnieren, mehrheitlich junge, gebildete Frauen.

Davon werden wie in Zukunft mehr sehen. Trotzdem sind wir weiter unterrepräsentiert.

Liv Boeree
Liv Boeree besitzt Intuition...

Es hat wohl hauptsächlich damit zu tun, in welcher Umgebung Frauen sozialisiert werden. Das wirkt sich auf die Psache aus. Frauen werden nicht genug dazu aufgefordert, sich zu messen oder Spiele zu spielen.

Ich hatte das Glück, dass meine Eltern mich immer darin unterstützt haben. Das beeinflusst mich bis heute.

PL: Leo Margets hat gesagt, Ladies Events seien diskriminierend und deswegen eine Beledigung. Wie stehst du dazu?

LB: Ich sehe das anders. Ich verstehe ihren Standpunkt, aber es gibt Bedarf an diesen Events, also sollten wir sie auch anbieten.

Natürlich sollten Frauen auf Augenhöhe mitspielen können, aber viele tun das nicht, und wenn dieses Turnierumfeld sie dazu bringt, sich zu trauen, an den Tisch zu kommen und zu spielen, haben wir erreicht, was wir wollen. Sonst tun sie es vielleicht nie!

Wir müssen die Frauen doch unterstützen.

PL: Welche Fähigkeiten ahben Frauen, die Männer nich thaben?

LB: Sie besitzen viel Intuition. Das weibliche Geschlecht hat insgesamt größere emotional-intuitive Fähigkeiten.

Abgesehen davon gibt es keine großen Unterschiede. Wenn eine Frau Pokertheorie studiert und an ihrem Spiel hart arbeitet, gibt es keinen Grund, warum sie irgendwie anders spielen sollte als ein Mann.

Es gibt Leute, die von Natur aus begabter sind als andere. Das Geschlecht des Spielers ist aber irrelevant für dieses Spiel.

duhamel boeree negreanu boat
...dafür, wie man das Leben genießt. Fragen Sie Duhamel oder Negreanu.

Generell sind die Spieler am besten, die am härtesten arbeiten.

PL: Wie bringst du Frauen dazu, an offenen Events teilzunehmen?

LB: Nur um das klarzustellen, ich brauche keine Frau oder irgendwen zu etwas bringen. Man muss die Leidenschaft schon selbst mitbringen.

PL: Wirst du bei der EPT London gegen PokerListings im Tischfußball antreten?

LB: Ich will unbedingt! Ich muss trainieren.

Es läuft Tag 2 der EPT Barcelona. 88 Deutsche hatten ihn erreicht. An den Starttagen 1A und 1B registrierten sich 1234 Spieler.

Damit ist die EPT Barcelona 2013 der zweitgrößte Main Event in der Geschichte der EPT-Geschichte, hinter der EPT San Remo in der sechsten Saison mit 1240 Spielern. (Gezählt wurden hier nur die Events auf europäischem Boden.)

PokerZeit berichtet täglich live aus Barcelona.

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare